Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Ein Aston Martin V8-Cabrio, das einst beim Genfer Autosalon für Furore sorgte bis hin zu einem Shooting Brake aus Italo-Amerikanischer Produktion, von dem Sie garantiert noch nie gehört haben, zählen in dieser Woche zur Auswahl aus dem Classic Driver Markt.

Die Schönheit des Salons

Besucher am Stand von Aston Martin beim Genfer Automobilsalon 1986 wurden vermutlich von diesem besonders attraktiven V8 Volante angezogen. Als eines der ersten Exemplare bei der die Einspritzung den Vergaser ersetzte, war dieses Cabrio in Cumberland Grey auch noch mit einer Reihe von Optionen ausgestattet wie Tempomat und dem Stereosystem Indianapolis von Becker – es handelte sich hier schließlich um ein Showcar. Dieser Messe-Aston wurde von seinem Besitzer, einem Markenenthusiasten, umfassend und liebevoll seit 1992 gepflegt. Auf der Uhr stehen 62.240 Kilometer, Zeit für ein neues Kapitel in seiner Geschichte.

Einer von 50

Wenig Autos verkörpern das Dolce Vita der Fünfziger Jahre wie der Alfa Romeo Giulietta Spider. Die zierliche aber atemberaubend glamouröse Pininfarina-Karosserie kann nur im Hinblick auf mediterrane Küstenstraßen entworfen worden sein. Dieser ganz spezielle Giulietta Spider ist eines der begehrenswertesten bestehenden Exemplare, denn es zählt zu den rund 50 Vorserienfahrzeugen, die gefertigt wurden – von denen heute sehr viel weniger existieren. Zu den Merkmalen, die den Vorserienautos vorbehalten waren, zählen eine Lenkradschaltung, ein Bonnet Stop, ein verkürztes und markantes Heck sowie dieselben mit Aluminiumringen eingefassten Heckleuchten wie man sie vom Ferrari 250 GT Coupé von Boano kennt. Außerdem hat dieses Auto eine umfassende Restaurierung erfahren und präsentiert sich so strahlend wie am Tag, als es vom Band gerollt ist.

Auftritt Murena

Begrüßen Sie mit uns den Intermeccanica Murena, ein bizarrer Shooting Brake, der von zwei höchst unternehmerischen Amerikanern ersonnen wurde, um das schnellste und luxuriöseste Gefährt seiner Art zu sein. Angetrieben wird das Auto von einem gewaltigen US-V8, der in einen italienischen Maßanzug geschlüpft ist, der doch nicht ganz überzeugen konnte. Der Murena kostete 1969 15.000 Dollar – ungefähr das doppelte eines neuen Porsche 911. Es konnte gerade einmal zehn Stück verkauft werden, ehe das Unternehmen nur zwölf Monate später wieder von der Bildfläche verschwand. Bei diesem besonderen Exemplar handelt es sich um den allerersten Murena der Fertigung. Sollten wir Ende des Monats in Florida, wo das Auto von RM Sotheby´s versteigert wird, den Zuschlag erhalten, dann würden wir gerne die Italo-Amerikanische Kuriosität in die ursprüngliche Farbkombination Salchi Verdi Gamma mit schwarzem Leder und grünen Teppichen zurückverwandeln. Ein wahrer Exot!

Prototipo 

Selbst in der exklusiven Welt des Ferrari 250 GT gibt es Autos, die aus diesem Kreis hervorstechen. Dieser 250 GT Berlinetta Prototipo gehört dazu. Als Vorbote einer neuen Modellpalette von Ferrari, die besseres Handlung, eine luxuriöse Ausstattung sowie Colombos kompakten 3,0-Liter-V12 bot, spielte der 250 GT eine Schlüsselrolle für die Marke. Dieses Exemplar mit Chassis Nummer 0435GT einer aus einer Handvoll von Pininfarina gefertigten Prototypen und wurde neu an Guido Cantelli, ein berühmter Dirigent, der mit Enzo Ferrari eng befreundet war. Durchwegs mit Matching Numbers ausgezeichnet, wäre dieser einmalige Grand Tourer schon jetzt für jede nur erdenkliche historische Straßenrallye teilnahmeberechtigt.

Die Gruppe 44 lebt weiter

Nachdem sie alle Konkurrenten in der Trans-Am-Meisterschaft mit dem mächtigen Jaguar XJ-S in den Jahren 1977 und 1978 aus dem Weg geräumt hatten, schuf das Gruppe 44-Team von Bob Tullius eine ähnlich erfolgreiche Rennversion des Triumph TR8 für die Saison 1978. Schließlich war das Auto leichter, kleiner und aerodynamischer als der Jaguar und wurde zudem an Stelle eines behäbigen V12 von einem drehfreudigen V8 angetrieben. Insgesamt erzielte dieses Auto acht Klassensiege und sicherte sich den zweiten Platz in der IMSA GTO-Meisterschaft 1980. Es befindet sich in der exakten Spezifikation, die es hatte, als es die Rennstrecke nach dem allerletzten Rennen verließ – die 12 Stunden von Sebring im Jahr 1981. Der TR8 wurde allerdings in der Zwischenzeit umfassend restauriert.

Fotos: Hallier Classic Cars GmbH, RM Sotheby’s, Auxietre & Schmidt, Grand Prix Classics