Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Vom Classic Driver-Markt kommen wir in dieser Woche mit einem sehr bunt gefüllten Einkaufskorb zurück: Neben einem Shadow Formel 1 und einem Gruppe B-Lancia findet sich unter anderem auch ein Opel Manta – das Auto, das wir am liebsten gleicht selbst in die heimische Garage rollen würden...

Alpenpass

Auch wenn Sie die neue Alpine A110 nicht als würdigen Nachfolger des Originalentwurfs von Jean Rédéle anerkennen, ändert das nichts an der Tatsache, dass der französische Sportwagen für sein angebotenes Fahrerlebnis ungeteiltes Lob von Motorjournalisten aus ganz Europa einstrich. Dieses Première Edition Modell in Alpine Metallic ist ein Vorführwagen und mit allen spannenden Extras wie Sportauspuff und Premium-Felgen im Format 18 Zoll ausgestattet. 

Olio Fiat

Sie hatten einen echten Jaguar E-type Lightweight, einen Maserati MC12 Corsa und den Targa Florio-Siegerwagen von 1975, einen Alfa Romeo 33 TT 12, auf ihrem Rétromobile Stand. Doch erzählen uns die Jungs von Girardo & Co., dass dieser Lancia 037 Gruppe B in Paris ihnen die meisten Fans bescherte. Das Ende 1982 fertiggestellte Modell wurde mit großem Erfolg vom Semi-Werksteam Jolly Club eingesetzt und gewann 1983 einen Lauf zur Rallye-Europameisterschaft. 1984, nun mit Fabrizio Tabaton am Steuer, wurde es in die legendären Farben des Sponsors Olio Fiat umlackiert– die es bis heute trägt. Der 037 mit Chassisnummer 178 wurde gerade erst von den Brüdern Elio und Giovanni Baldi – Ex-Werksmechaniker und heute anerkannt als DIE Experten für diese Rallye-Lancias – in Turin mechanisch komplett überholt. 

Ein einmaliger Opel 

Es sei Ihnen verziehen, wenn Sie bei diesem Opel Manta B GSi Exclusive von 1987 an ein frisch restauriertes Exemplar denken. Der Gesamtzustand wirkt aber auch wirklich zu perfekt. Doch der Eindruck täuscht: Denn mit nur 9.675 Kilometern auf der Uhr lebte dieses Opel Coupé ein sehr geschütztes und zurückgezogenes Autoleben in Schweden. Besonders deutlich wird das im Interieur. Dort finden sich weder an den Recaro-Sitzen noch am dick ummantelten Lenkrad sichtbare Gebrauchsspuren. Einfach alles wie neu!  

Begehrte Zitrusfrucht

Als einer von nur sieben Rechtslenkern in Gelb erzählt dieser Ferrari Testarossa von 1989 eine wechselvolle Geschichte. Ursprünglich bestellt von George Lloyd, der eine der ersten Honda-Motorradvertretungen in Großbritannien eröffnete, ging das Auto unmittelbar an einen neuen Besitzer. Der hatte Lloyd ein über dem Neuwagenpreis liegendes Angebot unterbreitet, das dieser nicht ausschlagen konnte. Doch in einer wundersamen Wendung des Schicksals erwarb Lloyd während der Finanzkrise von 1989 das Auto fast unmittelbar wieder zurück – nun aber nur noch für weniger als die Hälfte des Preises, zu dem er es verkauft hatte! Er fuhr den Ferrari nur sporadisch, und auch nach seinem Tod im Jahr 2012 blieb der Testarossa weiter in Familienbesitz. 

Ihr Einsatz für Monte Carlo!

Aus der Sicht eines historischen Motorsportlers kann es wohl keine aufregendere Vorstellung geben, als einen Einsitzer aus den 1970er-Jahren beim Grand Prix de Monaco Historique durch die engen Straßen des Fürstentums zu zirkeln. Wer schon jetzt damit liebäugelt, bei der nächsten Ausgabe 2020 teilzunehmen, sollte sich diesen Shadow DN5 Formel 1 Baujahr 1974 einmal genauer anschauen. Chassis DN5/4A bestritt mit dem sauschnellen Franzosen Jean-Pierre Jarier in den Saisons 1975 und 1976 insgesamt 21 Grand Prix und zwei nicht zur WM zählende Formel-1-Rennen. 2016 kam der „Schatten“ beim GP Monaco Historique in seiner Klasse (Formel 1 von 1973-76) auf den fünften Platz. Zeigte also, was er auch im hohen Alter noch alles draufhat!

Fotos: L’Art De L’Automobile, Classic Youngtimers Consultancy, Fiskens, Classic Motor Hub Sales, Girardo & Co.