1973 Porsche 911

RS

Zusammenfassung

  • Baujahr 
    1973
  • Automobiltyp 
    Coupé
  • Referenznummer 
    1407
  • Lenkung 
    Links
  • Zustand 
    Restauriert
  • Innenfarbe 
    Schwarz
  • Innenausstattung 
    Leder
  • Zahl der Sitze 
    4
  • Standort
  • Außenfarbe 
    Weiss
  • Getriebe 
    Schaltgetriebe
  • Leistung 
    210 PS / 155 kW / 208 BHP
  • Antrieb 
    Zweirad
  • Kraftstoff 
    Benzin

Beschreibung

Die Ära
oder wie war das damals eigentlich?
Der Name Porsche ist und bleibt untrennbar mit dem Begriff „911er“ verbunden. Der große Erfolg des Urmodells 356 wurde durch den im Jahr 1963 vorgestellten Nachfolger noch bei weitem übertroffen. Bei keinem Auto der langen Automobilgeschichte blieben bis heute die grundlegenden Design- und Produktmerkmale über Jahrzehnte hinweg so konsequent erhalten wie bei dem Jahrhundert-Entwurf Porsche 911. Anfang der siebziger Jahre hatte sich der 911 gegenüber dem Urtyp von 1963 deutlich weiter entwickelt. Der Hubraum des Sechszylinder-Motors war mittlerweile auf 2,4 L gestiegen, die Leistungsbandbreite lag nun bei 130 PS (911 T), 165 PS (911 E) und 190 PS 911 S). Und dann wurde in wenigen Monaten ein 911er entwickelt, um den Porsche-Kunden ein siegfähiges Auto in der Gruppe 4 (Spezial GT) anbieten zu können: der 911 Carrera 2,7 RS. Mit einer Hubraum-erweiterung auf 2,7 Liter bei einer Leistung von 210 PS, Leichtbau und aerodynamischen Hilfsmitteln markiert der 2,7 RS die höchste Eskalationsstufe des frühen 911ers. Von August 1972 bis Juli 1973 wurden insgesamt 1.580 Carrera RS, davon 200 in der nochmals um 115 kg reduzierten Lightweight-Version gebaut. 1.000 Exemplare waren für die Homologation erfor-derlich. Der Motorjournalist Jan Henrik Muche schreibt in einem Bericht über den 911 Carrera RS: „Der alte Alpha Elfer gewinnt Zuneigung allein schon durch seine schiere Präsenz. Der Entwurf von Chef-Designer Anatole Lapine hat Vorbildcharakter bis heute und die erlauchte Minderheit von Besitzern dieses Autos erlebt ein Stück Auto-Himmel“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Der Zustand
oder wie er wirklich ist.
Der angebotene 911 Carrera RS wurde im April 1973 an das Porsche Zentrum Frankfurt ausgeliefert. Anschließend Verkauf an den Porsche Spezialisten Manfred Freisinger, der das Auto 1977 ohne Motor, den er behält, an Manfred Hero verkauft. Von 1978 bis 1982 Einsatz mit einem 3 Liter Rennmotor in der deutschen Rallye-Meisterschaft. 1982 Verkauf des Autos an Herrn Dr. Reineck und Einsatz bei kleineren Rallye-Veranstaltungen. 1988 Verkauf an Herrn Wachsmann und im gleichen Jahr Stilllegung. 1990 Rückkauf durch Manfred Freisinger und umfangreiche Restauration mit Rückbau in den Auslieferungs-Zustand und Einbau des originalen Motors der noch vorhanden ist. Bis 2007 Zulassung des Autos auf Manfred Freisinger Junior. Danach Verkauf an die britischen Sammler F. Synters, 2009 an G. Mandaley, 2015 an G. Stockton und 2016 Rückkehr nach Deutschland. Der Zustand entspricht der Auslieferung, die Historie ist absolut lückenlos und durch umfangreiche Dokumente belegt.

Die Verwendung
oder was kann er denn noch?
Der 911 Carrera RS besitzt sehr viel mehr noch als seine zahmeren Brüder im Straßenanzug die unvergleichlichen und legendären Leistungs- und Fahreigenschaften der frühen 911er Epoche, die den Porsche 911 zum Sportwagenmythos schlechthin werden ließen. Mit unvergleichlicher Authentizität vermittelt er genau das faszinierende Fahrerlebnis einer großen Rennsport-Ära. Dabei ist er nicht das hochsensible Renngerät nur für Bestzeiten auf dem Nürburgring. Der Motor lässt sich zwar bedenkenlos bis 7.000 Touren hochdrehen, verträgt es aber auch ohne jegliches Murren mit 50 km/h im Vierten Gang in einer Rushhour zu bummeln. Was ihn somit absolut alltagstauglich macht.