Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Ob Sie nun nach einem der glorreichsten Porsches aller Zeiten, dem perfekten Postercar oder einem Ex-Werks Mini Cooper suchen – unsere Auswahl für diese Woche aus dem Classic Driver Markt sollte für jeden Geschmack etwas bereithalten.

Der puristische Porsche

Auch wenn man diesen Sportwagen nun wirklich nicht mehr vorstellen muss, ist dieser Porsche 911 2.7 Carrera RS Lightweight von 1973 noch einmal etwas ganz Besonderes. Der einst neu vom deutschen Unternehmer („Müllerbräu) und Privatrennfahrer Fritz Müller georderte Wagen wurde von seinem Besitzer bei Rennen zur GT-Europameisterschaft und Deutschen Rennsport-Meisterschaft sowie bei zahlreichen Bergrennen eingesetzt. Der „Bürzel“ wurde 1999 nach Großbritannien verkauft und erhielt auf Initiative seines aktuellen Besitzers 2012 eine komplette Überholung inklusive eines vollständigen Service für Motor und Getriebe. Als Leichtbau-Version im Eins-A-Zustand und zusätzlich mit einer reichen Rennsport-Historie gesegnet, ragt dieser RS unter vielen ebenfalls attraktiven Angeboten nochmal heraus. 

Der weiße Ritter

Die Designsprache des großen Marcello Gandini benötigt keine zusätzlichen Verzierungen und Anbauten, um zu überzeugen. Saubere Linien und darauf abgestimmte Farben lassen seine Autos zugleich simpel wie majestätisch wirken. Dieser Lamborghini Diablo von 1991 steht sinnbildlich für diese puristische Design-DNA. Das abfallende Profil wird hier nicht vom optionalen Heckspoiler verunstaltet, und die Außenfarbe Weiß erzeugt eine fein austarierte Mischung aus Aggressivität und Eleganz. Auch wenn sein Besitzer zum Glück auf den Heckflügel verzichtete, leistete er sich ein für den Diablo sehr seltenes Zubehör – einen rund 10.000 US-Dollar teuren, im Armaturenbrett angebrachten Bréguet Chronometer. Der aus erster Hand stammende Lamborghini hat bislang nur rund 950 Kilometer zurückgelegt und ist ein Kampfstier für echte Connaisseure. 

Transatlantische Kooperation

Was könnte englischer sein als ein grüner Sportwagen im Regen? Fast nichts – es sei denn, ein Auto hat wie dieser 1954 gebaute Arnolt-Bristol Bolide starke Verbindungen in die USA. Als Idee des Industriellen Stanley H. „Wacky“ Arnolt aus Chicago wurde hier ein in der Bristol-Fabrik in Filton gebautes Bristol 404-Chassis mit einem 2,0-Liter-Motor und einer Karosserie von Bertone kombiniert. Von 130 gebauten Exemplaren des kurvigen Roadsters sollen heute nur noch weniger als 85 existieren, die meisten davon in den USA. Dieses Exemplar wurde in England restauriert und in seinen Originalzustand inklusive des korrekten Zweiliter-Bristol-Motors gebracht. Anfang September wird es beim Concours of Elegance im Hampton Court Palace gezeigt. Ein spannendes Auto für den Concours-Rasen oder die Mille Miglia. 

Lucky Number Five

Dieser Ford Dick Flint Roadster von 1931 steht für jene Gattung von Rennwagen, die amerikanische Fans bei lokalen Dirt Track-Rennen begeisterten und am Beginn einer Entwicklung standen, die ab den frühen 1930er-Jahren die typisch amerikanischen Midget Racers, Sprint Cars und Indy Roadster hervorbrachte. Einsitzer wie dieser „Cragar Special“ waren auf Leichtbau, Kraft und vor allem aufs Querfahren ausgelegt. Daher fehlen Vorderradbremsen, während die hinteren über einen außerhalb des Cockpits liegenden Hebel bedient wurden. Das zum Verkauf stehende Exemplar besticht noch mit dem damals bei Rennteams sehr beliebten Cragar OVH-Kopf sowie wunderschönen Details wie dem mit Luftschlitzen gespickten Vorderbau, den Lederriemen für die Haube und dem seitlich austretenden und verchromten Auspuff. Wir malen uns aus, wie viel Spaß machen würde, bei Fahren stets eine Hand an den Bremshebel zu legen – in Erwartung der nächsten staubigen Kurve.

Klein, aber gewaltig

Dies ist keine Möchtegern-Rallye-Replica, sondern ein waschechtes BMC-Werksauto. Genauer ein 1964 aufgebauter Morris Mini Cooper S, mit dem zwischen Februar 1965 und Mai 1966 Rallye-Giganten wie der kürzlich verstorbene Timo Mäkinen und Paddy Hopkirk unter anderen bei der Rallye Schweden, der österreichischen Alpenfahrt oder beim Circuit of Ireland in Aktion traten. Ab Mitte 1966 dann in Privathand, setzte der heiße Mini seine Karriere unter anderem bei der RAC Rallye und auf seinem Lieblings-Terrain – der Rallye Monte Carlo – fort. Das später nach Originalvorlagen komplett restaurierte Modell ist inzwischen ein Stammgast bei historischen Rennen in Goodwood und bietet die einmalige Chance, ein kleines Juwel britischer Motorsporthistorie zu erwerben.

Fotos: Maxted-Page Ltd / Symbolic International / Abbeyfield Sports & Classics LtdHyman Ltd. Classic Cars / Pendine Historic Cars

Der Classic Driver Markt bietet Tausende von klassischen und für Sammler interessante Autos zum Verkauf; täglich kommen neue Angebote hinzu. Sie finden auch eine Auswahl an klassischen Motorrädern sowie YachtenUhrenSammlerstücken und sogar Luxusimmobilienzum Verkauf.