Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Von René Arnouxs letztem Formel 1-Ferrari bis zu einer Chevrolet „Supervette“ ist die wöchentliche Auswahl aus dem Classic Driver Markt diesmal so ultra-cool wie breit gefächert...

Ein Wahnsinn in Vinaccia

Noch cooler als die Farbkombination dieses Ferrari LaFerrari von 2016 ist die Tatsache, dass sein ursprünglicher Besitzer die Spezialfarbe Vinaccia in Anlehnung passend zur Außenfarbe seines Ferrari 250 GT California Spider wählte und zugleich das Interieur in Pelle Chiodi de Garofano dem Cockpit seines Ferrari 166 MM angleichen ließ. Zugleich handelt es sich um das einzige Exemplar des Ferrari-Flaggschiffs, das in diesem unfassbar eleganten Dunkelrot lackiert wurde.

Der letzte Ferrari eines berühmten Franzosen

Obwohl er nach einem frühen Plattfuß eine Aufholjagd noch mit Platz vier beendete, wurde René Arnoux nach dem Auftakt zur Formel 1-Saison 1985 in Brasilien von Ferrari entlassen und durch Stefan Johansson ersetzt. Die Gründe für den Rauswurf bleiben bis heute nebulös, hatten aber vermutlich mit den lustlosen Auftritten des Franzosen im Jahr 1984 zu tun. Das Modell, in dem der Franzose sein letztes Rennen für die Scuderia Ferrari bestritt, war der 156/85, ein Auto, dass ohne seinen defektanfälligen Turbomotor ein Kandidat auf den WM-Titel gewesen wäre. Sind Sie mutig genug, ihre Füße bis vor die Vorderachse zu schieben und die 800 PS in Schwung zu bringen?

Die böseste Corvette aller Zeiten

Wenn schon eine „reguläre“ Chevrolet Corvette ein Vorschlaghammer ist, dann ist diese IMSA Supervette von 1977 ein Pressluftbohrer, laut und kräftig genug, um das Zahnfleisch von den Zähnen zu schütteln. Es handelt sich hier um eine von nur zwei Corvetten mit Gitterrohrrahmen, Magnesium-Bremsen aus dem Porsche 935 und einem über 750 PS mächtigen Big-Block-V8 unter der Haube. Das Monster wurde jüngst bei Canepa auf jenen Stand restauriert, in dem es 1978 in den Farben von JLP Racing antrat. Ein Team, das weniger für seine durchaus großen Erfolge auf der Rennstrecke, sondern die kriminellen Aktivitäten seines Gründers John Paul Senior in Erinnerung geblieben ist. 

Affalterbachs Bestes?

Bei der Vorstellung im Jahre 2014 wurde die Mercedes-Benz SLS AMG Black Series von der Motorjournalistenschar für seinen potenten V8-Saugmotor und seine exzellente Lenkung gelobt. Heute muss man für einen Black Serie rund doppelt so viel Geld hinblättern wie für fünf Jahren, doch während die meisten Modelle in einem grellen Gelb mit Einsprengseln in Kohlefaser lackiert waren, ist dieses nahezu neue Modell aus 2015 innen wie außen komplett in Schwarz gehalten. Und es hat erst 86 Kilometer auf der Uhr – angesichts der fantastischen Fahreigenschaften eine nahezu unfassbare Tatsache. 

Entschuldigung, Herr Wachtmeister

Wenn es eine todsichere Methode geben soll, verdächtige Verkehrsteilnehmer daran zu hindern, vor der Polizei zu flüchten, dann muss man sich ihnen nur in einem so auffällig lackierten Porsche 964 Carrera 2 Cabriolet von hinten nähern. Dieses Exemplar aus 1993 ist einer der letzte Porsche, der an die niederländischen Polizei geliefert wurde und verfügt noch über das komplette Equipment mit Sirene, Signalsystemen und Blaulichtern. Gelegentlich wurde er auch als Begleitfahrzeug für die königliche Flotte eingesetzt. Wer Stadtgespräch sein will – damit ist man es garantiert! 

Fotos: Duncan Hamilton ROFGO, Kessel, Canepa Motorsport, Thiesen Berlin