Retro Classics 2010: Rekordverdächtiges Jubiläum

Advertorial

Die Jubiläumsausgabe der Klassikermesse Retro Classics in Stuttgart bildete den Höhepunkt der zehnjährigen Geschichte dieser Veranstaltung: Mehr als 60.000 Besucher begaben sich auf den Weg in die neuen Stuttgarter Messehallen, um sich über das Angebot von rund 1.100 Ausstellern zu informieren. Die vielen Sonderschauen, mit einem Spektrum von Alfa bis Peugeot, rundeten das Spektakel trotz des neuerlichen Wintereinbruchs ab.

Mit dem richtigen Händchen für die stimmige Mischung der Sonderschauen konnte Veranstalter Karl Ulrich Hermann auch in diesem Jahr bei den Besuchern punkten. Im Fokus der Sonderausstellungen stand natürlich die Marke Alfa Romeo, die in diesem Jahr ihr 100. Jubiläum feiert. Passend zu ihren Wurzeln im Rennsport präsentierte sich die italienische Traditionsschmiede in der Halle 4, in der man sich dem historischen Motorsport widmete. Unter den gezeigten Modellen waren sehr seltene, wenn nicht sogar einzigartige Stücke. Highlight war zweifelsfrei der Alfa Romeo Tipo B, eines der Modelle, in dem Nuvolari 1935 beim Grossen Preis von Deutschland siegte, weil der überlegene Mercedes-Benz W25 von Manfred von Brauchitsch in der letzten Runde ausfiel. Die Sonderschau bot aber noch weitere Leckerbissen für Alfisti: In Stuttgart wurde etwa ein Teil der berühmten Alfa-Romeo-Sammlung des Mailänders Corrado Lopresto gezeigt. Doch nicht nur in Italien wird dieser Tage ein grosses Jubiläum gefeiert. Die französische Kultmarke Peugeot begeht in diesem Jahr das zweihundertste Jahr ihres Bestehens. Leider präsentierten sich die Franzosen etwas einfallslos, betrachtet man die spannende Geschichte der Marke.

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Zwar waren die Klassiker von gestern die Stars der Messe, doch das Konzept der Retro Classics gibt auch immer einen Ausblick auf die Klassiker von morgen. Die Ausstellung Neo Classics widmet sich jedes Jahr einem besonderen Thema, welches die Zukunft der Automobilität massgeblich beeinflussen wird. In diesem Jahr beschäftigte man sich mit der Idee des Elektroantriebs. Dabei blickten die Kuratoren auf die 150-jährige Geschichte dieser alternativen Antriebsform zurück. Zu sehen waren frühe Entwicklungen wie der originalgetreue Nachbau des Elektro-Rekordwagens La Jamais Contente des belgischen Konstrukteurs Camille Jenatzy. Im Frühling des Jahres 1899 stellte der waghalsige Pilot mit dem an ein Torpedo auf Rädern erinnernden Elektro-Gefährt einen Landgeschwindigkeitsrekord auf: Er erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 105,88 km/h. Gezeigt wurde auch das glücklose Elektromobil EV 1 von General Motors sowie der erfolgreiche Tesla Roadster. Ebenfalls am Steckdosenstart konnte der eRuf Stormster auf Porsche Cayenne-Basis gezeigt werden.

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Natürlich möchte sich die Retro Classics auch als Marktplatz für Privatleute und Händler weiter etablieren. In der riesigen Halle 6 konnten in diesem Jahr Privatleute ihre Preziosen anbieten. Den Privatmarkt dominierten – dem Austragungsort der Messe angemessen – die Marken Mercedes-Benz und Porsche. Doch auch die austellenden Händler, und speziell die Classic Driver Händler hatten einige seltene und besondere Fahrzeuge mitgebracht. Steenbuck Automobile teilte sich in diesem Jahr zusammen mit Händler Arthur Bechtel aus Stuttgart-Böblingen gemeinsam einen Messestand. Als kooperierende Unternehmen konnte Steenbuck somit vom Standortvorteil Arthur Bechtels profitieren und musste kein eigenes Messe-Equipment aus dem Norden Deutschlands anliefern. „Die Fahrzeugverkäufe und die neuen Kontakte mit potentiellen Kunden waren in diesem Jahr wieder einmal mehr als zufriedenstellend“, so Reinhard Sachse gegenüber Classic Driver. Aus dem Meilenwerk in Berlin waren Car Classics Berlin und HK-Engineering mit einer schönen Auswahl hochwertiger Klassiker angereist. Die Heilbronner Händler Koch Klassik und Martini Racing waren selbstverständlich auch vor Ort. Herr Berberich-Martini hatte die original Münch Mammut von Gunter Sachs im Gepäck. Eine wahre Rarität unter den klassischen Motorrädern.

Einen großen Auftritt legte Classic Driver-Händler Mechatronik auf das Messe-Parkett. Zu bestaunen und zu erwerben gab es hier einen der seltenen Mercedes-Benz SLR Stirling Moss. Aus den benachbarten Niederlanden war in diesem Jahr die Gallery Brummen mit einem großen Fahrzeugbestand angereist. Nick Aaldering, Geschäftsführer von „The Gallery“, war begeistert: „Wir sind hochzufrieden mit dem Messeverlauf. Es hat mich gewundert, dass bei so schlechtem Wetter derart viele Besucher hier herkamen. Die Qualität der Messe ist erneut gestiegen und zwar gleichermaßen im Hinblick auf Austeller und Publikum. Die Stimmung war toll, die Organisation stressfrei à la Schwaben. Besser kann man sich es nicht wünschen. Wir sind jetzt Stammkunden!“. Mirbach-Süd dagegen ist bereits Stammkunde auf der Retro Classics und war auch in diesem Jahr wieder sehr zufrieden mit der Performance der Messe.

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Ebenfalls positiv gestimmt zeigte sich Heinz-Dieter Lankes, Geschäftsführer des gleichnamigen Auktionshauses, dessen große Auktion ein wahrer Publikumsmagnet war: „Wir sind sehr zufrieden, eine schöne Messe. Wir haben 30 bis 40 Prozent unseres Angebots verkauft. Es war unheimlich viel los und wir hatten immer alle Hände voll zu tun. Besonders bemerkenswert fand ich, dass etliche internationale Besucher den Weg hierher fanden. Wir sind exklusiv hier auf der Retro Classics und kommen auch im nächsten Jahr gerne wieder.“

Das Fazit für die 10. Ausgabe der Retro Classics muss also positiv ausfallen. In mühevoller und konsequenter Weise hat Veranstalter Karl Ulrich Hermann es geschafft, eine Messe von herausragender Qualität zu etablieren. Zwar hat der Umzug der Messe Stuttgart vom verschachtelten Raumangebot des Killesberg in die neuen modernen Hallen bestimmt zum Wachstum der Retro Classics beigetragen, doch letztendlich lebt eine solche Veranstaltung von der Liebe zu historischen Automobilen. Und diese Liebe und passionierte Begeisterung konnte man speziell in diesem Jahr spüren. Weiter so!

Wenn Sie mehr über die Classic Driver Händler auf der Retro Classics in Stuttgart erfahren möchten, stöbern Sie gerne auch in unseren Händler-Portraits. Die nächste Retro Classics findet vom 10. (Preview-Day) bis 13. März 2011 im neuen Messegelände am Flughafen statt.

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Text: J. Philip Rathgen / André Scheuermann
Fotos: Karsten Floto


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