In dieser Episode analysieren J.P. Rathgen und Augustin „Gus“ Sabatié-Garat von RM Sotheby’s die tiefgreifenden Veränderungen des Sammlermarktes. Gus, der den Sprung vom Maschinenbauingenieur zum Handelsexperten geschafft hat, berichtet von der unvorhersehbaren Dynamik und dem Adrenalin klassischer Live-Auktionen. Dabei beleuchtet er die historischen Marktbewegungen von der Zeit nach der Finanzkrise bis zum Boom nach der Pandemie. Ein zentrales Thema sind internationale Zölle und komplexe Homologationsvorschriften. Diese regulativen Hürden fragmentieren den ehemals globalen Markt zunehmend in isolierte, regionale Segmente. In den USA führt diese Entwicklung zu astronomischen Rekordpreisen für limitierte Hypercars mit geringer Laufleistung, allen voran für moderne Modelle von Ferrari.
Darüber hinaus wird thematisiert, wie Auktionshäuser gezielt neue Sammlerinteressen wecken. RM Sotheby’s leistete hier Pionierarbeit, indem das Haus den Markt für moderne Formel-1-Rennwagen durch die Verknüpfung von Automobilauktionen mit Plattformen für zeitgenössische Kunst stark belebte. Neben diesen spezialisierten Rennwagen bleibt die Anziehungskraft traditionsreicher Marken wie Porsche und Bugatti ungebrochen. Werkszertifikate und exklusive Rennstrecken-Events wie das Corse-Clienti-Programm von Ferrari stärken das Vertrauen der Käufer und beeinflussen die Wertentwicklung der Fahrzeuge maßgeblich. Zum Abschluss zeigt Gus aktuelle, noch unterbewertete Geheimtipps auf. Er gibt Sammlern jedoch einen klugen Rat mit auf den Weg: Der beste Schutz gegen Marktschwankungen ist es, nur Autos zu kaufen, die man wirklich liebt und auch aktiv fährt.
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