Lito 500: Die Schweden-Krossie

Osso und Metisse sind die Cool Kids unter den Vintage-Motocross-Maschinen. Doch wer einmal eine Lito live und in Farbe gesehen hat, wird schnell verstehen, dass auch Schweden extrem heiße Bikes bauten. Wir haben eine Lito 500 aufgespührt.

Der junge Moto-Cross-Fahrer Kaj Bornebusch gründete 1958 seine eigene kleine Mototrradschmiede, mit dem Ziel das „perfekte Cross-Bike“ zu bauen. Er nannte die Marke Lito, nach der Druckerei seine Vaters, von dem man anmimmt, dass er die Unternehmung seines Sohnes finanzierte. Was als kleiner Zweimann-Betrieb begann, sollte sich schnell zu einem Mekka der europäischen Motocross-Gemeinde entwickeln.

Bereits ein Jahr nach Firmengründung kamen die ersten komplett in Eigenregie gebauten 500er-Motoren mit knapp 45 PS auf den Markt. Parallel zu den Motoren produzierte Monark ab 1960 komplett eigene Fahrwerke und Tanks speziell für Lito. Von 1960 bis 1963 wurden so insgesamt 30 Werkslito gefertigt. Die hier gezeigte Lito ist eine dieser begehrten Werks-Racer.

Seine Sternstunde erlebte Lito 1961, als der Schwede Sten „The Viking“ Lundin mit einer Lito Moto-Cross-Weltmeister wurde. Doch leider erlosch der neue Stern am Crosser-Himmel bereits 1963 wieder. Heute sind die wenigen gebauten Werks-Lito gesuchte Sammlerstücke.
 

Weiterführende Links

Die hier gezigte Lito 500 wird von Premiummotorrad im Classic Driver Markplatz angeboten.

 


 

Fotos: Premiummotorrad