Und was sammeln Sie?

Es gibt Menschen, die sammeln Streichholzschachteln. Andere horten millionenschwere Rennwagen. Doch mindestens so wichtig wie die Objekte selbst ist die Zusammenstellung – wie eine Ausstellung des Designers Stefan Sagmeister beweist.

Es gibt millionenschwere Automobilsammlungen, in denen vom Ferrari 250 GTO bis zum Bugatti Veyron jede Ikone vorhanden ist – und die doch langweilen, weil ihnen der rote Faden und gleichzeitig der Mut zum Bruch mit dem etablierten Kanon fehlen. Dann wiederum gibt es Sammlungen, die verblüffen ihre Betrachter durch geschickte und ungewohnte Kombination aus scheinbar alltäglichen Automobilen einzigartige Exponate machen. Dass Sammlungen mehr über ihren Kurator aussagen als über die einzelnen Stücke, das beweist auch die kleine, derzeit im Zürcher Museum für Gestaltung gezeigte Schau „My Collection“ des österreichischen Grafikdesigners Stefan Sagmeister: Er hat aus dem mehr als 500.000 Objekte umfassenden Fundus des Museums seine Favoriten ausgewählt und nach primär ästhetischen Gesichtspunkten zusammengestellt. Was hat das Michelinmännchen mit einem chinesischen Zeremonienkostüm zu tun? Diese Frage kann eben nur der Kurator selbst beantworten.

Fhotos: Museum für Gestaltung

Die Ausstellung „My Collection: Stefan Sagmeister“ ist noch bis zum 11. März 2018 im Museum für Gestaltung in Zürich zu sehen.