Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in die Garage stellen sollten

Fast 60 Jahre trennen diesmal die Marktfunde von Classic Driver. Doch gibt es für jeden Geschmack das Passende. Zumal sie alle eine Eigenschaft teilen: Autobahn-Kilometer mühelos auffressen zu können. Kommt nur darauf an, ob komfortabel oder möglichst schnell – oder sowohl als auch!

Der wilde

1998 erwarb Audi Lamborghini und der Diablo war das erste Modell, das vom Know-how der Ingolstädter profitierte. Als straßenzugelassene Version des GT2-Modells war der weltweit nur 80 Mal gebaute GT die radikalste Version. Vom Standardmodell hoben ihn der große Heckflügel, die Lufthutze über dem Motor und – zugunsten eines noch spontaneren Ansprechverhaltens – Drosselklappen für jeden statt nur für jeweils zwei Zylinder des 6,0-Liter-V12 ab. Dieses Exemplar Baujahr 1999 ist die Nummer 22 aus der 80er-Serie und dürfte genussreicher zu bewegen sein als jedes moderne Hypercar. 

 

War das die Zukunft?

In dieser Woche wollen wir Sie richtig fordern. Wie wäre es mit einem 204 PS starken GT Coupé mit französischem Styling? Doch in eine feste Schublade lässt sich dieser bei Matra gebaute Renault nicht zwängen. Der heute sehr seltene, weil nur etwa 8500 Mal gebaute Avantime hat nämlich – da auf der gleichen Plattform wie der Espace - auch eine Großlimousinen-artige Note. Die 1,40 Meter langen und 60 Kilo schweren Seitentüren werden über ein Scharniersystem mit doppelter Kinematik geöffnet – sehr komplex und daher mitunter nicht störungsfrei. Wie dieses Exemplar aus 2002 in Iliade Blue mit farblich in Silber kontrastierendem Dach beweist, ragt dieses französische Unikum überall heraus und bringt Sie in einem sehr komfortablen Umfeld und hellem Umfeld (keine B-Säulen) an Ihr Ziel. Mutig genug?

 

Der Straßenrenner

Der erste bei der BMW Motorsport GmbH gebaute Sportwagen mit 274 PS starkem und längs eingebautem Sechszylinder in Mittelmotor-bauweise ist berühmt für seine Einsätze in der Procar-Serie. In der traten ausgewählte Formel 1-Fahrer gegen von Privatteams genannte M1-Piloten an. Insgesamt entstanden zur Homologation in die Gruppe 4 vonHerbst 1978 bis Ende 1981 460 Exemplare ds M1. Dieser weiße M1 mit schwarzem Innenraum ist eine Straßenversion und hat weniger als 3000 Kilometer gelaufen. Jetzt dürstet er danach, auf Ihrem favorisierten Stück Straße mal wieder die Hufe schwingen zu dürfen. 

 

Der ausgefeilte Italiener

Diese Karosserie gehört vielleicht zu den Meisterstücken der Carozzeria Zagato und verleiht dem Lancia Flaminia 2500 3C Sport Zagato von 1963 einen Stil, an den kein Ferrari herankommt. Das betörende Exemplar mit ikonischem „double bubble”-Dach gehört zu den nur 174 Mal gebauten 2500 3C Sport und wurde bei Cognolato in Italien restauriert. Nun präsentiert es sich seinem neuen Besitzer fast wie neu. Das nicht metallische tiefgraue Exterieur mit kontrastierendem Lederinterieur in Beige ist die perfekte Understatement-Kombination für dieses lässig-coole Grand Tourer Coupé, das sein ganzes Autoleben in Italien zugebracht hat.

 

Der Asphalt Terrorist

740 PS, 920 Nm und eine Topspeed von 315 km/h: Mit diesem Audi RSQ8-R by ABT sollte man nicht spaßen, wenn er formatfüllend in ihrem Rückspiegel auftaucht. Nur 125 dieser bulligen SUV Coupés wurden aufgebaut und in Nardo Grau mit dunklen Felgen und kohlefaserreichem Innenraum sehen sie besonders spektakulär aus. Dieses Exemplar aus erster Hand hat erst 1100 Kilometer auf der Uhr – eine seltene Gelegenheit, ein vierrädriges Raketenschiff mit Supercar Performance und die Landschaft zusammenschrumpfenden Fähigkeiten zu erwerben!