Unsere 10 liebsten Concept Cars in der Geschichte des Genfer Autosalons

Zum 85. Genfer Autosalon blicken wir zurück auf die ungewöhnlichsten und interessantesten Concept Cars, die bei der Schweizer Messe im Laufe der Jahrzehnte enthüllt wurden.

1961: Aston Martin Jet by Bertone

Der damals 22-jährige Giorgetto Giugiaro zeichnete den Jet, der auf einem DB4 GT aufbaute und beim Genfer Salon des Jahres 1961 vorgestellt wurde. Als Klassiker gewann der Jet im Jahr 2001 den Titel „Best of Show“ beim Concorso am Comer See und wurde 2013 bei Bonhams-Aston-Sale für 3,25 Millionen Pfund versteigert.

1963: Chevrolet Corvair Testudo by Bertone

GM wollte den Corvair in Europa verkaufen und schickte daher zwei rollende Chassis über den Teich, eines zu Pininfarina, das andere zu Bertone. Wieder war es der bei Bertone angestellte Giugiaro, der den hier gezeigten Testudo entwarf. Ein übrigens völlig realistisches Auto, das Nuccio Bertone damals auf eigener Achse von Turin nach Genf fuhr. Und Giugiaro wieder zurück.

1968: Bertone Panther

1968 war Giugiaro zwar nicht mehr für Bertone tätig, sondern für Ghia, dennoch war die Carrozzeria gefragt. Das Rennteam Brescia Corse etwa beauftragte in besagtem Jahr Bertone damit, einen Prototyp für die World Sportscar Championship zu entwerfen. Das unverkennbare Highlight des Rennwagens war sein überdimensionaler Spoiler, dessen Wirkungsgrad hydraulisch verstellt werden konnte.

1970: BMW 2200 ti Garmisch

Die steigende Popularität des Mercedes W114 bewegte BMW dazu, Bertone das Projekt „BMW 2200 ti Garmisch“ an die Hand zu geben. Marcelo Gandini entwarf das Coupé und inspirierte später Paul Bracq beim Design der E12-Fünferreihe.

1970: Ferrari Modulo

Allein aus dem Jahr 1970 hätten wir mit Leichtigkeit zehn herausragende Debütanten herauspicken können: Mercedes-Benz C111-II, Volvo GTZ, Alfa Romeo Montreal, Citroën SM und Range Rover. Doch die Ferrari-Studie Modulo war zweifelsohne das Highlight der Messe.

1975: Opel Geneve Concept

Eines der schönsten Projekte der Rüsselsheimer aller Zeiten, der Opel GT/W, wurde noch vor seiner Messepremiere verworfen. Daher feierte die Studie auch unter dem Pseudonym Opel Geneve Concept ihr Debüt – als klar war, dass der Wankelmotor-Sportwagen nie in Serie gehen wird.

1981: Wolfrace Sonic

Der Wolfrace Sonic wurde gebaut, um die neuen Alufelgen der Marke im Pfefferstreuer-Design zu promoten. Doch der Sonic mit sechs Rädern und zwei Range-Rover-V8 hatte sogar das Zeug zum Poster-Supercar nebst Lamborghini Countach un Co.

1987: Sbarro Monster G

Der Monster G von 1987 zählt zu Sbarros besonders abgefahrenen Kreationen. Mit dem Motor eines Mercedes G, einem Styling wie ein aufgedunsener Beach-Buggy und Rädern von einer Boeing 747 war der Monster G alles, aber nicht gewöhnlich.

1991: Lamborghini Sogna

Der Sogna ist sozusagen der wahrgewordene Traum eines 13-Jährigen. Die japanische Firma Art & Tech baute diesen kuriosen Sportwagen, für den ein Lamborghini Countach herhalten musste. Zum Glück ging er nie in Serie.

1993: Lagonda Vignale

Der neue Lagonda Taraf, der nun auch in Europa angeboten werden soll, ist nicht der erste Versuch Aston Martins, die Kult-Limousine der Achtziger wiederzubeleben. Schon 1993 wurde mit dem von Ghia gestalteten Lagonda Vignale ein möglicher Nachfolger gezeigt.