Maserati Quattroporte SQ4: Ab auf die Piste!

Wo sich bislang nur Allrad angetriebene Audis und BMWs hintrauten, wird man zukünftig auch auf einen Neuling treffen: den ersten Allrad-Maserati namens Quattroporte SQ4.

Quattroporte, das war doch diese Limousine aus den 60ern mit dieser herrlich unkonventionellen Karosserie, die als einzige im Maseratiprogramm das Mitnehmen von reichlich Gästen und Gepäck gestattete. Allerdings durfte die Fahrt nur in sommerliche Gefilde führen, denn sobald Schnee am Horizont auftauchte, stand der heckgetriebene Luxusliner bewegungsunfähig am Straßenrand und die Besatzung musste zusehen, wie die besten Plätze zum Après-Ski an andere vergeben wurden.

Mobil durch Allradantrieb

Damit ist ab sofort Schluss, denn den Quattroporte gibt es nun auch mit permanentem Allradantrieb und Acht-Stufen-Automatik. Angetrieben wird die italienische Diva von dem bekannten V6-Bi-Turbo-Motor mit 3,0 Liter Hubraum und 410 PS. Das reicht, um mit der angestammten Konkurrenz locker mithalten zu können. Binnen 4,9 Sekunden sprintet der Italiener auf 100 km/h – und wer befürchtet, die beiden fehlenden Zylinder würden dabei das Klangbild ruinieren, sieht sich angenehm überrascht. Der Maserati-Sound hat auch in seiner aktuellen Version nichts von seiner Faszination verloren und macht den Verzicht auf die beiden standesgemäßen Zylinder leicht.

Italienische Eleganz im Innenraum

Im Innern des SQ4 bleibt man von der Tätigkeit des V6 allerdings komplett unbehelligt. Man nimmt Platz auf den, Dank einer wirkungsvollen Sitzheizung ausreichend vorgewärmten, Ledersitzen, genießt die Weite des Raumes und die immer noch spezielle Atmosphäre aus Leder, Holz und Chrom. Dass es im aktuellen Maserati natürlich auch ein umfangreiches Entertainment- und Navigationssystem gibt, macht den Aufenthalt in der 5,26 Meter langen Limousine nur noch angenehmer. Wer will da noch raus in den Schneematsch?

Doch irgendwann ist auch die schönste Reise zu Ende und egal, wo der Quattroporte dann auftaucht, er ist der, über den alle sprechen. Denn neben seiner modernen Technik ist es sein extrovertiertes Design, was ihn adelt. Der Maserati macht auf den ersten Blick deutlich, dass hier keine Limousine von der Stange, sondern die Haute Couture der Luxusklasse aufläuft. Dass das jetzt sogar abseits geräumter Autobahnen möglich ist, macht den Ausflug in die (hoffentlich) weiße Wintersportwelt nur noch attraktiver.

Fotos: Maserati

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