Snapshot, 1968: Es hätte auch schlimmer kommen können

Es ist April 1968 und nach dem BOAC International 500-Rennen in Brands Hatch konnte der Privatfahrer Paul Vestey mit seinem Ferrari 250 LM nur hadern. Es wollte zwischen Mensch und Maschine einfach nicht klappen. Dennoch wirkte der Ferrari in der Boxengasse unweigerlich wie ein Publikumsmagnet.

Mit seinem amerikanischen Teamkollegen Roy Pike schaffte es Paul Vestey, sich mit seinem neuen Ferrari 250 LM im Gesamtklassement von Brands Hatch den fünfzehnten Platz zu sichern sowie sechster in seiner Klasse zu werden. Damit lag er allerdings 22 Runden hinter dem siegreichen Ford GT40 mit Jacky Ickx und Brian Redman. Der Privatfahrer machte zwar keinen Hehl daraus, dass er ausschließlich zum Vergnügen Motorsport betreibt, aber eine etwas bessere Platzierung hatte er schon erwartet. Das Problem, so Vestey, lag beim Fahrzeug selbst. Er fand keine Verbindung zu diesem Ferrari-Prototyp und nannte als Hauptgrund für seine ablehnende Haltung die Bremsen. Aber nach dem Rennen fand er offenbar in der Boxengasse zur guten Laune zurück. Schließlich war das Startgeld attraktiv und es würde auch wieder Rennen geben. Auch wenn Vestey seinen dunkelblauen Ferrari nicht mochte, der Prototyp mit dem springenden Pferd sorgte trotz enttäuschender Platzierung für eine bewundernde Menge.

Foto: GP Library / UIG über Getty Images

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