Fünf Sammlerautos, die sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Von einem federleichten Einhorn aus Stuttgart bis zur schnellsten Werbetrommel für St. Moritz reichen die Angebote des Classic Driver Marktes für die erste Juli-Woche...

Top of the world 

Für uns beginnen Start und Ziel von Winterfluchten in St. Moritz, dem glamourösen Schweizer Skiort, in dem der Jet Set-Lifestyle aus vollen Zügen gelebt wird. Und was wäre stilvoller, als mit einem von St. Moritz-gesponserten Ferrari 458 GT3 Baujahr 2014 zum „Top of the world“ anzureisen? Unsere Freunde von Kessel Racing in Lugano haben den Ferrari auf 2015er-Spezifikation aufgerüstet und so zu einer Deklaration Ihrer Treue zum berühmten Engadiner Retreat gemacht.  

Concours Königin 

Die 2019 vom aktuellen Anbieter Scuderia Azzurra über zwei Jahre durchgeführte „frame off“-Restaurierung dieses frühen 1959er Maserati 3500 GT hat dem hübschen Gran Turismo schon bei zwei prestigeträchtigen Concours Preise eingebracht: Classic Days Schloss Dyck in Deutschland und Concours d’Elegance Cascais in Portugal. Wie fabelhaft die elegante Touring Superleggera Karosserie in Marineblau aussieht...

Prince of Wales Angeber

Als sich der Besitzer dieses Aston Martin V8 Vantage Volante von 1988, eines von nur 76 im Vereinigten Königreich ausgelieferten Cabrios, für eine Überholung entschied, ergriff er die Gelegenheit beim Schopf, das hübsche Drop-top auf die volle „Prince of Wales“-Spezifikation aufzurüsten. Was umfangreiche Modifikationen an der Karosserie, subtile „POW“-Upgrades im mit schwarzem Leder ausgeschlagenen Innenraum, ein neues Stoffdach der Spezialisten von Boyriven und eine neue Lackierung in Cumberland Grey mit sich brachte. Wenn Ihnen das alles irgendwie bekannt vorkommt, liegt es daran, dass ein genauso ausgestatteter V8 Volante von James Bond in The Living Daylights (Der Hauch des Todes) gefahren wurde.

Leichtbau

Der Porsche 964 Carrera 4 RS Leichtbau ist so selten, dass nur wenige Insider von seiner Existenz wissen. Es wurden ja auch nur 22 Einheiten gebaut – darunter dieses Modell von 1991. Unter dem wachsamen Auge des früheren Le Mans-Siegers Jürgen Barth wurde jedes überflüssige Gramm aus dem Auto entfernt. Man läge falsch zu glauben, dass es Barth bei ein paar Glasfaser-Teilen und einem ausgeräumten Innenraum bewendet hätte. Ein Matter-Aluminium-Überrollbügel markierte den Startpunkt, dann wurde der elektrisch ausfahrbare Heckspoiler entfernt und durch einen starren Flügel ersetzt sowie Rennschalensitze von Recaro und eine spezielle Leichtbau-Kupplung samt Schwungrad installiert. Am Ende brachte der Lightweight knapp unter 1100 Kilo auf die Waage, 350 Kilo weniger als ein Standard-Carrera 4. 

Range Extender 

Gute Ware fürs Geld. Das repräsentiert nach unserer Meinung dieser 2010er Rolls-Royce Phantom VII Extended Wheelbase. Der lange Zeit als DIE über-Luxuslimousine für Oligarchen, Playboys und Industriemagnaten geltende Phantom ist schlicht phänomenal. Noch getoppt von der hier gezeigten Version mit verlängertem Radstand. Sie erstrahlt in der eleganten Farbkombination Diamond Schwarzmetallic über einem Leder in Crème light und hat bislang erst 42.600 Kilometer abgespult. Der unter BMW-Regie im damals neuen Werk Goodwood gebaute Roller steht nun für knapp unter £150.000 zum Verkauf – eine erhebliche Ersparnis gegenüber dem ursprünglichen Listenpreis. Sind Sie mutig genug? 

Fotos: Nicholas Mee & Company, Loris Kessel Auto SA, Autostorico Ltd, Scuderia Azzurra Klassische Maserati & Lancia, International Collectables by Edward Lovett