Was steht bei Gooding & Company in Pebble Beach auf dem Spiel?

Als offizielles Auktionshaus des Pebble Beach Concours d`Elegance bietet Gooding & Company wie zu erwarten im Katalog für die Auktion am kommenden Wochenende 139 Lose von bestechender Qualität.

Ähnlich wie bei der RM Sotheby´s Monterey Sale werden auch im Katalog von Gooding & Co. die inzwischen stark nachgefragten limitierten modernen Supercars herausgestellt. Wir sind der Meinung, dass der silberne Ferrari 550 Barchetta (geschätzt: 475.000 - 575.000 US-Dollar) attraktiver ist, als das rote Exemplar von RM. Zu den Losen zählt auch ein Ferrari 458 Challenge (200.000 - 240.000 Dollar), der belegt, dass eine weitere Nische in den Fokus der Sammler gerückt ist.

Als zuversichtlich muss man auch die beiden Schätzungen für die beiden modernen Porsche im Angebot werten: Der 997 GT2 RS  soll mindestens 550.000 - 650.000 Dollar erlösen, der weiße 997 Speedster 275.000 - 325.000 Dollar. Von Mercedes-Benz stammen zwei weitere Schwergewichte der neunziger Jahre. Der CLK DTM AMG (350.000 - 425.000 Dollar) und der SLR McLaren (400.000 - 500.000 Dollar) - beide in schwarz - haben einen ähnlichen Schätzwert, der beweißt, dass am Sammlermarkt Seltenheit gegenüber Performance durchaus auftrumpfen kann. Dagegen ist der Low-mileage Ford GT mit geschätzten 300.000 - 350.000 Dollar geradezu günstig. Aber vielleicht steigt auch dieses Modell im Wert nachdem der Nachfolger ausgeliefert wird?

Classic Driver hat sich zwar schon ausführlich mit den vielen blue chip-Ferraris und Maseratis beschäftigt, die am Wochenende bei Gooding unter den Hammer kommen, aber Bieter dürfen sich noch auf weitere Highlights freuen. Da ist beispielsweise der Porsche 935, der einst Paul Newman gehörte und die 24 Stunden von Daytona gewonnen hat (4,4 - 5,5 Millionen Dollar) oder der werksoriginale Alfa Romeo 8C 2300 Monza (12 - 15 Millionen Dollar). Der Porsche 550A Spyder blickt fraglos auf eine glanzvolle Motorsportgeschichte zurück, aber ist er wirlich 5 - 6 Millionen Dollar wert? Der 550 Spyder, den RM bei der Rétromobile angeboten hat, ist zwar ein weniger rares Kundenmodell, erlöst aber bei der Auktion im Februar nur 2.744.000 Euro.

Zugegeben, er ist ein Exzentriker, aber wir lieben den Aston Martin DB2/4 Spider  aus der Feder von Bertone, der mit einem Schätzwert von 3 - 4 Millionen Dollar beachtliche Höhen erreicht. Das kühne Fahrzeug wurde von S.H. „Wacky” Arnolt entworfen - das erklärt auch die frappierende Ähnlichkeit mit dem Arnolt-Bristol. Auch der radikal gezeichnete Cisistalia 202 SMM  ist ein Klassiker nach dem Geschmack eines anspruchsvollen Enthusiasten. Es ist eines von nur zwei Modellen und wurde von Piero Taruffi gebaut und in der Mille Miglia 1948 gefahren, folglich wird es für 2 - 3 Millionen Dollar aufgerufen. Wer das Glück hat, ihn zu ersteigern, erwirbt damit einen Hingucker für jeden historischen Event, zumal das seltene Modell im Vergleich zu einem „normalen” Ferrari der selben Epoche geradezu ein Schnäppchen darstellt.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Gooding & Co.

Den gesamten Katalog der Auktion von Gooding & Company am 20. August 2016 in Pebble Beach finden Sie im Classic Driver Markt.