Porsche zieht den Schleier von der achten Generation des 911 Targa

Gerade rechtzeitig vor dem Post-lockdown-Sommer stellt Porsche die Targa-Version der 911er-Generation 992 vor. Und setzt damit eine 1965 begründete Tradition fort...

Im Vergleich zur vorangegangenen 911-Generation gibt es prinzipiell nicht viel Neues zu berichten. Weiterhin haben Kunden die Alternative zwischen den allradgetriebenen Carrera 4- und Carrera 4S-Varianten, das Gewicht liegt weiterhin über den der Coupé- und Cabriolet-Gegenstücke (1.675 zu 1.565 und 1.635 Kilo) und weiterhin gibt es als Glanzstück das vollautomatische Dachsystem. Es besteht wie beim Ur-Targa von 1965 aus dem breiten Bügel, einem beweglichen Dachteil über den Vordersitzen und der umlaufenden Heckscheibe. Öffnen und schließen dauert allerdings jetzt nur noch 19 Sekunden.

Der bekannte Dreiliter Bi-Turbo-Sechszylinder schickt im Targa 4 385 PS und im 4S 450 PS auf den Asphalt.  Während das Achtstufen-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) in beiden Modellen ab Werk die Übersetzungen wechselt, steht alternativ und ohne Aufpreis der zusammen mit dem Sport Chrono-Paket ausgelieferte Siebengang-Handschalter zur Wahl. Laut Porsche vereint der neue Targa „die Vorzüge des Offenfahrens in einem Cabrio mit dem Komfort und der Sicherheit eines allradgetriebenen Coupés“ – was es ziemlich gut auf den Punkt bringt. 

All das wird für potentielle Kunden keine große Rolle spielen – der 911 Targa war seit seinem Debüt im Jahr 1965 schon immer die Wahl für die stilbewussteren unter den Porsche Jüngern. Jeder, der in den letzten Wochen unter Wahrung des von der Regierung vorgeschriebenen Sicherheitsabstandes durch London spazierte, konnte erleben, wie beliebt dieses Pseudo-Cabrio-Konzept namens Targa ist. Der silberne Überrollbügel verströmt eine starke Brise kalifornischer Nonchalance, und wird es vermutlich immer tun. Frühbesteller der achten Porsche 911 Targa-Generation werden ihr Auto voraussichtlich im August bekommen. Die Preise starten bei 128.400 Euro für den Targa 4 und 143.600 Euro für den Targa 4S.

Fotos: Porsche © 2020