Fünf Sammlerautos, die sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Jede Woche ist Verlass auf eine spannende Auswahl aus dem Classic Driver Markt. Dieses Mal gibt es den BMW M1 von Boney M., einen Porsche 959, der an der Paris-Dakar teilgenommen hat und den perfekten Alfa Romeo, um den 110. Geburtstag der großen italienischen Marke gebührend zu feiern.

Daddy Cool 

Dieser BMW M1 wurde am 22. Februar 1980 neu an den Erstbesitzer Herrn Franz Reuther aus Berlin ausgeliefert. Reuther war besser unter seinem Künstlernamen Frank Farian bekannt, Gründer und Frontman von Boney M., einer Popgruppe der siebziger Jahre mit unvergessenen Hits wie „Rasputin“, „Rivers of Babylon“ und „Daddy Cool“. Farian hatte im Lauf der achtziger Jahre viel Freude an seinem BMW und schenkte ihm ein Procar-inspiriertes Bodykit, das schon rein optisch den Übergang von den Swinging Seventies zu den exzessiven Achtzigern signalisierte. Dass dieser M1 auch noch das originale Becker Mexico-Radio und einen Clarion-Grafik Equalizer besitzt verleiht dem Sportwagen noch eine Portion Popstar-Coolness.

Der letzte der sinnlichen GT aus Maranello?

Wir wagen jetzt einfach diese Feststellung: Der von Pininfarina entworfene 550 Maranello ist der letzte wahrhaft schöne Frontmotor-V12, den Ferrari gebaut hat. Wir gehen noch einen Schritt weiter, denn ein manuell geschalteter 550 steht auf unser Liste der Autos, mit denen wir nach dem Lockdown einen ausgiebigen sommerlichen Roadtrip auf Europas schönsten Straßen unternehmen möchten, ganz weit oben. Erfreulicherweise bietet Konzept Heritage in Lissabon dieses schmucke, linkslenkende Exemplar von 1997 in Rosso Corsa mit schwarzem Leder an. Mit 70.000 Kilometer auf der Uhr scheint er seinem vorherigen Besitzer viel Freude bereitet zu haben. Und wir würden es genauso halten.

Der ultimative Porsche 911 mit Allrad

Es gibt nur sieben Werks-Porsche 959, die Motorsport-Versuchsfahrzeuge waren und drei davon sind in Privatbesitz. Dieses spezielle Exemplar wurde von dem großen belgischen Rennfahrer Jacky Ickx und Claude Brasseur 1985 bei der Paris-Dakar gefahren und ist Teil dieses exklusiven Trios. Es musste leider seine Führungsposition aufgeben, als es mit einem versteckten Felsstück kollidierte. Das Porsche Museum hat diesen Elfer in seinem ganzen wunderbaren geschundenen und verschrammten „as-raced“-Zustand erhalten – bis 2014, als der 959 an einen amerikanischen Sammler verkauft wurde. Dieser Enthusiast hat die Schäden an der Front mit großer Sorgfalt instandsetzen lassen und zeigte danach diesen Motorsportveteran bei einer Reihe von kalifornischen Events wie Rennsport Reunion und Luftgekühlt. Diese veritablen Paris-Dakar-959 mit Allrad zählen ohne Frage zu den seltensten und begehrtesten Werksrennwagen von Porsche.

Tanti Auguri, Alfa Romeo

Natürlich muss es diese Woche aus Anlass des 110. Geburtstags der legendenreichen Mailänder einen Alfa Romeo in unserer Auswahl geben. Dieses Auto, der vermutlich ursprünglichste Giulia Sprint GTA, den es noch gibt, ist ein mehr als würdiger Vertreter einer Spezies für dieses Jubiläum. Dieses Modell von 1965 war zunächst in der französischen Presseflotte im Einsatz und beeindruckt heute mit seinem hervorragend erhaltenen Zustand. Eine echte Zeitreise zurück. Und die von Franco Scaglione entworfene Bertone-Karosserie steht stolz und unglaublich anziehend zu ihrem epochalen Design.

Der Track-Day lockt

In technischer Hinsicht ist dieser extrem seltene Renault Sport Spider letztlich ein umgewandelter Clio Williams. Das komplette Auto mit seiner offenen Glasfaserkarosserie und dem Spaceframe-Chassis in Leichtbau wiegt nur 930 Kilo, die zusammen mit dem verlässlichen und unkomplizierten in der Mitte montierten und über 150 PS starken 2,0-Liter-Vierzylinder für ein lebhaftes, wenn nicht gar atemberaubendes Fahrerlebnis sorgen. Aber damit nicht genug: Diese Sport Spider sind selten, vor allem jenem, die den Zustand dieses Exemplars von 1998 aufweisen. Es wurde bisher gerade einmal 12.682 Kilometer bewegt.

Fotos: Konzept Heritage, Dylan Miles Ltd., Joe Macari, Girardo & Co., Classic Youngtimers Consultancy