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5 Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Ein Porsche 935, der nie ein Rennen bestritt, ein ultimativer Mercedes R129-SL, ein 996-Porsche mit japanischer Aura und ein Gruppe B-Kraftzwerg in ikonischer Tabaksponsor-Livery – zusammen mit einem Ferrari aus der goldenen GT-Ära bilden diese muskelbepackten Boliden die Marktfunde der Woche.

 

Finales Hurra für den 935

Dieses schwarze Monster war der zweite von nur zwei in der Kölner Rennwagenwerkstatt der Brüder Kremer aufgebauten 935 K4. Im Gegensatz zum Chassis 01, das ausführlich in Europa und später in den USA zum Einsatz kam, bestritt Chassis 02 kein einziges Rennen. Nachdem es zur IMSA-Saison 1981 an Interscope Racing geliefert worden war, zog Teamchef Ted Field einen der neuen Lola T600 als Einsatzfahrzeug dem K4 vor und ließ ihn nach nur wenigen Testkilometern einlagern.

Nach mehreren Besitzerwechseln erwarb der für Porsche-935-Restaurierungen bekannte Bruce Canepa 2018 den K4 mit der klaren Vision, das über 800 PS starke Monster wieder in den Auslieferungszustand zurückzuversetzen. Dazu begann sein Team mit einer Auffrischung und Sichtung aller Verästelungen des Aluminium-Rohrrahmens, bis dieser wieder wie neu wirkte. Auch der Biturbo-3,2-Liter-Boxer wurde komplett überholt, gleichfalls die gesamte Karosserie, das Fahrwerk und etliche weitere Teile, sodass K4/02 auch mechanisch wieder in dem Zustand ist, in dem er 1981 Köln Richtung Amerika verlassen hatte. Nun steht dieser vielleicht aggressivste Porsche 935 aller Zeiten nach acht Jahren erstmals wieder zum Verkauf. Noch immer mit einschüchternder Präsenz will er mit dem passenden Fahrer allen Gegnern bei historischen Rennen sein imposantes Heck zeigen.

 

 

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Italienische Skulptur in Bewegung

Kaum ein Auto verkörpert eine goldene GT-Ära, in der Stil und Geschwindigkeit in perfekter Harmonie miteinander verschmolzen, so wie ein Ferrari 275 GTB/4. Dank der zeitlos-eleganten Karosserie von Pininfarina, von den großartigen Karosseriebauern bei Scaglietti in Form gebracht, und mit technologischen Glanzlichtern wie dem ersten Ferrari-V12 mit vier obenliegenden Nockenwellen, hinterer Einzelradaufhängung und Transaxle-Bauweise für die ideale Gewichtsverteilung gesegnet. All diese Tugenden kamen auch diesem betörenden Exemplar Baujahr 1967 zugute, das in seiner originalen Auslieferungsfarbe Grigio Argento erstrahlt – kombiniert mit einer Innenausstattung in schwarzem Connolly-Leder.

Was dieses Modell jedoch besonders auszeichnet, sind sein exzellenter Gesamtzustand und das hohe Maß an Authentizität – verbrieft durch die Ferrari-Classiche-Zertifizierung. Der letzte Eigentümer leitete eine behutsame Restaurierung ein, die mit einer sich allein über zwölf Monate erstreckenden Neulackierung begann. Rechnungen aus dem Zeitraum zwischen 2012 und 2016 von über 125.000 Euro belegen, wie viel Aufwand betrieben wurde, um einer der ikonischsten Berlinettas von Ferrari mechanisch wie optisch ihren einstigen Glanz zurückzugeben. Mit aktuell 54.800 Kilometern – wovon seit der Motorüberholung knapp über 10.000 Kilometer entfallen – steht dieser 275 GTB/4 nun in Monaco zum Verkauf. Als Zugeständnis an die Moderne wurde eine Servolenkung nachgerüstet – nach Ansicht des Verkäufers für den heutigen Straßenverkehr schlicht unverzichtbar.

 

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Maximum Metro

Der MG Metro 6R4 zählt zur Riege brutaler Rallye-Kraftpakete der Gruppe B, stieß jedoch mit seiner Einführung im Mai 1985 erst recht spät zu dieser illustren Runde. Ausgestattet mit einem quer hinter den Sitzen montierten und von Williams Grand Prix Engineering entwickelten 2,9-Liter-V6-Saugmotor übertrug dieser kompakte Kraftzwerg über ein Fünfgang-Schaltgetriebe bis zu 410 PS auf beide Achsen. Wie bei allen Monstern der Gruppe B ließ das Design kaum noch Rückschlüsse auf das Serienmodell zu – in diesem Fall den Kleinstwagen Mini Metro. Vielmehr zeichnete sich der 6R4 (die Bezeichnung steht für 6 Zylinder, Rallye und 4-Rad-Antrieb) durch dicke Radhäuser, wuchtige Front- und Heckspoiler und eine von riesigen Lufteinlässen durchzogene Glasfaserkarosserie aus. Obwohl Austin Rover den 6R4 als Werksauto in der Rallye-WM einsetzte, erfreute er sich auch großer Beliebtheit bei Privatteams und -fahrern. Einer von ihnen war Billy Coleman – einer der bekanntesten und erfolgreichsten irischen Rallyefahrer –, der genau dieses Exemplar 1986 bei klassischen Asphalt-Rallyes wie der Donegal oder der Manx um die Ecken scheuchte. In prächtiger Rothmans-Livery wartet es nun bei Tom Hartley Jnr. auf einen neuen Quertreiber.

 

 

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Nicht Ihr durchschnittlicher 996 Turbo

Selbst ein serienmäßiger 996 Turbo zieht automatisch alle Blicke auf sich – Punkt. Doch dieses Exemplar – in der PTS-Sonderfarbe Kobaltblau-Metallic, mit einer Sonderwunsch-Volllederausstattung in Savannah Beige, geringer Laufleistung und einem außergewöhnlich guten Gesamtzustand – stiehlt wahrlich allen die Show. Es wurde im Jahr 2002 als Neuwagen nach Japan geliefert – ein Automobilmarkt, der für geschmackssichere Farbkombinationen, luxuriöse Innenausstattungen und spezifische Exclusive-Optionen bekannt ist. Die mit Carbon verkleidete Mittelkonsole und die aus dem gleichen Material gepresste Einfassung des Kombiinstruments sind genau jene Details, die echte Enthusiasten begeistern. Angetrieben vom 3,6-Liter-Mezger-Twin-Turbo mit 420 PS und gekoppelt an das Tiptronic-S-Getriebe garantiert dieser moderne Klassiker nicht nur Fahrspaß pur im typischen 911-Vibe, sondern besticht auch durch seinen perfekten Zuschnitt, die richtige Motorisierung und vor allem durch seine schnörkellose Ausstrahlung.

 

 

 

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Das Biest aus Bottrop

Leistung ohne Kompromisse – das war das Mantra von Bodo Buschmann, dem verstorbenen Gründer des deutschen Tuning-Giganten Brabus aus Bottrop im Ruhrgebiet. Vom Mercedes-Benz 190 bis hin zur S-Klasse trieb er jedes Modell aus Untertürkheim hemmungslos weit über seine werksseitigen Grenzen hinaus – stets darauf bedacht, dabei Verarbeitungsqualität und Zuverlässigkeit auf Werksniveau beizubehalten. 1995 enthüllte Brabus sein bis dato radikalstes Modell: den SL 7.3 S V12 auf Basis des R129, von Fans bald ehrfurchtsvoll zum Biest aus Bottrop geadelt. Um dessen 582 PS schadlos bändigen zu können, musste Brabus das 722.6-Fünfgang-Automatikgetriebe verstärken sowie Fahrwerk und wichtige Hilfssysteme so aufrüsten, dass sie der brachialen Leistung standhielten. Bis 2001 entstanden nur sehr wenige Exemplare dieses ultimativen SL – darunter auch dieses aus dem Jahr 1999 in Azuritblau-Metallic mit einer Innenausstattung aus Nappaleder in der Farbe Safran.

Das linksgelenkte Cabriolet kam in den Genuss zahlreicher optionaler Brabus-Features wie dem 330-km/h-Tacho, einem Sportfahrwerk, einer Alcon-Hochleistungsbremsanlage, Monoblock-IV-Felgen, einer Sportauspuffanlage und einer modifizierten Frontstoßstange. 2021 erwarb der Einlieferer diesen 7.3 S von seinem bislang letzten, in Monaco ansässigen Eigentümer. Zum Zeitpunkt der Katalogisierung hatte der Brabus-SL knapp 47.000 Kilometer auf der Uhr und kommt nun – mit Brabus-Zertifikat – beim Sealed June Event von RM Sotheby's zur Versteigerung. Eine seltene Gelegenheit, eines der ikonischsten Modelle zu erwerben, die jemals Brabus und Bottrop verlassen haben.

 

 

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