Direkt zum Inhalt

Magazin

Erwecken Sie Camels goldene Ära mit diesen rauchend heißen V12 Lamborghini

Zwei V12-Lamborghini, einer für die Formel 1, der andere für die offene Straße, vereint durch die Farbe, den Sound und eine Ära, als der Motorsport noch wild und analog war. Dank Furlonger Cars und dessen österreichischen Partner Egon Zweimüller ist dieses exklusive Camel-Duo nun erhältlich.

Es gibt Momente in der Motorsportgeschichte, die im Nachhinein fast filmreif wirken. Weil das Timing, der Ehrgeiz und ingenieurtechnische Brillanz zusammenkommen und etwas Unvergessliches erschaffen. Der Lamborghini-Lotus 102 Formel-1-Monoposto markierte so einen Moment. Er steht für ein kurzes, aber berauschendes Kapitel Anfang der 1990er-Jahre, als die Formel 1 sich von Turboladern verabschiedete, Platz für Saugmotoren machte und den Herstellern neue Entwicklungsspielräume eröffnete, die bald darauf unmöglich sein sollten. Im Zentrum standen 3,5 Liter große Motoren, in unserem Fall ein V12 von Lamborghini, installiert in zwei Fahrzeugen mit zwar sehr unterschiedlichen Anforderungsprofilen, die aber den Geist dieser mitreißenden Ära perfekt einfangen.

Lamborghini-Lotus Type 102

Ende der 1980er-Jahre befand sich die Formel 1 im Umbruch. Turbolader, die das vorherige Jahrzehnt dominiert hatten, verschwanden allmählich, und das Reglement begünstigte wieder Saugmotoren. Lamborghini, damals gerade erst von Chrysler übernommen, war bestrebt, sich jenseits exotischer Straßenwagen zu profilieren und sah in dieser Regeländerung eine Chance. Sant’Agata Bolognese hatte sich schließlich mit V12-Motoren einen Namen gemacht – vom Miura bis zum Countach kannten sie fast nichts anderes. Daher lag es nahe, auf die eigenen Stärken zu setzen und einen V12-Motor zum Einsatz in der Formel 1 zu entwickeln. Das Ergebnis war ein grandios klingendes, hochtouriges Biest mit 640 PS, das nach derselben Philosophie entwickelt wurde wie die Triebwerke für die Straßensportwagen.

Lotus suchte derweil nach einer Möglichkeit, sich in der sich rasant verändernden Formel-1-Landschaft neu zu positionieren. Aus dieser Partnerschaft entstand der Typ 102, ein Wagen, der in der Geschichte der Briten für immer einen besonderen Platz einnehmen sollte. Denn er war der einzige Formel 1 der Marke mit V12-Power, unter der Codebezeichnung LE3512 entwickelt bei Lamborghini unter Leitung von Mauro Forghieri. Der für die WM-Saison 1990 vorgesehene Lamborghini-Lotus 102 war sowohl konzeptionell wie technisch innovativ. Er vereinte britische Chassis- mit italienischer Ingenieurskunst auf eine Weise, die gleichermaßen gewagt wie zeitgemäß war.

Im Laufe seiner Rennkarriere bestritt der Type 102 37 Rennen in drei Saisons, gefahren von den Briten Derek Warwick und Johnny Herbert sowie dem Nordiren Martin Donnelly. Chassisnummer 02, das hier gezeigte Modell aus der Camel Collection, nahm in der Saison 1990 an sechs Grand Prix teil und erzielte mit Platz acht in Imola sein bestes Ergebnis. Auch auf den engen Straßen von Monaco war es zu sehen, wo allein seine Anwesenheit den Eintrittspreis wert gewesen wäre. Es war die Ära der Schaltgetriebe, der hochtourigen Motoren und Fahrzeugen, die viel körperlichen Einsatz und Mut erforderten, und der Lotus 102 zählt zweifellos zu den eindrucksvollsten Modellen dieser Zeit.

Der Wagen ist optisch wie technisch ähnlich faszinierend. Die formschöne Karosserie spiegelt eine Ära wider, in der die Aerodynamik immer ausgefeilter wurde, ohne dass dadurch Eleganz und Proportionen gelitten hätten. In der gelben Camel-Lackierung ist der 102 unverwechselbar – ein Design, das in dieser Zeit zum Synonym für Lamborghini und Lotus avancierte. Nur wenige Liverys fangen den Geist der Formel 1 der späten 80er- und frühen 90er-Jahre so perfekt ein, und noch weniger wurden mit einem so berauschenden Sound kombiniert. 

Zum Glück wurde der Lotus fachgerecht und schonend gelagert, was die Originalität des Fahrzeugs bewahrte und eine scheibchenweise Restaurierung verhinderte, welche die Authentizität eines Autos so oft verwässert. Vor Kurzem kehrte der Wagen an seinen angestammten Platz zurück und wurde bei Lamborghini Polo Storico einer vollständigen mechanischen Restaurierung und Wiederinbetriebnahme unterzogen. Die Arbeiten erfolgten unter werksseitiger Aufsicht, mit viel Liebe zum Detail und sind lückenlos dokumentiert. Umfassende Aufzeichnungen und Bildmaterial sowie originale Bau- und Spezifikationsdokumente aus der aktiven Zeit des 102-2 sind vorhanden.

Heute wäre dieser Wagen mit minimalem Aufwand ein idealer Kandidat für historische Rennveranstaltungen. Das Team von Furlonger Cars aus Ashord (Kent) verfügt über die nötige Expertise für solche Aufgaben, was den Reiz dieses Rennwagens aus der goldenen Ära noch verstärkt. Renn- und Sportwagen der 1990er-Jahre erfreuen sich derzeit wieder steigender Beliebtheit, und Gerüchten zufolge arbeiten die Organisatoren von Monaco Historique an einem Starterfeld speziell für Fahrzeuge aus dieser Zeit. Der perfekte Zeitpunkt also, um jetzt zu investieren und eine der aufregendsten Epochen des Motorsports zu genießen!

Und just als man dachte, die Geschichte dieses Lotus-Lamborghini könnte nicht noch filmreifer werden, hat exakt dieser Typ 102 durch seinen Auftritt im kürzlich erschienenen F1-Film auch in der Popkultur neue Bedeutung erlangt. Der von Brad Pitt gespielte Rennfahrer-Veteran Sonny Hayes fährt genau dieses Modell während seiner fiktiven Zeit in der Formel 1 im Jahr 1990. Tatsächlich ist der Typ 102 bereits in der Eröffnungsszene des Films in Aktion zu sehen, wobei der unverwechselbare Klang des Lamborghini-V12 die Kinosäle erfüllt und dafür sorgt, dass die Zuschauer bis zum Ende gefesselt bleiben.

 

Lamborghini Countach 5000 QV

Der Formel-1-Rennwagen besticht durch seine außergewöhnliche Optik, seine historische Bedeutung und seine technische Perfektion. Seine Faszination wird jedoch durch sein straßenzugelassenes Pendant, das kaum einer Vorstellung bedarf, noch verstärkt. Dieser Lamborghini Countach 5000 QV von 1985 mit der Fahrgestellnummer FLA12848 ist ein außergewöhnliches Exemplar: Denn er ist der einzige rechtsgelenkte 5000 QV, der ab Werk in „Giallo“ lackiert wurde – einem Farbton, der dem Gelb des Typs 102 bemerkenswert ähnelt. Das prachtvolle Giallo wird durch eine Innenausstattung aus Naturleder perfekt ergänzt. Der Wagen verfügt außerdem über den optionalen Heckflügel. Ausgeliefert wurde er an seinen glücklichen Besitzer in Cornwall.

Der Countach befand sich fast drei Jahrzehnte – von 1995 bis zum kürzlichen Erwerb durch Furlonger – im Besitz der gleichen Familie und genoss ebenso wie sein Formel-1-Pendant eine umfassende mechanischen Überholung und eine aufwendige optische Auffrischung. Im Mittelpunkt stand eine Komplettlackierung im Originalfarbton Giallo, ausgeführt in außergewöhnlicher Qualität. Als optische Hommage an den Formel-1-Rennwagen trägt der Countach passende Camel-Aufkleber und steht auf schwarzen Felgen, wodurch ein markantes und stimmiges Gesamtbild entsteht. Wichtig zu wissen: die Lackierung ist vollständig reversibel, und der Wagen kann, da auch die Originalfelgen erhalten blieben, jederzeit wieder in den Werkszustand zurückversetzt werden. 

Der Lamborghini-Lotus Typ 102 und der Countach 5000 QV bilden zusammen ein einzigartiges und faszinierendes Angebot. Der eine ist ein Grand-Prix-Wagen aus einer ganz besonderen Epoche der Formel 1, der andere ein straßenzugelassener Supersportwagen, der Exzess, Ehrgeiz und Dramatik gleichermaßen verkörperte. Beide sind V12-Lamborghini, in Gelb lackiert und stammen aus einer Zeit, die zunehmend als Höhepunkt analoger Performance gilt. Beide sind grundverschieden und doch verbindet sie dank ihrer Wildheit gerade diese Verschiedenheit. Wir träumen unwillkürlich davon, mit dem gelben Countach die Côte d’Azur entlangzufahren, die zeitgenössische Persol-Sonnenbrille auf der Nase und die gedämpften Klänge von Eros Ramazzotti im Radio, nur um dann neben dem passenden Formel-1-Wagen mit einer der großartigsten Rennlackierungen der Welt zu parken. Die Camel Collection bietet nicht nur zwei außergewöhnliche Autos, sondern auch eine greifbare Verbindung zu einer Zeit, in der Motorsport und Supercars ebenso sehr von Emotionen wie von Ingenieurskunst geprägt waren. Und während die moderne Welt auf Hybride und V6-Motoren blickt, proklamieren hier zwei Ikonen: „Es lebe der V12!“

 

VIEW CARS

This article has been produced as part of a paid partnership with Furlonger Cars.

Watch our latest YouTube videos