Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Die erste Folge unser wöchentlichen Streifzüge über den Classic Driver Markt spülte uns fünf Autos für echte Connoisseure in den Einkaufskorb. Das Angebot reicht von einem königlichen Miura über einen vergoldeten Maserati Bora bis zu einem safaritauglichen Porsche 911-Nachbau...

Königliche Behandlung

1972 erwarb die saudische Königsfamilie diesen Lamborghini Miura SV. Angesichts des hochkarätigen Kunden spendierte Lamborghini dem Auto zwei kleine Windleitbleche an den Flanken der Bugpartie – eine aerodynamische Feinoptimierung, die angeblich nur noch einem weiteren Exemplar zugutekam. Zugleich erhielt das Auto auch als einziges von 96 Miura die begehrte Trockensumpfschmierung. Auch wenn die grau/orangene Metalliclackierung keine Originalfarbe war, finden wir die Optik dennoch absolut spektakulär. 

Lang lebe der König?

Viele werden denken, dass das Game of thrones der klassischen Supercars mit dem Ferrari F40 ihr Ende fand. Seine geradezu teuflische Performance, das Fehlen jeglicher Fahrhilfen und die kompromisslose Gesamtabstimmung verschaffte ihm in den späten 80er-Jahren auf Anhieb einen festen Platz im Herzen beinharter Piloten und von solchen Autos träumenden Teenagern. Sind Sie einer dieser Teenager von damals, die nun in der Position sind, sich diese Traummaschine leisten zu können, dann sollte sie spätestens jetzt dem Classic Driver Markt einem Besuch abstatten. Dieser F40 ist eines von vier aktuell von der Martini Garage in Heilbronn angebotenen Exemplare und ist gerade einmal 5.900 Kilometer gefahren. Er ist auch der Star in einem ziemlich gut gemachten Video seines Verkäufers, das perfekt die Faszination dieses so besonderen Ferrari widerspiegelt.

Viel Aston fürs Geld

Ocellus Teal – so lautet die Bezeichnung für das einnehmende Blau dieses Aston Martin V12 Vantage S von 2016. Und wir denken, dass dieser fast schon ins Türkise gehende Farbton dem knackigen Sportwagen recht gut zu Gesicht steht. Auch das Interieur des Aston hat einen speziellen Charme, denn es mischt Leder in Obsidian Schwarz mit Applikationen, Kedern und Kontrastnähten in Orange. Für knapp unter 115.000 Euro ein echt gutes Angebot, zumal das Auto erst 11.200 Kilometer auf dem schönen Buckel hat. 

Die Berührung des Midas

Der sagenhafte König Midas verwandelte seine Tochter der Legende nach versehentlich in Gold. Und auch bei diesem selbst für den Classic Driver Markt ungewöhnlichen Modells eines Maserati Bora 4.9 Baujahr 1973 spielt dieser Farbton eine große Rolle. Seine offizielle Bezeichnung lautet „Oro Kelso“ und er schafft es trefflich, die minimalistische Eleganz des von Giugiaro gestylten Mittelmotorsportwagens zu betonen. In den 90er-Jahren umfangreicht restauriert, gehörte dieses mit Matching Numbers gesegnete Modell zu den ersten von rund 275 Exemplaren, die in die USA exportiert wurden. Heute befindet es sich in den Niederlanden. 

Tribut an ein Wüstentier

Im letzten Jahr kam ein in Rothmans-Farben dekorierter Porsche 959 Paris-Dakar bei einer Auktion für 5,95 Millionen Dollar unter den Hammer, was dem Original-Werksauto einen Platz in den Top Ten der teuersten Modelle 2018 einbrachte. Zum Glück müssen Sie nicht diese Unsummen an Geld ausgeben, um sich ihren ganz persönlichen Wüstentraum am Steuer eines geländegängigen Elfers zu erfüllen. Auf Basis eines Dreiliter-„G“-Modells von 1980 entstand in Belgien dieser Porsche 911 SC Safari ‚Rothmans Tribute’,und er scheint von Leuten gebaut worden zu sein, die wissen, wie man auf höchstem Qualitätsniveau solch einen Nachbau realisiert. Und zugleich den Traum des Kunden, einmal René Metge in der algerischen Tamanrasset Wüste nacheifern zu können!

Fotos: Joe Macari Performance Cars, Martini Garage, Wim Prins, Aston Martin Works