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Mit dem „Excellence“ auf Bentley-Basis kehrt Packard nach 67 Jahren zurück

Die niederländischen Coachbuilder von JB Classic & Bespoke haben die Marke Packard auf Wunsch eines anspruchsvollen Kunden wiederbelebt. Der auf einem Bentley Flying Spur basierende „Excellence“ ist das Produkt aus 17.000 Arbeitsstunden.

Der amerikanische Luxuswagenhersteller Packard wurde speziell vor dem Zweiten Weltkrieg mit Duesenberg, Bentley und Rolls-Royce in einem Atemzug genannt – doch geriet nach der für Packard verhängnisvollen Fusion mit Studebaker nach 1958 schnell in Vergessenheit. Ein gewisser Roy Gullickson versuchte in den 1990er-Jahren ein erstes Revival, indem er die Namensrechte und das Logo von Packard erwarb und für das Modelljahr 1999 einen Packard „Twelve“ vorstellte. Doch wegen Geldmangels blieb es bei diesem Einzelstück und Packard versank für ein weiteres Vierteljahrhundert in einen Dornröschenschlaf. Das ändert sich nun mit dem heutigen Tag, an dem JB Classic & Bespoke den Packard „Excellence“ enthüllt.

Der niederländische Karosseriebauer und Restaurierungsspezialist investierte nach eigenen Angaben nicht weniger als 17.000 Arbeitsstunden in die Verwandlung eines Bentley Flying Spur in den hier abgebildeten Packard. Dazu gehörte die Entwicklung einer komplett maßgeschneiderten Karosserie mit dem legendären Packard-Kühlergrill, „Selbstmördertüren“ und der „Goddess of Speed“-Kühlerfigur – exakt wie zu den goldenen Jahren der US-Luxusmarke. Auch ein Blick auf die individuell gestalteten Scheinwerfer oder die Edelstahlverkleidung verrät, dass JB Classic & Bespoke keine Kompromisse einging.

Während JB Classic & Bespoke für den Aufbau des „Excellence“ verantwortlich zeichnete, wurden das Design und die Konstruktion der Firma Cinovara Design aus Den Haag anvertraut. Diese ließ sich von einem anderen, gescheiterten Versuch inspirieren, Packard wiederzubeleben. Er geht zurück auf das Ende der 1950er-Jahre, als Studebaker-Packard erwog, den französischen Facel Vega Excellence mit einem hauseigenen V8 unter der Haube als Packard zu vermarkten. Doch ein Einspruch von Daimer-Benz, die auf einen Vertriebsvertrag mit Studebaker-Packard pochten, ließ den Plan scheitern.

Beim neuen Excellence haben beiden niederländischen Spezialisten vorbildliche Arbeit geleistet und dem Auto einen einzigartigen Charakter und eine ebensolche Straßenpräsenz verliehen. Lediglich in der Ansicht von schräg hinten verschwimmt die Grenze zwischen Packard und Bentley – die kantigen Hüften des Flying Spur sind nicht zu übersehen. Obwohl wir diesen einzigartigen Coachbuilt-Packard „Excellence“ zu Jahresbeginn nicht vorhergesehen haben, hätten wir nichts dagegen, wenn sie bei JB Classic & Bespoke noch einige weitere Exemplare dieses Reborn-Packard auf Kiel legen würden.

Fotos von Jerome Wassenaar

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