Aspid GT-21 Invictus: Der Unbesiegbare

Spanien dreht kräftig am Rad. Auch im längst gesättigt scheinenden Segment der Supersportwagen. Genau da will der 450 PS starke Aspid GT-21 Invictus mit BMW-V8-Motor und martialischem Auftritt für Furore sorgen. Echte Faszination oder einfach nur Hybris? Wir gehen der Sache auf den Grund.

Was treibt die Spanier an? Trotz revolvierender Dauerpremiere auf den Automobilsalons und Festival-Veranstaltungen kommt der GTA Spano nicht so richtig aus den Startlöchern. Auch vom Hispano Suiza haben wir lange nichts mehr gehört, geschweige denn gesehen. Nun also Aspid. Die Marke ist nicht unbekannt. Schon vor einiger Zeit führte uns der junge Ignacio Fernández Rodriguez mit dem Aspid Super Sport seine Version eines Sportwagens vor – ein schon ehemals sehr eigenwilliger Entwurf.

Eigenwillig kommt auch der 450 PS starke Aspid GT-21 Invictus daher. Das Coupé mit den freigestellten Rädern in der Front wirkt doch eher wie ein Derivat aus dem Fuhrpark von Batman & Co. Dennoch ist der „Unbesiegbare“ ausdrücklich als Serienmodell geplant. Hört, hört. Es handelt sich um ein „Multi-Millionen-Projekt“, welches im gebeutelten Spanen „über 200 Jobs im High-Tech-Bereich schaffen wird“ – so verspricht es die Firma. Immer vorausgesetzt, dass sich eine ausreichende Nachfrage nach dem Produkt einstellt.

 

Aspid GT-21 Invictus: Der Unbesiegbare Aspid GT-21 Invictus: Der Unbesiegbare
Aspid GT-21 Invictus: Der Unbesiegbare
 

Der Aspid Invictus ist größer und komfortabler als das frühere SS-Modell ausgelegt. Und bietet mehr Kraft. Herzstück ist ein 4,4 Liter V8-Motor aus dem Hause BMW, der auch von anderen Kleinstserienherstellern gerne für die Traum-Mobilisierung genutzt wird. Die Kraft von 450 PS trifft auf ein Trockengewicht von 990 Kilogramm. Das ist fraglos eine scharfe Kombination. Die soll für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als drei Sekunden genügen. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei über 300 km/h liegen. Aufgrund des vergleichsweise geringen Gewichts dürfte laut Hersteller auch die erzielbare Kurvengeschwindigkeit weit über dem Durchschnitt liegen. Geschaltet wird mittels Doppelkupplungsgetriebe und F1-Schaltung am Lenkrad, gebremst mit Doppelkolbenbremsen und besonderen Hochleistungsscheiben, so Aspid.

 

Das Design des aggressiv gestylten Keils stammt von IFR Automotive. Es entsagt schon optisch den landläufigen Konventionen, was vor allen Dingen an der eigenwilligen Front mit den freigestellten Rädern liegt, die als Markenzeichen von Aspid herhalten sollen. Ansonsten erinnert der als 2+2-Sitzer ausgelegte GT in der Silhouette ein wenig an den Mercedes-Benz SLR McLaren. Das Heck des knapp 4,50 Meter langen Sportwagens kommt einem „astonishing“ vor. Nun denn, es hat noch nie geschadet, große Vorbilder zu haben. Im Ergebnis wirkt das Design des Invictus immerhin kohärent und nicht wie ein Origami-Puzzle. Die aus Verbundmaterial gefertigte Karosse des Invictus ist insgesamt 1,88 Meter breit und 1,23 Meter hoch.

250 Exemplare sollen jährlich entstehen. Reichlich Individualisierungsmöglichkeiten sind selbstredend gegeben, genauso wie ausreichend Stauraum an Bord für das Gepäck der Insassen. Jeder zukünftige Eigentümer soll zudem eine besondere Chronik in Buchform erhalten, welche den Bau seines Fahrzeugs genau dokumentiert. Aspid verspricht für den neuen Hecktriebler zudem ein funktionierendes Händlernetzwerk. So sieht sie aus, die heile Welt der Supersportwagen. Wenigstens in der frühen Phase. Hoffen wir, dass beim „Unbesiegbaren“ nicht gleich der Realitätsschock folgt. Denn das gebeutelte Spanien hat durchaus mal wieder eine automobile Erfolgsgeschichte verdient. Und eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein kann dabei nicht schaden.


Fotos: Aspid

Aspid Webseite: www.aspidcars.com