1958 Mercedes-Benz 300 SL

Zusammenfassung

  • Baujahr 
    1958
  • Chassisnummer 
    198.042-8500212
  • Motornummer 
    198.042-8500219
  • Losnummer 
    15
  • Lenkung 
    Links
  • Zustand 
    Gebraucht
  • Zahl der Sitze 
    2
  • Standort
  • Außenfarbe 
    Sonstige
  • Antrieb 
    Zweirad
  • Kraftstoff 
    Benzin

Beschreibung

30.000kms from new
1958 Mercedes-Benz 300SL Roadster
Chassis no. 198.042-8500212
Engine no. 198.042-8500219

1958 Mercedes 300SL Roadster
Fahrgestell-Nr. 198.042-8500212
Motor-Nr. 198.042-8500219

Der Mercedes-Benz 300 SL wurde in der Nachkriegszeit für motorsportliche Wettbewerbe entwickelt. Er sollte die Speerspitze des Stuttgarter Herstellers in dieser Disziplin wurden. Seine Debutvorstellung während der Mille Miglia 1952 beendete er auf dem 2, und 4. Platz im Gesamtklassement. Siege bei der Carrera Pan-Americana und in Le Mans folgten. Das war der Anfang des Mythos Mercedes-Benz 300 SL als Motorsport-Legende. Die ersten Rennausführungen waren noch in Roadster-Bauart ausgeführt. Noch bevor die 1952 Motorsport-Saison endete, erschien das unvergleichliche Flügeltüren-Coupé. Der hohe seitliche Einstiegsholm war dem Rohrrahmen geschuldet. Der Einstieg in das offene Fahrzeug war ohne Problem möglich. Bei der Verwirklichung des Coupés wurden die innovativen Flügeltüren entwickelt.

Im Jahr 1954 wurde der Serien 300 SL präsentiert. Er behielt den aus dem Sport- und Rennwagen übernommenen Rohrrahmen. Im Motorraum verrichtet der Reihen 6-Zylinder 2.996 cm³ Motor, mit obenliegender Nockenwelle seine Arbeit. Er ist um 45 Grad seitlich geneigt um eine niedrigere Karosserie mit geringerem Luftwiderstand zu ermöglichen. Mit einer Kraftstoffeinspritzung ist der Motor, der 215 PS bei 5.800 U/min leistet, auf dem aktuellsten Stand der Technik. Ein manuelles Vier-Gang Schaltgetriebe überträgt die Leistung auf das Hinterachsdifferential. Die Räder sind ringsum einzeln aufgehängt an vorderen Doppel-Querlenkern mit Schraubenfedern und an der hinteren Pendel-Schwingachse mit Schraubenfedern. Das ist das Mindeste was weltweit das erste Supercar benötigte.

In einem Fahrtest vom Road & Track Magazin,1955, beschleunigt der 300 SL von 0 – auf 60 mph in 7,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 140 mph oder etwa 215 km/h beziffert. Beides sind hervorragende Werte. Die Roadster Version des 300 SL musste ein schweres Erbe antreten. Drei Jahre nach dem ersten 300 SL Coupé wurde es im May 1957 auf dem Genfer Salon vorgestellt. Das Fahrverhalten konnte nochmals verbessert werden. Mit herkömmlichen, vorne angeschlagenen Türen war der Roadster ohne das Coupé über mehrere Jahre am Markt. Die Fertigung des offenen 300 SL erforderte, wegen des niedrigeren Einstiegs und der damit verbundenen Änderung am Rohrrahmen auch eine Anpassung des Cockpits. Zur gleichen Zeit wurde für die Hinterradaufhängung die Pendelschwingachse durch eine Eingelenk-Pendelachse ersetzt.

Dem 300 SL Roadster attestierte und lobt das Magazin Road & Track, 1958, ein neutrales Fahrverhalten: "Mit der Eingelenk-Pendelachse und den besseren Reifen lässt sich das Fahrzeug in allen Situationen mühelos bewegen. Es ist eine gewaltige Steigerung gegenüber dem Coupé festzustellen. Denn das Coupé hatte die unangenehme Art extrem zu übersteuern und den Fahrer somit in eine schwierige Situation zu bringen. Den Sprint von 0- auf 60 mph absolviert der Roadster noch einmal etwas schneller - in 7,0 Sekunden. Wo hingegen die Höchstgeschwindigkeit etwas geringer ausfällt. Trotzdem zählt er damit zu den schnellsten offenen Automobilen seiner Zeit." R&T beendet den Test mit folgendem Satz: "Der 300 SL Roadster ist ohne Zweifel ein Fahrzeug für den normalen Stadt- und Straßenverkehr, genauso gut aber auch für auf die Rennstrecke". Dieses Zitat gilt auch noch heute.

In einem Brief von Gerry Porter (dem bekannten Händler und 300 SL Marken-Spezialist), ist nachzulesen, dass er dieses Fahrzeug, im Jahr 1981, von dem vorhergehenden Besitzer, dem bekannten portugiesischen Sammler José Antonio Ferreira de Magalhaes of Vizela, gekauft hat. Als dieser ihn verkaufte, war das Fahrzeug in Großbritannien (UK) unter "WLP 258M" zugelassen. Der 300SL verblieb danach bei seinem neuen Besitzer, in einer sehr schönen Sammlung, bevor er dann 2004 einen weiteren Käufer fand. Seitdem stand er in einem Autohaus. Die damalige Kilometerangabe des Tachos zeigte etwas weniger als 30.000 km an . Der jetztige Anbieter versichert glaubwürdig, anhand der geringen Gebrauchsspuren des Fahrzeuges, dass dies zum damaligen Zeitpunkt zutreffen konnte. Jetzt beträgt der Tachostand 34.500 km und er gibt an, dass der Motor seither keinerlei Probleme gemacht habe.

Diese Kilometerangaben entstanden durch den jetzigen Besitzer bei ausgewählten Ausfahrten. Bei einem Teil der Tour of Spain und anderen kleinen regionalen "Rallyes". Er gab das Fahrzeug immer dem hoch anerkannten, in Lissabon ansässigen, Automobil Spezialisten Freixo Classics. Ohne Rücksicht auf die Kosten hat er hier immer seinen Service durchführen lassen. Mit dem Hintergrund des nun anstehenden Verkaufs ließ er gerade noch einmal einen Service durchführen. Vor einigen Jahren ließ er das Interieur überarbeiten und erneuerte das dunkelrote Cabriolet-Verdeck. Es ist noch zu vermerken, das ringsum Scheibenbremsen nachgerüstet wurden

In einem exzellenten Zustand präsentiert sich das Fahrzeug. Es ist mit dem werksseitig eingebauten Becker Mexiko Radio ausgestattet, einem passgenauen Kofferset von Karl Baisch, dem begehrten Werkshardtop, einer Persenning, Werkzeug und Wagenheber, sowie eine Kopie der Bedienungsanleitung, der Ersatzteilliste. Weitere Dokumente sind eine FIVA Identity Card, eine Kopie des Bauplans und die portugiesischen Fahrzeug-Papiere.