No Name Design - Die namenlosen Ikonen des Alltags

Nicht hinter jedem gelungenen Design steht ein berühmter Gestalter - bei vielen bekannten Alltagsgegenständen ist sogar überhaupt nicht bekannt, wer sie entworfen hat. Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg hat dem "No Name Design" jetzt eine Ausstellung gewidmet.

Der Braun-Wecker von Dieter Rams, der Glasfaserstuhl von Charles und Ray Eames, die Küchenlampe von Konstantin Grcic, das iPhone von Jonathan Ive - bei vielen Produkten ist uns der Name des Designers heute wohlbekannt. Doch wer hat eigentlich die zahllosen Gegenstände entworfen, die unser Leben täglich bereichern, zu denen uns aber kein berühmter Gestalter mit markanter Hornbrille auf der Nase bekannt ist? All den namenlosen Klappmesser, Scheren, Brillen, Handschuhe, Messinstrumente und Werkzeuge, die unsere Schubladen bevölkern, hat das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg nun eine Ausstellung gewidmet. Die rund 1.000 ausgestellten Objekte stammen aus der Sammlung des Schweizer Produktgestalters und Designdozenten Franco Clivio. 

Die Ausstellung "No Name Design" ist eine Liebeserklärung an all jene Gegenstände, die nicht in den großen Kanon der Designkultur aufgenommen wurden, und eine echte Wunderkammer: In 30 vom Fotografen Hans Hansen detailverliebt arrangierten Vitrinen entdeckt man überraschende Dinge mit teils bemerkenswerten Fähigkeiten, aber auch einige alte Bekannte aus den Untiefen des eigenen Haushalts. Gut möglich, dass man die Geflügelschere oder den Zollstock demnächst mit anderen Augen betrachtet - und ein wenig mehr Wertschätzung entgegenbringt.

Die Ausstellung "No Name Design" ist vom 11. Dezember 2015 bis zum 3. April 2016 im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg zu sehen. Weitere Informationen erhalten Sie hier.