Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in die Garage stellen sollten

Von einem seltenen US-Supercar, das sein eigenes Poster verdient hätte, bis zu einem von uns bewunderten Konzeptfahrzeug, das es leider nicht zur Serie schaffte, hält der Classic Driver Markt diese Woche einige Schätze parat.

Eine zweite Chance

Ford hatte nie vor, das hinreißende Jaguar XK180-Konzept nach seiner Enthüllung 1998 für den Serienlauf durchzuwinken, denn die britische Marke wollte noch möglichst viele XJ220 verkaufen. Aber es gibt eine Reihe von kleinen Firmen, die sich der Konstruktion authentischer Repliken verschrieben haben. Dieser bemerkenswerte Nachbau wurde detailgenau von einem niederländischen Spezialisten gefertigt und ist so überzeugend wie das ursprüngliche Concept Car. Was ebenfalls für diesen XK180 spricht, sind seine Leistungsdaten: Der aufgeladene V8 mit 4,0 Litern Hubraum bewegt ein Fahrzeuggewicht von 1.200 Kilo und erlaubt dem Roadster den Sprint von 0 auf 100 Stundenkilometern in 4,5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit Richtung 290 km/h.

Teenagertraum

In der Automobilgeschichte der US rangiert Vector eher als kuriose Fußnote, denn das Ziel, große Europäer wie Ferrari, Lamborghini und Lotus auf deren Terrain herauszufordern, wollte nie so richtig gelingen. Doch es gelang der Marke dennoch, eine kleine Reihe von kühnen Supersportwagen zu entwickeln, die es eher verdient hätten, als Poster ein jugendliches Schlafzimmer zu beleben, als die wutschnaubenden Stiere von Sant´Agata oder die springenden Pferde von Maranello. Bei diesem Exemplar in lila handelt es sich um einen Vector M12 von 1996 , der fünfte von nur insgesamt 15 gebauten Modellen, und angetrieben vom 5,7-Liter-V12 aus dem Lamborghini Diablo. Verrückt, oder?

Wenn man keine Kosten scheut

Damit der F1 GTR weiter seine Rennzulassung behalten durfte, modifizierte McLaren vor der Saison umfassend und drastisch die Karosserie - mit der Folge, dass das Unternehmen nun eine straßentaugliche Version mit Namen F1 GT nachschieben musste. Wegen der aerodynamisch vergrößerten Heckpartie wurde das Auto auch als „Longtail” bekannt. Nur drei F1 GT wurden gebaut, wobei McLaren den dunkelgrünen Prototyp behielt. Als der ursprüngliche Besitzer dieses McLaren 675LT von 2016 seinen Slot für Konstruktion erhielt, überlegte er sich eine Hommage an den einmaligen F1 und investierte bei MSO über 120.000 Pfund, um sein Auto dem grünen GT so ähnlich wie nur möglich zu machen. Die Liste der fabrikseitigen Sonderanfertigungen wird durch eine Dachhutze aus Karbonfaser gekrönt, die allein schon 27.000 Pfund kostete!

Sessanta

Erst letzte Woche haben wir uns mit der Frage beschäftigt, was einen „modernen Klassiker” ausmacht. Als Beispiel für diese Überlegungen diente uns ein selten schöner grauer Ferrari 612 Scaglietti. Bei der Premiere dieses großzügig entworfenen 2+2 Grand Tourer war die Resonanz geteilt, aber wir fanden ihn immer sehr attraktiv. Dieses beeindruckende Exemplar ist eine von 60 ultra luxuriösen Sessanta-Versionen, die als Hommage an das 60. Jubiläum von Ferrari gebaut worden waren. Bis ins letzte Detail der Ausstattung wirkt dieses noble Modell - wenn das kein Widerspruch wäre - auffallend unauffällig.

Think pink!

Mit diesem pinkfarbenen Maserati 4200 Trofeo von 2005 könnten Sie an zwei der attraktivsten Events in 2020 teilnehmen: an den Challenge & GT Days auf dem österreichischen Red Bull Ring und der Endurance Racing Legends-Vorführung während der Le Mans Classic. Dieses einnehmende Chassis war nur einmal beim Trofeo Maserati 2006 am Start - damals in Silverstone saß Carlo Romano am Steuer. Der Maserati zeigt nur 1.400 Kilometer auf der Uhr und wirkt, als wäre er in bestem Zustand. Und diese spezielle Farbe? Der ursprüngliche Besitzer wollte einfach nur auffallen.

Fotos: DK Engineering, Sports Classics Geneva, Automobilia Franco Lembo, Curated, Classic Youngtimers Consultancy