Hinter den Kulissen beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring mit AMG und IWC

Einmal im Jahr versammeln sich die Motorsport-Tifosi, um das herrliche Chaos und die schiere Willenskraft des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring zu erleben. Was aber weniger bekannt sein dürfte, sind die einzigartige Atmosphäre am Ring und der unerwartete Zauber hinter den Kulissen. Wir waren dabei.

Rundkurs der Superlative

Egal, ob es sich um Erinnerungen an die DTM-Rennwagen mit ihren extrem auskragenden Kotflügeln handelt oder um packende Szenen beim Computerspiel Gran Turismo: Der Ring lässt keinen kalt. Schon, wenn man am Nürburgring ankommt, spürt man, dass etwas besonderes in der Luft liegt. Eine schwer zu fassende Energie, eine Art Hintergrundrauschen prägt diesen besonderen Ort inmitten der Eifel, dessen graues Band auch heute noch die Spuren der Motorsportgeschichte trägt. Dieses einzigartige Gefühl erfasst einen Newcomer wie mich genauso wie den Veteranen Bernd Schneider, der die Strecke aus seiner Zeit als Akteur bei den 24 Stunden und später aus der Entwicklung von Mercedes-Benz AMG-Modellen innig kennt. Vor dem Rennen erklärte mir Bernd: „Die Geschichte des Nürburgrings ist außergewöhnlich. Es gibt keine andere Rennstrecke auf der Welt, die dieser gleicht. Und die 24 Stunden sind das absolute Highlight des Jahres bei den Sportwagenrennen: 24 Stunden, 200 Autos auf dem Grid und 250.000 Zuschauer!”

Die Party geht los

Den Zuschauern kommt bei diesem Spektakel eine ganz wichtige Rolle zu, denn als Kollektiv schaffen sie erst diese bebende Atmosphäre, die auch die Fahrer in ihren Cockpits während dieses ganzen Tages spüren. „Normalerweise hat man als Rennfahrer einen Tunnelblick und erlebt nicht die Atmosphäre entlang der Strecke. Aber hier ist man den Fans so nah, dass man einen echten Eindruck von dem bekommt, was sich da draußen abspielt. Das Rennen beginnt um 15.30 Uhr – und spätestens um 16.00 Uhr hat man den Duft der vielen Grillpartys am Streckenrand in der Nase. Ich erinnere mich, als ich das erste Mal hier in der Nacht unterwegs war: Ich bin aufs Karussell zugefahren und es war stockfinster; dunkler, als andere Rennstrecken, die erleuchtet sind, und plötzlich war es taghell, weil da so viele Fans mit Taschenlampen waren.”

Die Bühne für Premieren

Diese einmalige Atmosphäre lockt natürlich auch Marken an, die diesen geschichtsträchtigen Ort als Bühne für die Enthüllung ihrer jüngsten und kraftvollsten Modelle zu nutzen. Mercedes-Benz hat das diesjährige 24 Stundenrennen zum Anlass genommen, sich zum 50. Geburtstag von AMG selbst zu beschenken – mit dem ausschließlich für die Rennstrecke konzipierten AMG GT3 Edition 50, von dem auch nur fünf Stück gebaut werden und der mit einem eigenen IWC Chronograph Sport Edition ausgeliefert wird. Obwohl der Sportwagen 500.000 Euro kostet, freut sich Roland Geistlinger – zuständig für VIP-Sales, die Verteilung der Edition 50 und des künftigen AMG-Hypercars Project One – bereits über großes Interesse. Er erwartet, dass alle vier Autos verkauft sind, ehe er wieder nach Hause fährt.

Schwarzblende

Die Nacht bricht herein, die gelben Scheinwerfer verschwimmen, die Sinne sind geschärft und die Spannung steigt. In der Boxengasse kann man den wilden Mix aus Amateuren und Profifahrern beobachten, die gegen die Müdigkeit und unübersichtliche Ringkurven genauso ankämpfen wie gegen das Verrinnen der Zeit und die Gegenwart der Rivalen. Wo sonst kann man einen perfekt vorbereiteten, aberwitzig aerodynamischen schnaubenden V-AMG neben einem privaten Opel Manta, der noch Spuren des Zusammenpralls mit einer Barriere trägt, erleben, während im Hintergrund die Gesichter der fantastischen Fans leuchten? Nur einmal im Jahr, und nur am Nürburgring.

Fotos: Robert Cooper for Classic Driver © 2017

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