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5 Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Ein Mercedes G-Modell, das mit dem Wolf tanzt, ein nur 44-mal gebauter Nissan GT-R, ein Ferrari-Einhorn aus Deutschland und eine brave US-Limousine, die bei Classic-Rennen Mustangs abhängt – unsere wöchentlichen Marktfunde überraschen selbst Experten und Automobil-Historiker immer wieder aufs Neue.

 

Ferrari Speedster mit deutschen Wurzeln 

Bernd und Jutta Michalek gründeten 1979 in Mainz einen auf Umbauten und Kleinserien spezialisierten Karosserie- und Modellbaubetrieb, der auch exklusives Zubehör wie ein sturmsicheres Soft-Top für die Ferrari 550 Barchetta entwickelte. 1993 entstand dort auf Basis eines Ferrari 328 GTS die Konzeptstudie Conciso – zu deutsch „bündig“ oder „knapp“. Der Name war Programm, wie das im Stil eines Speedsters gezeichnete Design bewies. Die keilförmige und türlose Alu-Karosse ließ Michalek in Italien fertigen – sie senkte das Gewicht um 30 Prozent auf lediglich 890 Kilo. Mit Türablagen für zwei Helme (als eine Verbeugung vor dem Lancia Stratos) erregte der Conciso auf der IAA von 1993 viel Aufsehen. Nach Jahren in Belgien, wo er 2014 eine Straßenzulassung erhielt, befindet sich das Unikat seit 2018 in den USA, wo es unter anderem (dynamisch) in einer Show von J Lenos Garage und (statisch) im Petersen Museum zu sehen war. Nun wird dieser einzigartige Ferrari mit deutschen Designwurzeln bei RM Sotheby’s Sealed Auktion versteigert.

 

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Von Daytona nach Goodwood

Auf Youtube kann man unter dem Schlagwort „American V8 Muscle, 2021 Pierpoint Cup Highlights“, in einem 2:26 Minuten langen Video noch einmal miterleben, wie dieser Studebaker Lark Daytona 500 die versammelte Ford-Armada aus Mustang, Falcon und Galaxy das kantige Heck zeigte. Der Daytona war die höchste Ausstattungsline der in erster Generation von 1959 bis 1961 gebauten „Kompaktlimousine“ der Studebaker-Packard Company und konnte als einziges Modell seines Segments neben einem Sechs- auch mit einem Achtzylinder-Motor geordert werden. Dieses speziell für historische Motorsport-Events aufgebaute Exemplar wird von einem 430 PS starken Chevy-V8 aus der PS-Küche von Peter Knight angetrieben und steht nun zusammen mit Ersatzrädern und -karosserieblechen zum Verkauf. Als Gesamtsieger der St Mary’s Trophy bei der Goodwood SpeedWeek 2020 und Gewinner des Pierpoint Cups ist dieser nur auf den ersten Blick eher harmlos wirkende Publikumsliebling bereit, um in Goodwood oder bei Straßenrallyes wie Modena Cento Ore oder der Rewind Tour of Britain vermeintlich stärkere Gegner erneut zu düpieren.

 

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Ein Traum in Himmelblau 

Dieser 911 (930) Turbo 3.3 von 1985 stammt aus der frühen Schaffensphase der 1978 gegründeten Porsche „Sonderwunsch“-Abteilung. Als unter Leitung des legendären Rolf Sprenger individuelle Wünsche noch in einem besonders engen Dialog zwischen Kunde und Werk erfüllt wurden. Wie in diesem Fall jene von Vater und Sohn Werner und Christoph Fartak aus Lahr, die neben diesem 930 auch einen 964 Turbo, einen Turbo S Leichtbau und einen 993 GT2 in der Sonderwunsch Farbe Coppa Florio Blue orderten. Zusätzlich zur je nach Lichteinfall zwischen Weiß und Himmelblau changierenden Farbe heben Lufteinlässe in den hinteren Kotflügeln, breitere Seitenschweller und in Wagenfarbe lackierte Felgen diesen 930 Turbo von einem Standard-Modell ab. Ein auf den damaligen Porsche Designchef Anatole Lapine zurückgehendes Detail ist der per Hand auf die Felgenkränze aufgetragene dunkelblaue Zierstreifen. Der bei P1 Cars in Barcelona stehende Turbo präsentiert sich mit Matching-numbers-Antrieb und unrestauriert – als authentischer Überlebender einer Zeit, in der Porsche kein Wunsch zu viel war.

 

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Wer hat Angst vor diesem Wolf? 

Dieses Mercedes G-Modell aus 1991 gehört zu den einst für die deutsche Bundeswehr und viele weitere Streitkräfte gebauten „Wolf“-Modellen. Mit nur zwei Türen, einem Stoffverdeck, kurzem Radstand, abklappbarer Windschutzscheibe und robustem Diesel (OM602). An diesem 250 GD erinnert jedoch zumindest optisch nichts mehr an den militärischen Einsatzzweck, im Gegenteil. Die Lackierung in Emerald Green Metallic und ein Soft-Top in Cognac samt farblich dazu passendem Leder-Interieur mit Holzeinlagen lassen ihn vielmehr recht edel wirken. Der mit einem originalen Mercedes-Austauschmotor bestückte „G“ wurde im Rahmen einer aufwendigen Restaurierung (mit Trennung von Aufbau und Rahmen) bis in die letzte Ritze gereinigt, gelasert, neu lackiert, hohlraumversiegelt und was sonst noch dazugehört. Zugeständnisse an die Moderne sind eine Klimaanlage, Sitzheizung, ein Infotainment-System und eine Rückfahrkamera. Nun wartet dieser Wolf im edlen Pelz auf die nächste Ausfahrt – doch würden Sie trotz des bekannt kompetenten Allradantriebs dieses wirklich schöne Exemplar in schweres Gelände schicken?

 

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Der Godzilla unter den Godzillas 

1995 führte Nissan als besonders heiße Version der vierten Skyline GT-R-Generation (R33) den 400R ein, wobei „400“ für die PS-Zahl und „R“ für Racing stand. Gesamtentwicklung und -planung des seit dem R32 als Godzilla, das Ungeheuer aus Japan, bekannten GT-R oblag der Motorsport-Division Nismo, worauf Details wie die Stoßdämpferbrücke, die Felgen, die Bremsbeläge oder die Rennschalensitze hindeuten. Der von Nismos Motorenschmiede REINIK von 2,6 auf 2,8 Liter vergrößerte Bi-Turbo-V6 entwickelte dank durchzugsstärkerer Turbos, effizienterer Ladeluftkühlung und weiterem Feintuning 470 Nm und beschleunigte den 400 R in unter vier Sekunden von 0 auf 100 km/h. Ein Aero-Kit mit neu modellierter Haube und einstellbarem Heckspoiler aus Kohlefaser optimierten die Aerodynamik des 300 km/h schnellen GT-R. Nismo plante den Bau von 100 Einheiten, am Ende wurden es aber nur 44. Darunter dieses rechtsgelenkte Exemplar in der Farbe Sonic Silver mit Chassisnummer 020, das fast drei Jahrzehnte in Japan verbrachte und erst kürzlich in die USA gelangte. Wo es während der Monterey Car Werk im August bei der Quail-Auktion von Broad Arrow auf einen neuen Godzilla-Bändiger warten wird.

 

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