Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Da an diesem Wochenende wieder die 24 Stunden von Le Mans laufen, haben wir in die wie immer exquisite Auswahl aus dem wöchentlichen Classic Driver Markt auch einen Porsche 911 aufgenommen, der den französischen Klassiker als Sieger beendete...

Der Erste, aber auch der Feinste?

Über den zehnjährigen Lifecycle des Bugatti Veyron gab es unzählige Sondereditionen. Doch kam keine an die subtile Eleganz des originalen 16.4 heran. Als der 1000 PS starke und 400 km/h schnelle Supersportwagen 2005 mit einem großen Knall auf der Bühne erschien, zerfledderte er regelrecht das bis dahin gültige Regelbuch; ohne Zweifel mit tatkräftiger Mithilfe eines gewissen Mister Clarkson. Dieses zweifarbige Exemplar in schwarz/blau aus 2007 ist erst 8.145 Kilometer gelaufen und scheint – wie man es von einem so sparsam bewegten Fahrzeug auch erwarten kann – in hervorragendem Zustand zu sein.  

Alles, was einen Lamborghini ausmacht

Einen Schlüssellochblick auf einen möglichen Lamborghini des 21. Jahrhunderts gewährte Lamborghini zum Ende seiner rein italienischen Unternehmensgeschichte mit dem Pregunta V12. Das voll fahrbereite Concept Car aus der Feder von Marc Deschamps (Studio Heuliez-Torino) wurde 1998 auf dem Pariser Salon und 1999 nochmals in Genf gezeigt. Der Pregunta hat alle Gene, die einen Lamborghini Supersportwagen ausmachen: Er ist mutig, respektlos, unverschämt kraftvoll und würde sich noch heute gut auf jeder Teenager-Schlafzimmerwand machen. Einen Diablo VT lässt er im Vergleich etwas fußkrank wirken. Ob Pebble Beach oder Villa d’Este – mit diesem Einzelstück aus der Vor-Audi/VW-Epoche von Lambo können Sie auf jedem Concours mächtig punkten...

Ferrari 612 als Shooting Brake 

Als wir diese einzigartige Shooting Brake Version des Ferrari 612 Scaglietti letzte Woche auf Instagram posteten, war die Reaktion unserer Follower so unterschiedlich wie überwältigend. Dieser vom holländischen Designstudio Vandenbrink Design zum Kombi umgebaute Ferrari glänzt mit einem Heckaufbau, der nach unserem Urteil dem Auto sehr gut steht. Mögen die C-Säulen auch ein wenig zu breit geraten sein, so spenden die ins Dach integrierten Fenster dem Interieur doch ein Plus an Licht und Geräumigkeit. Auch wenn man die Ästhetik ablehnt – an der makellosen Qualität des Umbaus bestehen keine Zweifel. 

Longtail 

McLaren hatte zunächst nicht geplant, eine Cabrio-Version seines Hardcore 675 LT zu bauen. Beugte sich dann aber dem Druck von Kunden, die beim Coupé leer ausgegangen waren. Also wurde eine flächenbereinigende Auflage von 500 Einheiten angekündigt – dieses Exemplar in Silica White ist ein Modell aus der Serie. Es ist vollgestopft mit Extras im Gesamtwert von 40.000 US-Dollar, darunter Krimskrams aus Kohlefaser, eine Meridian Surround Sound Anlage und das System zur Anhebung der Bodenfreiheit um 40 Millimeter an der Vorder- und 25 Millimeter an der Hinterachse. Der Besitzer hat das gute Stück nur 200 Kilometer bewegt – offenbar hütete er es lediglich als Wertanlage, um es jetzt mit maximalem Gewinn verkaufen zu können.  

Ein außerordentliches Rennautoleben

Die Renngeschichte dieses Porsche 911 Carrera 3.0 RS – eines von 55 im Jahr 1974 im Werk gebauten Exemplaren – ist reich an Höhepunkten und umspannt sein gesamtes Autoleben. Neben einem Sieg in der GT-Klasse mit der Paarung „Segolen“/Ouvrière/Gadal bei den 24 Stunden von Le Mans des Jahres 1976 (ein Rennen, das das Modell zwischen 1974 und 1978 viermal bestritt und jedes Mal beendete) trat dieser 911 bei der Tour de France Automobile, beim Giro d’Italia und – mit der französischen Rallyelegende Jean-Claude Andruet als Gesamtsieger – bei der La Ronde Cevenole auf. In jüngerer Zeit startete dieser lang gediente Almeras-Porsche bereits auch schon wieder bei Le Mans Classic. Dem neuen Besitzer steht mit diesem Porsche die Tür zur Welt des historischen Motorsports weit offen. 

Fotos: Classic Youngtimers Consultancy, Speedart Motorsports, Autodrome Paris, William I’Anson