Jaguar F-Type Coupé: Teutonenjäger mit 550 PS in Los Angeles enthüllt

Mit dem F-Type Coupé definiert Jaguar den britischen Sportwagen von Grund auf neu. Und wagt mit bis zu 550 PS einen Frontalangriff auf das Oberhaus der deutschen Sportwagenliga. Die Weltpremiere in L.A. macht deutlich: Porsche, Audi, BMW und Mercedes-AMG erhalten veritable Konkurrenz.

Britain is back! Und das in urdeutschem Revier...

Britain is back! Und das in urdeutschem Revier, dem Premium-Segment der leistungsstarken Sport-Coupés. Mit der von vielen Sportwagenfreunden ersehnten Coupé-Variante des bereits als Cabriolet äußerst gut verkäuflichen F-Types liefert Jaguar einen neuen und eigenständigen Wurf des britischen Sportwagens schlechthin. Kompakte Abmessungen, starkes Design aus einem Guß und reichlich Power sorgen bei der Weltpremiere in Los Angeles für Aufsehen. Gleich drei Modelle des F-Type Coupé greifen an. Das Sechszylinder-Basismodell mit 340 PS Leistung ist bereits ab 67.000 Euro zu haben. Und damit um 6.400 Euro preiswerter als das gleichstarke Cabriolet - hoppla, gleich die nächste Kampfansage. 

Das leistungsstärkere F-Type S Coupé bietet 380 PS und kostet ab 78.500. Und das vorläufige Topmodell mit 5,0-Liter V8-Motor, Direkteinspritzung und Kompressoraufladung liefert mit 550 PS nochmals 55 PS mehr als die bislang stärkste Cabrio-Variante des F-Type. In nur 4,2 Sekunden soll dieser Kompakt-GT von 0 auf 100 km/ spurten. Top-Speed: 300 km/h (elektronisch abgeregelt). Das R-Coupé kostet ab 103.700 Euro. Pünktlich zum Saisonstart im Frühjahr 2014 treffen die ersten Fahrzeuge bei den Händlern ein. Und sie werden dort kaum lange verweilen.

Das Zeug zur Ikone?

Denn die markigen Briten punkten nicht nur in Sachen Leistung und Preis gegenüber den zumeist deutschen Wettbewerbern. Auch beim Design hat Jaguar bereits auf der Frankfurter IAA im Jahr 2011 nicht zuviel versprochen: Komplett aus Aluminium gefertigt, setzt das F-Type die puristische Proklamation der dort gezeigten Studie C-X16 auffallend konsequent in die Serie um: Eine kraftvoll gespannte Motorhaube, kurze Karosserie-Überhänge, eine weit nach hinten gerückte Kabine nebst betörender Dachlinie formen eine Silhouette, die durchaus das Zeug zur Ikone hat. Bug oder Heck? Das ist hier nicht die Frage. Beide Seiten des F-Type Coupés machen einiges her. Das mutige Ende mit lässiger Lampengrafik und der an den legendären E-Type erinnernden Heckscheibe jedoch bringt das neue F-Type Coupé mit der erhofften "Britishness" auf den Punkt. Und kraftvoll ausgestellte Hüften markieren bereits im Stand unbedingte Sportlichkeit. Design-Gesamturteil: "Very well done!"

Das F-Type Coupé soll zudem das torsionssteifste Serienmodell in der bisherigen Jaguar-Geschichte sein. In Verbindung mit einer aktiven Hinterachsdifferentialsperre, Torque-Vectoring, adaptivem Dämpfersystem und optionalen Carbon-Keramik-Bremsen hinter 20-Zoll Rädern geht der Sportler für leistungsorientierte Fahrer keine Kompromisse ein. Doch auch Connaisseure kommen auf ihre Kosten:Mmit dem optionalen Panorama-Glasdach, bis zu 407 Liter Stauraum im Heck und dem Meridian Soundsystem etwa wandelt sich das F-Type Coupé zum feinen Tourismo für ausgedehnte Wochenend-Touren. "Mit dem F-Type Coupé geht für mich ein persönlicher Traum in Erfüllung", sagt Ian Callum, Jaguar Design-Direktor, gegenüber Classic Driver. "Diesen Sportwagen wollte ich seit über zehn Jahren genau so bauen. Denn so muss ein zeitgemäßer Jaguar-Sportwagen aussehen." Wir halten fest: Die Rundum-Erneuerung der Marke Jaguar findet im F-Type Coupé ihren vorläufigen Höhepunkt. Und die Karten des Sportwagen-Quartetts sind schlagartig neu gemischt.