Matzker ist der Herr der leistungsstarken Landys

Wüstenrallye, Expedition, Rennstrecke oder einfach nur Stadtverkehr? Bei Matzker in Köln werden Land Rover für fast jeden Einsatz perfektioniert. Wir haben „Mister Landy“ standesgemäß im leistungsgesteigerten Land Rover Defender 90 „Automatik“ besucht – und hatten ein konkretes Anliegen.

Wenn keiner weiter weiß

Wer den Herrn der Land Rover aufsucht, will nur eines für seinen treuen Gefährten: Das Beste. Diesen Ruf hat sich Geschäftsführer Amadeus Matzker mit seinem Unternehmen über Jahrzehnte aufgebaut – mit Leidenschaft, Know-How und dem ständigen Ehrgeiz, perfekte Lösungen für die britischen Geländewagen zu entwickeln. „Wenn keiner weiter weiß, hilft Matzker“ haben wir im Hinterkopf, als wir im Land Rover Defender 90 die 400 Kilometer lange Strecke von Hamburg nach Köln antreten. Unser Landy hat gerade eine Leistungssteigerung und einen Umbau auf Automatik-Schaltung hinter sich. Eine schöne Kombination, sofern sie funktioniert. Leider kommt es beim Defender im mittleren Drehzahlbereich zu Vibrationen und die Schaltsequenzen des Discovery-Automatikgetriebes sind auch nicht optimal abgestimmt.

Wir treffen Herrn Matzker im Defender-Cockpit zur Probefahrt. „Der puristische Brite war schon immer meine große Leidenschaft", verrät er und schwärmt darüber, dass der Defender im Gegensatz zu seinen modernen Verwandten noch eine endlose Spielwiese für Modifikationen und Optimierungen bietet. Das Problem unseres Defender hat Matzker nach kurzer Fahrt lokalisiert und gibt bereits Lösungsansätze - in einer Präzision und Ruhe als hätten wir gerade das Orakel befragt. In der Werkstatt bestätigte sich, dass das Getriebe an einer Stelle am Karosserieblech anliegt und dadurch die Vibrationen entstehen. Das fehlerhafte Schaltverhalten ist derweil Einstellungssache.

Sonderumbauten für alle Fälle

Amadeus Matzker

Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was wir eine Halle weiter zu sehen bekommen. Hier steht ein Defender 90, den Matzker gerade zum Supersportwagen aufbaut. Das Auto wurde bereits von jeglichem Ballast befreit und der gesamte Bodenbereich durch eine leichte Alu-Konstruktion ersetzt. Im Bug sitzt ein 5,2-Liter-Rover-V8, der dem Defender einmal richtig Dampf machen soll. „Hinzu kommt," so Matzker, "eine Fahrwerksoptimierung, die mit eigens von uns entwickelten Komponenten realisiert ist. Egal, ob Rennstrecke, Gelände oder Stadtbetrieb – mit dem richtigen Fahrwerk ist der Defender überragend im Handling“, versichert er uns.

Matzker muss es wissen, nimmt er doch regelmäßig an internationalen Wüstenrallyes teil – zuletzt an der Abu Dhabi Desert Challenge 2014, wo das Team Matzker unter 48 Startern Platz 13 in der Gesamtwertung und Rang 9 in seiner Klasse belegte. Die 2.300 Kilometer lange Dünenrallye, die als Extremste ihrer Art gilt, ist für Amadeus Matzker eine Möglichkeit, sich vom stressigen Arbeitsalltag zu erholen. Eine andere sind private Expeditionen, wie eine 16.000 Kilometer lange Tour in viereinhalb Wochen quer durch Afrika, die Matzker und Gefährten in eigens aufgebauten Expeditions-Landys meisterten. Kein Wunder, dass Amadeus Matzker trotz überquellender Auftragsbücher einen kühlen Kopf bewahrt.

Fotos: Jan Richter

Maßgeschneiderte Modifikationen bietet Matzker übrigens auch für die moderne Verwandtschaft des Defenders und führt als Vertragshändler stets ein Angebot an Neuwagen und jungen Gebrauchten. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, findet die aktuellen Fahrzeugbestand von Matzker bei Classic Driver.