Monsieur Belmondo, start your engine!

Frankreichs Draufgänger Nummer eins seilte sich im Film von Hubschraubern ab und kletterte auf den Eiffelturm. Doch was Wenige wissen: Der Unverbesserliche liebte Autos genauso wie seine Stunts. Keine Frage, dass er auch einmal in den Matra 630 schlüpfen musste.

Von den beiden Ikonen der Grande Nation, die Society-Fotograf Philippe le Tellier 1968 für das Magazin „Paris Match” festhielt, war Jean-Paul Belmondo mit über 85 Filmeinsätzen eindeutig erfolgreicher. Doch der Filmstar und bekennende Autoenthusiast ließ es sich nicht nehmen, dem französischen Motorsport werbewirksame Starthilfe zu geben. Eine Frage der nationalen Ehre, denn 1968 startete auch das Team Matra mit einem Matra MS630 in Le Mans. Anders als sein amerikanisches Alter Ego Steve McQueen fuhr Jean-Paul Belmondo nie selbst Rennen. Das überließ er seinem Sohn Paul, der in der Formel 1 unterwegs war. Aber zu den Schätzen seiner Garage zählten damals ein Ferrari 250 GT Cabriolet, ein Maserati Ghibli und zeitweise ein Morgan 4/4. Bisweilen nahm der heute 80-jährige für seine Filme auch hinterm Steuer eines straßentauglichen Renault Platz – aber nur für wilde Verfolgungsjagden. Am Handgelenk trug Bébel, wie die Franzosen ihren Action Hero zärtlich nennen, immer eine Rolex Daytona (die übrigens kürzlich in Genf versteigert wurde). Für den Ausflug mit dem Matra wählte der Star von „Außer Atem” ausnahmsweise nicht Jeans und Lederjacke, sondern das Outfit eines Gentleman mit Benzin im Blut. We like!

Fotos: Philippe le Tellier/Paris Match