Direkt zum Inhalt

Magazin

Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Von einem kraftvollen Pantera aus den 1970er Jahren bis hin zu einem seltenen, opulenten AMG-SL – diese fünf Fahrzeuge vereinen Leistung, Stil und Charakter gleichermaßen. Jedes bietet ein einzigartiges Fahrerlebnis und die Möglichkeit, ein Stück Automobilgeschichte zu besitzen.

Fahrkarte nach Le Mans

Oft zugunsten der leuchtend roten Vollblüter aus Maranello übersehen, ist der De Tomaso Pantera einer der am meisten unterschätzten GT-Boliden der 1970er Jahre: brutal, effektiv, mechanisch robust und weitaus leistungsfähiger, als sein Ruf vermuten lässt. Mit seinem muskulösen V8-Motor und einer langen Rennsporttradition ist er nach wie vor für viele der wichtigsten historischen Veranstaltungen zugelassen, darunter Le Mans Classic, Tour Auto, Spa Classic, Peter Auto's Classic Endurance Racing und ausgewählte Goodwood Revival-Demonstrationen. Für diejenigen, die eine ernstzunehmende und dennoch erfrischend unkonventionelle Alternative zu einem Ferrari suchen, ist dieser Pantera genau das Richtige. RM Sotheby's wird dieses Exemplar bei seiner Auktion in Paris am 28. Januar für geschätzte 300.000 bis 350.000 Euro anbieten.

 

AUTO ANSEHEN

 

Opulenz aus Affalterbach

Der Mercedes-Benz SL 65 AMG stammt aus einer kurzen, glorreichen Ära, in der AMG kompromisslos auf Leistung setzte. Sein handgefertigter 6,0-Liter-Biturbo-V12-Motor, der nach der Philosophie „One Man, One Engine” gebaut wurde, leistet rund 600 PS und liefert ein werkseitig begrenztes, maximales Drehmoment von 1.000 Newtonmetern ab. Dieses besondere Fahrzeug, das ursprünglich von Mercedes-Benz in Mailand ausgeliefert wurde, ist in der seltenen Farbe Designo Mystic Blue Metallic lackiert und verfügt über eine hochwertige Designo-Ausstattung. Mit nur 37.000 Kilometern auf dem Tacho befindet es sich in einem hervorragenden, quasi neuwertigen Zustand. Der SL 65 AMG verbindet immense Leistung mit echtem Grand-Touring-Komfort und repräsentiert eine Ära der AMG-Geschichte, die wahrscheinlich nicht wiederkehren wird und bereits jetzt wachsendes Interesse weckt. Er wird jetzt bei Rock ‘n Roll Classics zum Verkauf angeboten.

 

AUTO ANSEHEN

 

Symbol der Unabhängigkeit

Dieser Alpina B6 erinnert an die Zeit, als die Marke aus Buchloe noch unabhängig war – ein Kapitel, das seit der Übernahme durch BMW an Bedeutung gewonnen und das Interesse an Modellen aus der Zeit vor der Übernahme gesteigert hat. Als eines von nur 219 gefertigten Exemplaren wurde dieser 1989er B6 auf Basis des Dreiers der Baureihe E30 mit einer Lackierung in Diamantschwarz versehen, mit einem 25-Prozent- Sperrdifferenzial ausgestattet und mit schwarzem Leder sowie zeitgemäßen Luxusoptionen optimiert. Diese Maßnahmen spiegeln Alpinas subtilen, aber zielgerichteten Grand-Touring-Ethos wider. Angetrieben von einem 3,5-Liter-Reihensechszylinder mit etwa 250 PS und einem maximalen Drehmoment von 320 Netonmetern hat er nur 30.000 Kilometer zurückgelegt. Sein wunderschöner Erhaltungszustand macht ihn zu einem begehrten Sammlerstück, ds derzeit von Axel Schuette Fine Cars angeboten wird.

 

AUTO ANSEHEN

 

Aus Maranello mit Rennstrecken-DNA

Der Ferrari 360 Challenge Stradale ist die ultimative, für die Rennstrecke optimierte Weiterentwicklung des 360 Modena. Er wurde in limitierter Stückzahl gebaut und verfügt über Verbesserungen wie Carbon-Keramik-Bremsen, ein leichteres Chassis und einen leistungsstärkeren 3,6-Liter-V8-Motor. Seine außergewöhnlichen Spezifikationen und die damit erreichbare Fahrdynamik machen ihn zu einem begehrten Objekt, wie die jüngsten Rekordergebnisse zeigen – über eine Million Dollar erzielte ein Exemplar bei der Mecum-Auktion. Diese analogen, für die Rennstrecke entwickelten Ferrari werden immer mehr begehrt. Ein 360 CS in Azzurro California wird derzeit in der Broad Arrow Auctions Global Icons: Europe Online Auction angeboten. Die Schätzpreise liegen bei 450.000 bis 500.000 Euro, doch die Bieterfrist läuft nur noch bis zum 30. Januar 2026.

 

AUTO ANSEHEN

 

Der originale RSR

Laut Mechatronik ist dieser Porsche 911 Carrera 2.8 RSR mit dem Fahrgestellnummer 9113600002 der einzige Prototyp dieses F-Modells und der allererste 911 RSR. Er wurde 1972 als 911 S für den internen Gebrauch bei Porsche gefertigt, noch im selben Jahr zu einem Prototyp für Test- und Homologationszwecke umgebaut und kam dann beim 1000-km-Rennen von Zeltweg zum Einsatz. Nach dem Verkauf an das Martini Racing Team nahm er 1973 an der Targa Florio teil und belegte den sechsten Platz in der Gesamtwertung, nachdem er die Startnummer eines beschädigten Schwesterautos übernommen hatte. Später diente er dem Reifenhersteller Dunlop als Testfahrzeug in der Entwicklung, ging danach durch die Hände mehrerer privater Besitzer – darunter Dave White, der einen von nur vier noch im Auto vorhandenen Kurzhub-Werksmotoren einbaute – und wurde in Mittel- und Südamerika bei Rennen eingesetzt. Nach der Restaurierung in seine ursprüngliche RSR-Form erhielt er 2023 einen offiziellen FIA Historic Technical Passport (HTP) und wurde 2025 vom aktuellen Besitzer erworben. Als einer von nur zwei 2.8 RSR-Prototypen mit dokumentierter Renngeschichte steht er für die Geburtsstunde des 911 RSR und die frühen Erfolge von Porsche im GT-Rennsport.

 

AUTO ANSEHEN

 

Watch our latest YouTube videos