Hugh's World

Rebell im Schlafanzug: Er lebte den Traum aller Dreizehnjährigen, verbrachte seine Tage im Seidenpyjama und jagte kreischende Blondinen durch die Flure seiner Spitzbuben-Villa. Doch Hugh Hefner war mehr als der Archetyp des amerikanischen Hedonisten.

1953 verpfändete er seine Möbel und lieh 1.000 Dollar von seiner nichtsahnenden Mutter, um ein Magazin namens „Playboy“ zu gründen. Marilyn Monroe, Jayne Mansfield und Bettie Page ließen für Hugh ihre Hüllen fallen – aber auch Autoren wie Vladimir Nabokov oder oder Norman Mailer schätzten den kulturellen Freigeist des Magazins. In den 1970ern jetteten Hefner und sein hasenohriger Hofstaat schließlich im fliegenden Penthouse durch die Welt, um vietnamesische Babies zu retten oder einen Gorilla namens Baltimore Jack in die Arme einer einsamen Affendame zu geleiten. „In meinen wildesten Träumen“, so gestand Hugh einmal, „hätte ich mir kein süßeres Leben vorstellen können.“ Zum 60. Playboy-Jubiläum gratulieren wir mit Faszination, Ehrfurcht und einer gehörigen Prise Neid.

 

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