Die schönsten Klassiker und Supercars beim Salon Privé 2014

Eigentlich wollten wir schon die Regenschirme und Gummistiefel einpacken – doch in letzter Minute hatten die Wettergötter von West London ein Einsehen und schenkten dem diesjährigen Salon Privé zum Eröffnungstag zumindest ein paar Sonnenstrahlen.

Konzeptstudien und Supercars

Auch die Gäste waren zur neunten Ausgabe der „automobilen Cocktailparty“ zahlreich erschienen – nicht nur wegen des Champagners und der Langusten, die zur allgemeinen Aufheiterung gereicht wurden. Begrüsst wurde man gleich hinter dem Eingangsbereich von einem LaFerrari-Trio (inklusive des kermitgrünen Exemplars von Jay Kay) und dem einzigartigen Ferrari F12 TRS. Dem Supercar-Reigen hatten sich neben den obligatorischen Markenbotschaftern von Pagani, Koenigsegg und Bugatti auch einige Concept Cars angeschlossen – darunter etwa ein Morgan SP1 sowie der Lamborghini 5-95 Zagato und der Mini Superleggera Vision, die bereits beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2014 enthüllt worden waren.

Die Höhepunkte des Concours d'Elegance

Doch für die meisten Besucher war die Schau der neuesten, schnellsten und teuersten Sportwagen nur der Vorgeschmack auf die Klassiker beim Concours d’Elegance, der wie in den Jahren zuvor auf dem hinteren Teil des Anwesens stattfand. Mächtig Eindruck machten die Themenklassen – etwa die zehn Exemplare des Ferrari 275, vier Jaguar D-Type und ein XKSS sowie Klassiker mit Karosserie von Zagato, darunter ein Aston Martin DB4GTZ und ein Ferrari 250 GTZ. 

Auch in der gemischten GT-Klasse konkurrierten Ferrari-Ikonen vom Kaliber eines 250 GT Tour de France, 250 SWB und 250 LWB California Spider mit britischen Legenden von AC, Aston Martin, Bentley und Jaguar. Letztlich kürte die Jury um Derek Bell, Ian Callum und Andrea Zagato den als "OKV 1" bekannten Jaguar D-Type aus dem Le-Mans-Trio von 1954 zum „Best of Show“.

Motorräder von Rang und Namen

Auch die Zweiräder machen beim Salon Privé immer mehr an Boden gut. In diesem Jahr fanden sich im Wettbewerb 14 außergewöhnliche Motorräder mit Jahrgängen von 1937 bis 2013. Und ganz egal, ob das Bikerherz nun für eine Brough Superior SS100, Norton International, MV Agusta 750 F4, die Millyard mit V10-Viper-Motor oder die frisch enthüllte Mac Sput schlug – die Auswahl der Organisatoren war erstklassig. Auch zwischen den Supercars fand sich mit der rund 140.000 Euro teuren Midual Type 1 aus Frankreich ein zweirädriges Gegenstück zu Ferrari, Lamborghini und Co. 

Unsere Favoriten - seit 50 Jahren nicht gewaschen

Bei soviel poliertem Lack und Chrom ist es geradezu erfrischend, einen unrestaurierten Klassiker auf dem Rasen zu entdecken. So schlug unser Herz in diesem Jahr beim Salon Privé vor allem für ein 1953 Frazer Nash Le Mans Coupé, das seit seinem Klassensieg am 24-Stunden-Rennen vor gut 50 Jahren weder gewaschen noch gesaugt, dafür aber bei allen wichtigen Rennen wie Goodwood Revival und Mille Miglia bis ans Limit bewegt worden zu sein scheint. Ebenfalls auf unserer persönlichen Shortlist landeten: Das wunderbare 1952er Ferrari 212 Inter Coupé von Vignale, der zeitlose Facel Vega HK500 und der Mercedes-Benz 600 Pullman Presidential „Long Top“ Landaulet – auch wenn das Flaggschiff mit Josip Broz Tito einen eher unsympatischen Vorbesitzer hat. 

Car-Shopping beim Salon Privé

Auch viele Londoner Automobilhändler wie Bramley, DK Engineering, Romans, Simon Furlonger, Tom Hartley and Tom Hartley Jnr waren beim Salon Privé vertreten - zahlreiche der käuflichen Klassiker hätten durchaus das Format gehabt, beim Concours d'Elegance mitzustreiten. Am Donnerstagabend lädt zudem Silverstone Auctions zu einer hochkarätigen Versteigerung mit klassischen und modernen Ausnahme-Automobilen, die man sich nicht entgehen lassen sollte. 

Fotos: Jan Baedeker for Classic Driver © 2014

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