Ist das Kunst oder nur viel „Blech“?

Mit der Kunst ist es so eine Sache. Manche bezahlen Millionen für einen Picasso, andere stellen sich dafür die Garage mit automobilen Skulpturen voll. Wir bevorzugen letztere Lösung und haben da schon mal etwas vorbereitet.


 


#5 Aston Martin Lagonda



Ist das Kunst oder nur viel „Blech“?

Bevor Sie jetzt in ungläubiges Staunen verfallen, sei Ihnen versichert, hier hat der Meister William Towns persönlich Hand angelegt. Nur 645 Stück dieses extravaganten Kunstwerks auf Rädern entstanden in unterschiedlichen Ausführungen „handcrafted“ in den Jahren 1976 bis 1989 und machen die 5,3 Meter lange Limousine zu einer echten Rarität auf den Straßen. Von der hier gezeigten „Serie 4“ sind sogar nur 104 Exemplare gebaut worden. Damit der Tankwart Sie bei Ihrer Ankunft auch rechtzeitig sehen kann, ist dieser Aston in grellem Rot gehalten. Angesichts des Verbrauchs von mindestens 20 Litern korrespondiert die Farbe zu den durchaus nennenswerten Abbuchungen nach dem Volltanken. Doch die Entwarnung kommt postwendend, denn der Lagonda war einst ein wohl behüteter Vorführer, der mit gerade einmal 31.800 Meilen wie ladenneu dastehen müsste. Somit hat der Restaurator erst einmal frei, was das Budget wiederum entlastet.

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#4 Lamborghini Pregunta Prototype



Ist das Kunst oder nur viel „Blech“?

Einzigartig hingegen ist der Lamborghini-Portotyp namens Pregunta, der erstmals bei der Paris Motor Show 1998 das Licht der Welt erblickte. Interessant dabei ist, dass es offenbar damals schon angesagt war, Autos in matten Graulacken ins Rampenlicht zu rollen. Zumindest bei Lamborghini, die stets Trends setzen. Einen zweiten Auftritt erlebte der auf einem Lamborghini Diablo basierende 1,10 Meter hohe Renner im „Aircraft Design“ auf dem Genfer Automobil Salon 1999. Dann verschwand der Prototyp auf lange Zeit in irgendwelchen Hallen und entging so den Fängen der neuen Hausherren bei Lamborghini. Dass der 530-PS-Bolide nun zum Verkauf steht, ist also ein einmaliger Glücksfall, den es zu nutzen gilt!

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#3 Alfa Romeo Montreal



Ist das Kunst oder nur viel „Blech“?

Deutlich mehr Nutzen als der einzigartige Prototyp hat das Kunstwerk Alfa Montreal. Es spielt eher in der Liga „nützliche Designerstücke“ und kann problemlos für Ausflüge zu zweit genutzt werden. Der exklusive Alfa, dessen Namen sich auf den Ort seiner Präsentation begründet, wurde vom Büro Bertone entworfen und zählt bis heute zu einem der gelungensten Entwürfe. Angetrieben von einem aus dem Rennsport abgeleiteten V8-Motor mit nur 2,6 Liter Hubraum und 200 PS fasziniert der Alfa mit seinem markanten Klangbild. Der Motor sitzt übrigens, anders als es die Lüftungsschlitze an der C-Säule vermuten lassen, im Bug. Das hier angebotene 73er Exemplar ist vollständig restauriert und besticht neben seiner absoluten Originalität vor allem durch eine komplette Historie, zu der auch die Bedienungsanleitung und das Wartungsheft gehören.

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#2 Porsche 962 Brun Jagermeister



Ist das Kunst oder nur viel „Blech“?

Ein kompromissloses Rennkatapult wie der Porsche 962 soll Kunst sein? Ja, denn die Le-Mans-Rennwagen der Achtzigerjahre wurden dank ihrer Sponsoren zum Kunstwerk. Eines der berühmtesten Racing-Designs stammt von Jägermeister – wie an diesem Exemplar zu sehen ist. Was den Rennwagen sonst noch besonders macht: Etwa sein 672 PS starker Boxer-Mittelmotor, ein aufwändig konstruiertes Rennsportfahrwerk oder die Einzelsitzkonfiguration. Diese dürfte nicht nur Gewicht, sondern auch Nerven sparen. Denn wer will schon dauernd die Fragen nach dem Sinn oder Unsinn dieser nicht ganz unerheblichen Investition beantworten.

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#1 Bentley S3 Mulliner Park Ward



Ist das Kunst oder nur viel „Blech“?

Während sich am Porsche in Sachen Kunst die Geister streiten mögen, ist der hier vorgestellte Bentley S3 Mulliner Park Ward der Inbegriff von klassischer Moderne. „British Empire goes Chinese“, so könnte man angesichts der Vierfach-Scheinwerfer ausrufen, doch tatsächlich sollte die neu gestaltete Front nur jüngeres Klientel an die Marke binden. Dieses von Grund auf restaurierte Coupé macht deutlich, wie zurückhaltend automobile Kunst von der Insel sein kann. Denn anders als der grelle Lagonda pflegt dieser Bentley in vornehmem Farbton „Gunmetalblack“ samt schwarzem Leder Interieur so viel Understatement, dass man das Auto platt übersehen könnte. Doch das wäre, angesichts der nur noch wenigen erhalten Exemplare dieser Bentley-Reihe, nun wirklich eine Sünde.

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Fotos: Classic Driver Händler