Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Wenn Sie ticken wie wir, dann haben Sie mit den ersten Frühlingslüftchen auch schon eifrig großartige Roadtrips für den Sommer entworfen, die zu traumhaften Destinationen führen. Falls Ihnen jetzt dafür noch das ideale Auto fehlt, dann haben wir ein paar Vorschläge aus dem Classic Driver Markt.

Z wie Zagato

Kaum hatten wir Rémi Dargegens Bilder vom Concorso d `Eleganza Kyoto bewundert, waren wir auch schon auf der Suche nach „Zagato” im Classic Driver Markt. Es tauchten zwar dabei eine ganze Reihe ausgefallener und kostbarer Exemplare auf, aber dieser freche Alfa Romeo GT Junior Zagato von 1970 hat es uns sofort angetan. Das Design ist ein radikaler Bruch mit der von Bertone gezeichneten Limousine, die als Basis diente. Für uns drückt es die grundlegenden Prinzipien von Zagatos Designphilosophie aus.

Purple Haze

Obwohl sich das Vorurteil hält, dass sie mehr Zeit auf einem Anhänger als auf der Straße verbringen, sind gut gepflegte und vernünftig ausgestattete TVR besser als ihr Ruf und durchaus verlässlich. Davon abgesehen: Wie cool ist denn dieser Cerbera Speed Six in einem Lila, das auch der große Prince in einem Hit besungen hat? Als ursprünglicher Sportwagen, der ohne elektronische Hilfsgeister auskommt, profitiert dieses besondere Exemplar von 1999 von seinem Werksmotor sowie vom Chassis und einer modifizierten Aufhängung ab Werk. Manches wirkt ein wenig lässig wie die schlampige Handschrift auf dem Motor- und Fahrgestellstempel, doch auch diese Details machen den Charme aus. Ein Mauerblümchen im Veilchenkleid ist dieser TVR aber ganz bestimmt nicht.

Schlicht sensationell

Von den 399 Enzo, die zwischen 2002 und 2004 die Werkstore von Ferrari in Maranello passierten, wurden nur zwei in der eleganten Farbe Blu Tour de France lackiert. Dieses sensationelle Exemplar ist eines dieser beiden Fahrzeuge. Das wunderschöne Exterieur kontrastiert mit der Innenansicht in Pelle Grigio, die egal, aus welchem Winkel man durch die großzügige Windschutzscheibe blickt, lebendig leuchtet. Erstaunlich, aber der Ferrari hatte bis jetzt nur einen Besitzer, der gerade einmal 12.900 Kilometer mehrheitlich in der trockenen Wärme Südfrankreichs gefahren ist. Wir wiederholen uns gerne: Von allen modernen Ferrari hat gerade das Design des Enzo dem Alterungsprozess bestens widerstanden. Und in diesem Dunkelblau sieht er schlicht hinreißend aus.

Schimmerndes Perlmutt

Wären Sie stark genug, um an einem strahlenden Sommertag Ihren atemberaubend schönen offenen Alfa Romeo 8C in der Garage parken zu lassen? Der bislang einzige Besitzer dieses weißen Exemplars, ein bedeutender Ferrari-VIP aus Luxemburg, hat genau das getan. Die Uhr des Cabrios in Bianco Madreperle zeigt tatsächlich nur 1.700 Kilometer. Wie man sich vorstellen kann, ist dieses wirklich kaum bewegte Fahrzeug in makellosem Zustand. Tatsächlich sehen die aus Vollnarbenleder geflochtenen Sitze aus, als hätte noch nie jemand auf ihnen Platz genommen. Ein potenzielles Sammlerstück? Keine Frage!

Ein ungefeierter Held der Homologation

Als rätselhaftes Wesen in der Modellhistorie von Porsche, wurde der 924 Porsche GT konzipiert, um die geradezu lachhaft angeschwollene Rennversion des 924 Turbo zu homologieren. Ein Auto, das übrigens einen Klassensieg in Le Mans einfahren sollte, ehe es rasch durch den Gruppe C-956-Prototyp ersetzt wurde. Gut 400 Stück dieser straßentauglichen Carrera GT wurden gebaut - letztlich „heiße” 924 Turbos mit verbreiterter Glasfaserkarosserie und optimiertem Antrieb. Dieses silberne Exemplar von 1981 mit drei Vorbesitzern hat zwar fast 200.000 Kilometer absolviert, wurde aber liebevoll gepflegt und besitzt wie seine anderen Homologations-Stallgefährten eine umfassend dokumentierte Geschichte.

Fotos: Historics Auctioneers, DK Engineering, Art & Revs, Motorlegenden by Michael Schnabl, Kessel Classic