Making of Morgan: Wie aus einem Baumstamm ein Roadster entsteht

Während die meisten Sportwagenmarken bereits im Carbon-Zeitalter angekommen sind, werden die Rahmen bei Morgan bis heute aus Holz gefertigt. Wir haben den Konstrukteuren über die Schulter geschaut.

Tatsächlich hat sich die zeitaufwändige Methode der Fertigung des Stahlchassis und des Rahmens aus Eschenholz seit den 1930er Jahren kaum verändert. Im Video kann man diesen beeindruckenden Handwerksprozess verfolgen. Beeindruckend ebenfalls, wie die Teile der Aluminiumkarosserie so lange geformt, gehämmert und gefaltet werden, bis aus den Blechen die bekannte Morgan-Form entsteht.

Ein Klassiker entsteht

Nachdem Chassis und Karosserie vereint sind, beginnt der Prozess des Schleifens, bei dem jede Unregelmäßigkeit aus der matt schimmernden Aluminiumhaut entfernt werden muss - sei sie auch noch so klein. Erst dann erhält der Morgan seinen Lack. Doch damit nicht genug: Mehr als 40.000 Farben stehen zur Auswahl. Und wer selbst hier nicht den passenden Ton findet, kann seine Wunschfarbe auch anmischen lassen.

Für jedes Wetter gewappnet

Als nächstes wandert der neue Morgan in den "Trim Shop", wo die Innenausstattung gefertigt wird. Hier erhält der Wagen sein Leder, die Teppiche, Front- und Seitenscheiben und natürlich das berühmte "Weather Equipment" - wie bei Morgan das Verdeck bezeichnet wird. Wer einmal zugesehen hat, wie liebevoll das Stoffdach für jeden einzelnen Morgan zusammengenäht wird, wird auch die höllisch komplizierte Montage des Dachs beim nächsten Platzregen mit einem Lächeln hinnehmen. Zuletzt geht der fertige Morgan auf Testfahrt, um die Qualität aller Teile zu prüfen. Dann, nach drei Wochen aufwändigster Handarbeit, wird der Wagen an seinen glücklichen Besitzer übergeben. 

Fotos / Video: Morgan Motor Company

Im Classic Driver Markt stehen zahlreiche klassische und moderne Morgan zum Verkauf.