Der Rinspeed R69 war eine heiße Affäre zwischen 911 und Testarossa

Als Frank Rinderknecht, Gründer der gleichnamigen schweizerischen Tuning-Manufaktur, zum ersten Mal den Porsche 930 betrachtete, vermisste er ein wenig italienisches Flair. Also ließ er sich, sehr offensichtlich, vom Ferrari Testarossa inspirieren und schuf diesen Rinspeed 911 Turbo.

Wir könnten uns nur zu gut den US-Pianist Liberace im weißen Porsche Testarossa, Verzeihung 911 Turbo, vorstellen. Weil diese weiße Flunder einfach so herrlich exzentrisch daher kommt. Ob Frank Rinderknecht seinen Entwurf „R69“ taufte, weil hier zwei hinreißende Supersportwagen in ungewöhnlichem Winkel aufeinander treffen, können wir allerdings nur mutmaßen.

Hauptsache auffallen

In den 1980er Jahren gab es eigentlich nur einen triftigen Grund, warum man seinen Sportwagen in eine Tuning-Garage brachte: Weil man auffallen wollte. Und genau das gelang mit dem R69. Es war ganz einfach die Zeit der unkonventionellen Body-Kits, die oft die Grenze des guten Geschmacks übertraten. Doch heute gibt es interessanterweise wieder einen Markt für diese Achtzigerjahre-Exoten. Der hier Gezeigte hat gerade einmal 67.500 Meilen gelaufen und steht aktuell beim britischen Händler Specialist Cars of Malton zum Verkauf. Der Wagen war ausschließlich in Besitzt ein- und derselben Familie. Im letzten Jahr wurde der Motor neu aufgebaut und der Turbolader überholt. Wer ein besonderes Relikt aus den wilden Tuningjahren sucht, kommt am Rinspeed R69 nicht vorbei – und sollte schon einmal seine Jan-Hammer-Kassette herauskramen und etwas Turbo Cologne auftragen.

Klassiche Porsche 911 Turbo stehen im Classic Driver Markt zum Verkauf.