Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Wollen Sie die Warteliste für ein begehrtes Supercar überspringen, die atemberaubende Leistung eines Formel 1-Rennwagens hautnah erleben oder den idealen Klassiker für die Rallyes im Sommer entdecken? Im Classic Driver Markt kommen Sie diese Woche ans Ziel Ihrer Wünsche.

Ready to Rallye

Wer behauptet eigentlich, dass man nur mit einem wuchtigen V8 amerikanischer Provenienz so richtig Spaß bei einer Klassikerrallye haben kann? Dieser ausgesprochen vergnügliche Alfa Romeo Giulia Super von 1968 beweist mit seinen Modifikationen genau das Gegenteil. Abgesehen von seinem praktischen wie gelungenem Design wurde der Innenraum reduziert und mit Überrollbügel und weiteren Rallye-Ausstattungen versehen. Im Motorraum arbeitet die stärkere 2,0-Liter-Maschine, deren Drehmoment viel Potenzial verspricht. So kann die Saison starten - schließlich ist der Alfa auch für etliche Events zugelassen!

Bereit für sommerliche Ausfahrten

Bis auf dieses Stoffdach, das man nur als merkwürdigsten nachträglichen Einfall der Automobilgeschichte beschreiben kann, zählt die von Pininfarina entworfene Ferrari 550 Barchetta unbestritten zu den schönsten offenen Grand Tourer der frühen neunziger Jahre. Vor allem in der dunkleren Lackierung wie bei diesem dunkelblauen Exemplar von 2001. Obwohl er selten gefahren wurde, erhielt das Fahrzeuge von seinem Erstbesitzer, einem bekannten Schweizer Sammler, regelmäßigen Service und befindet sich somit in bestem Zustand. Der Ferrari wartet nur darauf, sich in den nächsten sonnigen Monaten endlich die Beine vertreten zu dürfen. Man muss nur vorher einen Blick in den Himmel werfen.

Bewusstseinserweiternd

Mit einem Judd V10-Triebwerk, das 710 PS auf den Asphalt wirft, pneumatisch betriebenen Getriebe, Avon-Slicks als Bereifung und einem Leergewicht von 650 Kilo, kann man nur im Entferntesten ahnen, wie elementar und bewusstseinserweiternd sich der Ritt auf diesem Benetton B198-Formel 1-Wagen anfühlen muss. Falls Sie neugierig geworden sind: Dieser Rennwagen, mit dem Giancarlo Fisichella in der F1-Saison 1998 mit wechselndem Geschick unterwegs war, ist angeblich „sofort fahrbereit”.  Sind Sie bereit?

Der Kreis schließt sich

Dreht es sich um alte Rennwagen, dann zählt vor allem die Provenienz. Wo und wann ging das Exemplar an den Start? Wo ist es über die Ziellinie gefahren? Wann hat es ein Upgrade erfahren? Wer zählte anschließend zu den Besitzern? Diese Fragen sind wesentlich, denn sie erlauben Rückschlüsse auf die Attraktivität des Fahrzeugs, seines Werts und Zulassung zum historischen Motorsport. Zum Glück ist die historische Dokumentation dieses BMW 3.5 CSL von 1971 umfassend vorhanden. Er begann seine Karriere als bescheidener 3.0 CS-Rennwagen, dann wurde er gemäß 3.5 CSL-Spezifikation optimiert und ging bei verschiedenen europaweiten Rennen an den Start. Anschließend reiste das Fahrzeug in die USA, wo es wieder modifiziert wurde - diesmal nach den vollen Gruppe 5-Vorgaben. Alle Wandlungen sind genauestens festgehalten, ebenso die Reihe der Eigner des BMW. Oft wird man nicht die Gelegenheit haben, sich ein „Batmobile” dieser Güte zu sichern. 

Warum auf diesen Lamborghini lange warten?

Immer häufiger kommt es in diesen Tagen vor, dass Supersportwagen mit minimaler Übergabe-Kilometerzahl angeboten werden. Es ist ein Wink an ungeduldige Käufer, welche die Warteliste überspringen wollen und bereit sind, dafür noch mehr Geld auf den Tisch zu legen. So ein Fall ist beispielsweise dieser rechts gelenkte Lamborghini Aventador SVJ von 2019, der nicht nur mit jeder verfügbaren Option ausgestattet ist, sondern nur 269 Meilen auf der Uhr zeigt. Wo ein Verlust, ist bekanntlich auch ein Gewinn, insofern giert diese technologische Tour de Forcedanach, ausgekostet zu werden. So, wie man sich das in Sant`Agata vorgestellt hat - am Limit.

Fotos: Cartique by Mechatronik, Duncan Hamilton ROFGO, Art & Revs, Cool Classic Club, Romans International