Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in die Garage stellen sollten

Wie wäre es mit einem tapferen kleinen Fiat Panda 4x4, der sich dem härtesten Gelände stellt? Oder ein BMW M1 Procar, der sich durchaus die Pole Position bei der diesjährigen Le Mans Classic sichern könnte. Hier sind die jüngsten Highlights aus dem Classic Driver Markt.

Sie haben ihn gefunden!

Der Montecarlo besitzt alle Tribute, die einst Lancia zu einer großartigen Marke reifen ließen. Mit weniger als 1.000 Kilo ein Leichtgewicht, dazu selten, weil unter 8.000 Stück gebaut wurden, sehr gutes Handling und innovative technische Merkmale wie die Einzelradaufhängung hinten. Allein sein Aussehen war ein Versprechen. Nun ja, es gab aber auch Qualitätsprobleme, die so gravierend waren, dass Lancia tatsächlich die erste Generation vom Markt nahm, um ans Wesentliche zu gehen. Hier die Spreu vom Weizen zu trennen erfordert Ausdauer, weil so viele mangelhafte Exemplare am Markt sind. Aber die Suche nach einem strukturell überzeugenden Montecarlo hat sich mit diesem wunderschön erhaltenen Spider von 1978 schon gelohnt. Und dann kann man im Vorbeifahren in den Fensterfronten diese geschärfte Silhouette von Pininfarina immer wieder genießen.

Verlockendes Wiedersehen

Er zählte zu den wirklich beherzten Privatfahrern im Motorsport: Alain de Cadenet schwor sich, alle die großen Werksportwagenteams in einem Auto, das er selbst gebaut hatte, zu schlagen. Der Grund: Enzo Ferrari hatte sich geweigert, ihm 1971 einen 312PB zu verkaufen. Den Traum eines Sieges in Le Mans konnte de Cadenet nie realisieren, aber er wurde dann doch 1976 Gesamtdritter an der Sarthe zusammen mit Chris Craft in genau diesem Lola-basierten T380, Chassis HU1. Als wir mit ihm beim Goodwood Revival 2015 darüber sprachen,, sagte Alain de Cadenet: „Wir sprangen nie aufs Podium, weil wir gar nicht wussten, wo es aufgebaut worden war. Niemand kam uns holen. Wenn sie die Bilder von den Siegern in dem Jahr ansehen, sind wir nicht dabei. Aber es ging nie um diese Glorie. Es war etwas Persönliches, denn ich machte etwas, das ich mir so sehr wünschte.“ Der frisch überarbeitete Prototyp ist bereits für die Le Mans classic in diesem Sommer zugelassen. Alain und dieses Auto nach all den Jahren wieder zu vereinen, wäre ein bewegender Moment.

Im Schatten der Protagonisten

Die legendäre Kollision von Jacques Villeneuve und Michael Schumacher in Jerez sorgte in der Formel 1-Saison 1997 für weltweite Schlagzeilen. Aber es sollte nicht vergessen werden, dass Villeneuves Teamkollege Heinz-Harald Frentzen über die Monate einen ausgezeichneten Job gemacht hatte : Er sicherte immer wieder Punkte, die schließlich auch Williams zur Konstrukteursmeisterschaft führten. Der von Adrian Newey entwickelte FW19 mit Frentzen 1997 14 der 17 Rennen bestritt, ist jetzt nach einer umfassenden Restaurierung durch Williams nicht nur fahrbereit, sondern steht jetzt zum Verkauf. Von besonderer Bedeutung ist auch, dass dieses spezielle Chassis den Großen Preis von San Marino in Imola gewann.

Ready to race 

 

Sam Hancock, einer der wenigen, die von sich sagen können, dass historischer Motorsport ihr Beruf ist, hat unzählige Autos gefahren. Aber dieser ganz spezielle BMW M1 Procar ist sein absoluter Liebling. Nicht nur wegen der aberwitzigen Leistung und der Lärmentfaltung, sondern weil der BMW zu den Handvoll Fahrzeugen zählt, die er zusammen mit Graber Sport modifizieren durfte, um es für den früheren, nicht professionellen Fahrer vorzubereiten. „Ich genoss das Privileg, dieses Chassis im Lauf der letzten drei Rennsaisons mit seinem Besitzer zu teilen. Ich bin stolz wie geradezu wohlwollend und sicher das Gleichgewicht des Handlings geraten ist. Bei jüngsten Ausfahrten deutete sich an, dass das Fahrzeug das Potenzial für Rundenrekorde hat“, teilte er auf Instagram mit nachdem er entdeckte, dass der M1 auf der Rétromobile zum Kauf angeboten worden war. „Für mich zählen M1 Procars zu den am meisten berauschenden und genussvollsten Rennwagen, die ich je erleben konnte…und ich war am Steuer von einigen! Vergessen Sie bloß nicht Ihre Ohrstöpsel.“

Rettet den Panda

Inzwischen hat sich herumgesprochen, wie sehr wir bei Classic Driver den Fiat Panda 4x4 verehren. Als diese seltene Sisley Special Edition auf unserer Website auftauchte, mussten wir heftig an uns halten, um nicht das Konto zu plündern. Mit über 100.000 Meilen auf der Uhr wurde diesem Panda viel Freilauf gegönnt. Aber der Zustand insgesamt belegt wie robust Giugiaros kleines Geländemobil für alle Lebenslagen tatsächlich ist. Er verfügt sogar über Winterreifen mit Spikes. Auf nach St. Moritz bevor die Skisaison vorbei ist!

Fotos: Springbok Sportwagen GmbH, William I’Anson, BV Collector Car Auctions, Girardo & Co., Tom Marques Deluxe Car