Sleeping Beauty Nº19: BMW Z1

Wer seiner Zeit voraus fährt, kommt früher in Klassikergefilden an. Das gilt für den BMW Z1 allemal. Mit Falltüren, Kunststoffkarosse, idealer Gewichtsverteilung und großer Agilität trumpfte der extravagante Roadster im Jahr 1987 auf der IAA auf. „Sleeping Beauty“ No. 19 - der fehlende Teil unserer kleinen Keil-Trilogie.

Nach De Tomaso Mangusto und Aston Martin DBS holen wir in einem Zeitsprung ins Jahr 1987 einen deutschen Keil aus seinem Schlaf: den BMW Z1. Mit der technischen Basis vom überaus zuverlässigen BMW 325i, Modell E30, gibt sich der exzentrische Roadster überaus alltagstauglich. Und das mit tollen Fahrwerten: In unter neun Sekunden spurtet der von Harm Lagaay gestaltete Wagen aus dem Stand auf 100 km/h. Der Top-Speed liegt dank 170 PS und gedrungener Keilform bei 220 km/h. Überzeugend und eine Wucht in Kombination mit dem äußerst agilen Handling des BMW Z1.

Highlight sind jedoch fraglos die in die massiven Schweller gleitenden Falltüren, die dort auch während der Fahrt in ihrer Ruheposition verbleiben dürfen. Das sichert Frischluft im gesamten Cockpit. Dennoch entstanden nur rund 8.000 Fahrzeuge. Grund mag der hohe Einstiegspreis von anfänglich 80.000 Mark gewesen sein. Ab gut 20.000 Euro sind erhaltenswerte Fahrzeuge heute im Angebot. Vorzugsweise wählen Sie ein Fahrzeug mit wenigen Vorbesitzern und geringer Laufleistung. Das darf dann auch ein paar Tausend Euro mehr kosten. Und: Die Zahnriemen beim Motor und den Falltüren sollten erneuert sein. Dann ist die viel zitierte „BMW-Freude“ gewährleistet. Das gilt auch für den Werterhalt des investierten Geldes. Der BMW Z1 ist unserer Meinung nach eine sichere Bank. Anlageempfehlung: „Strong buy!“

Wenn Ihr Interesse am knapp geschnittenen BMW-Roadster geweckt ist, empfehlen wir Ihnen neben einem sofortigen Stöbern in unserem Classic Driver Automarkt auch unser bayerisches Roadster-Brevier als Anschlusslektüre.

Text: Mathias Paulokat
Foto: BMW



ClassicInside - Der Classic Driver Newsletter
Jetzt kostenlos abonnieren!