Die Le Mans Classic 2016 verspricht 24 Stunden Hochspannung

Am kommenden Wochenende werden am legendären Circuit de la Sarthe rund 110.000 Zuschauer für die alle zwei Jahre stattfindende Le Mans Classic erwartet. Das Motorsportspektakel bietet diesmal erstmals ein Rennen mit 48 Gruppe C-Prototypen aus den 1980er Jahren.

In der Hitze der Nacht

Lange zwei Jahre sind seit dem letzten Event vergangen und jetzt steigt die Spannung und die Vorfreude auf die Le Mans Classic, bei der an diesem Wochenende über 800 historische Rennwagen Tag und Nacht um den sagenumwobenen Circuit de la Sarthe jagen werden. Nach dem Rennen um die „Jaguar Trophy” und den Gruppe C-Gastauftritten als Publikumslieblinge in spe, gibt die Startflagge am Samstag um 15 Uhr dann den Wettkampf frei für die packenden 24 Stunden. Es gibt sechs unterschiedliche Startaufstellungen, die durch eine Epoche definiert werden und jeweils rund 70 Fahrzeuge umfassen. Im Lauf der 24 Stunden werden für jede dieser Gruppen oder Plateaus drei Rennen abgehalten. Das ermöglicht den Teilnehmern, diesen anspruchsvollen Kurs so wie einst die früheren Rennfahrer unter den unterschiedlichsten Bedingungen zu erleben. Dazu zählen natürlich die Runden im grellen Licht des Sonnenaufgangs wie das Erfassen des Kurvenscheitelpunkts in der nur von alten Scheinwerfern beleuchteten Dunkelheit der langen Rennnacht. Allein die Teilnehmerliste vermittelt schon einen Vorgeschmack auf dieses hochkarätige Wochenende: Mit dabei sind Rennwagen aus fünf Dekaden - von den 1920er und 1930er Jahren bis zu den Gruppe-5-Prototypen der späten 1970er Jahre. An der Sarthe tummeln sich unter anderem elf Ford GT40, vier Porsche 904 und acht Vorkriegs-Bentleys.

Helden der Rennstrecke

„We can be heroes, just for one day!” Man denkt angesichts der Startauffstellung unweigerlich an den Hit von David Bowie. Nehmen zahlreichen Gentleman Drivers geben sich aber auch zehn vormalige Le Mans-Sieger die Ehre: Beispielsweise der fünffache Champion Emanuele Pirro, der unter anderem einen Gruppe 5- Lancia Beta pilotieren wird, und zur Freude der französischen Fans auch der einzigartige Henri Pescarolo, der 33 Mal in Le Mans an der Start ging. Auch abseits der Rennstrecke ist für Unterhaltung gesorgt. Artcurial lädt zum Le Mans Classic Sale - einer Auktion, die von ihrem französischen, leicht chaotischen Flair lebt. In der Nähe der Dunlop-Brücke wird ein Drive-in-Kino aufgebaut sein und für Rennbummler  hunderte von Shops und Buden mit Automobilia aller Art. Ein Tipp von Classic Driver: Man sollte sich gleich einen guten Platz an der Arnage-Kurve sichern. Es gibt wohl im Motorsport kein so unmittelbar packendes Erlebnis, wie die brüllende Meute von hochmotorisierten Rennwagen, die aus dem Wald auf das Hindernis mit flammenden Auspuffrohren und glühenden Bremsscheiben zuschießen. 

Fotos: Rémi Dargegen für Classic Driver © 2016

Classic Driver berichtet von der Le Mans Classic 2016 mit freundlicher Unterstützung des offiziellen Event-Sponsors Richard Mille. Einen Überblick aller Artikel finden Sie hier.