Market Finds – Zwischen Leistung und Grazie

Die Market Finds dieser Woche – ein kecker MG Metro, ein feuerspeiender BMW M3, ein lässiger V8-Hammer "Made in Britain" und zwei Rennsportheroen von Alfa und Ferrari.

British Racing Beige

Die Außenfarbe Cheltenham Beige in Kombination mit magnolienfarbenem Leder lässt keinen Zweifel über die Herkunft dieser englischen Rose zu. Zu seiner Zeit im Ruf des ersten britischen Supersportwagens stehend, ist dieser Aston Martin V8 – speziell in der Vantage-Ausführung dieses ultraseltenen Linkslenkers – in der Lage, einem Ferrari Daytona beim Ampelstart seine Endrohre zu zeigen. So geschehen bei einem Vergleichstest im Fachblatt Motor, bei dem der Brite seinerzeit den Italiener mit einem Sprint in 5,2 Sekunden von 0 auf 96 km/h düpierte. 

Feuriger Clubsportler

Das komplette Gegenteil des Gentleman-Racers von Aston Martin ist dieser in Feuerorange lackierte BMW M3 GTS aus dem Jahr 2011. Als spiritueller Nachfolger des Homologations-Specials M3 GTR legt sich der nur 150 Mal gebaute und mit einem Dach aus Kohlefaser glänzende Clubsportler keine Fesseln an: Mit 450 PS (30 mehr als das Serien-M3-Coupé) aus dem auf 4,4 Liter vergrößerten V8 sprintet der GTS in 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und beendet erst bei 305 km/h seinen Vortrieb.  

Schuljungen-Charme

Zwei neue Trends bewegten die Autowelt in den 1980er Jahren: Heiße Hatches und Turbos. Aus den glorreichen Zeiten der rebellierenden kleinen Fronttriebler mit großen Turbolöchern kommt dieser MG Metro Turbo. Dieses Modell mit Baujahr 1984 hat nur 11.700 Kilometer auf der Uhr, trägt noch stolz seine Turbo-Aufkleber und die damals als trendy geltenden, weil in Wagenfarbe lackierten Scheibenwischer zur Schau. Wer also seine anglophile Jugend noch einmal nacherleben will, sollte den Turbozwerg bei jeder Ausfahrt mit neun Zehntel seiner Leistung fordern. 

Siegverwöhntes Leichtgewicht

Mit rund 170 PS und einem Fliegengewicht von 770 Kilo kämpfte die Alfa Romeo Giulia GTA auf Rennstrecken rund um die Welt erfolgreich für die Ehre italienischer Automobiltechnik. Bemerkenswert, dass dieses Modell aus dem Jahr 1965 noch immer seinen ersten Motor besitzt und sich auch sonst in einem hervorragenden Zustand befindet. Wir sind uns nicht sicher, ob das auch auf die meisten anderen verbliebenen Modelle aus der insgesamt 501 Wagen starken Serie zutrifft. 

Ein französischer Ferrari

Ein Ferrari in weiß mit einem durchgezogenen Streifen in den Farben der Tricolore – das sieht man wahrlich nicht alle Tage. Dieser Ferrari 250 GT „SWB“ Competizione von 1960 steht aktuell bei Talacrest, dessen Gründer John Collins wir gerade erst interviewt haben, zum Verkauf. Die Biographie des Autos ist exzellent, wie auch die Spitzenpositionen bei Rennen in Montlhéry und Monza beweisen. Ein echtes Schwergewicht mit leichter Aluminium-Hülle – und zur Abwechslung auch mal nicht Rot lackiert. 

Im Classic Driver Markt präsentieren sich Tausende von Klassikern und Sammlerautos zum Verkauf – eine reiche Auswahl, die täglich erweitert wird. Sie können außerdem zahlreiche klassische Motorräder wie auch YachtenUhrenSammlerstücke und Luxusimmobilien entdecken.