Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Die fünf Autos, die uns diese Woche im Classic Driver Markt faszinieren, passen in jede Garage - doch in allen anderen Kategorien sprengen sie jede Dimension.

Weil ein normaler E21 nicht selten genug ist 

Die für die 80er-Jahre markentypischen Dekorgrafiken von Alpina sind schon aus einiger Entfernung erkennbar. Beim Näherkommen dann auch die ikonischen Sternfelgen, der aggressive Frontspoiler und der Doppelrohr-Auspuff. Beim Blick durch die leicht getönten Scheiben dieses BMW 323 Alpina C1 Baujahr 1982 entdeckt man dann auch noch einen Überrollkäfig, der aber mittlerweile ausgebaut worden ist, aber auf Wunsch separat mitgeliefert werden kann. Weiter fallen die Augen auf das hochwertige Alpina-Stoffinterieur in Schokoladenbraun mit blauen und limonengrünen Kontraststreifen, das Vierspeichen-Lenkrad und die Zusatzinstrumente auf der Mittelkonsole. Der mit einem Vergaser von VGS (Viktor Günter aus Köln) bestückte 3er hat auch ein Sperrdifferenzial und gehört zu zehn vom französischen Alpina Importeuer Garage du Bac aus Bausätzen zu Alpinas aufgewerteten E21-BMW. Er hat auch französische Zulassungspapiere. Ein attraktiver Youngtimer, der Sie mit seinen 173 PS bei jeder Fahrt zurück in die 80er-Jahre katapultiert.

Der andere kleine italienische Renner

In attraktivem Metallic-Blau mit kontrastierenden goldenen Felgen und großen Scheinwerfern („Fanalone“) ist dieser Lancia Fulvia 1.6HF von 1970 eine erfrischende Alternative zu den zunehmend teureren Alfa Romeo. Das nach Gruppe 4-Reglement präparierte Exemplar hat das begehrenswerte Fünfgang-„Testone“-Getriebe und eine getunte Version des klassischen 1,6-Liter-V4, was Ihnen bei historischen Events ein paar Zusatz-PS beim Erklimmen von Bergprüfungen beschert. Im radikal leer geräumten Interieur mit Zweispeichen-Ferrero-Lenkrad und Fusina-Schalensitzen soll nichts vom Anpeilen des Kurvenscheitelpunktes ablenken – auf der Jagd nach der persönlichen Sonderprüfungs-Bestzeit.

Dieser Prä-A-356 ist pure Perfektion

Der Porsche 356 ist ein Design-Meisterwerk und jeder, der das anders sieht, liegt schlicht falsch. Doch gibt es von diesem ersten Porsche bekanntlich viele unterschiedliche Varianten (bis hin zum 956 C) und dementsprechend auch sehr unterschiedliche Werte. Doch fragt man jeden echten Enthusiasten, dann gibt es nur ein Modell, das die Krönung jeder Sammlung wäre: Ein frühes Exemplar (Prä-A) mit der bis 1955 gebauten V-förmig geteilten Windschutzscheibe. Dieses bemerkenswerte Exemplar aus dem Jahr 1951 steht gerade beim britischen Markenspezialisten Sports Purpose zum Verkauf. Chassis #10713 gehört zu den ersten 1000 produzierten 356er, wurde neu an den belgischen Händler d’Ieteren in Brüssel geliefert, verbrachte dann lange Jahre in den USA, ehe es Ende der 1990er-Jahre nach Europa zurückgelangte. Zuletzt wurde es in achtjähriger Arbeit von seinem letzten Besitzer nach Werksspezifikation aufwendig restauriert. Bis hin zum historisch korrekten Nitrocellulose-Lack. Die dezente Farbe Radium Green reicht gerade aus, um die Chromteile für sich sprechen zu lassen, ohne dass die zeitlosen Linien gestört würden. Man kann sich keinen besser erhaltenen frühen 356 vorstellen.

Eine leidenschaftliche Jagd

Wer sagt „Jaguar Mk2”, wartet eigentlich immer auf ein Zusatzwort…„Coombs“. Steht der Name dieses Tuners doch für mit Blick auf Motorsporteinsätze präparierte Rennlimousinen, die sich vom serienmäßigen Mk2 absetzten. Dieses Modell von 1961 erhielt diese Coombs-Behandlung, darunter die so unverzichtbaren hinteren Radhäuser (damals für £35 zu haben!). Das Tuning stempelt dieses seltene Exemplar mit 3,8-Liter-Motor zu einer veritablen Super-Limousine und einem der aktuell ultimativ zum Verkauf stehenden MkII. Zumal der bekannte Teilnehmer an historischen Rennen, Shaun Lynn, das Auto 2011 erwarb und es dann unter dem wachsamen Auge des Ex-Coombs-Angestellten Ken Bell bei CKL Developments  „sympathisch“ restaurieren ließ. Was wir hier vor uns haben ist ein Auto, das sich nichts anderes wünscht als seinen Eigner/Fahrer zu erfreuen.

Die Amalfiküste ruft Sie 

Die Sonne strahlt jeden Tag länger und heller, und überall in Europa wird das Impfen beschleunigt. Was würde sich mehr anbieten, um diese guten Nachrichten mit einer Fahrt durch Italien an die Amalfi-Küste zu feiern? Um dann den Sonnenuntergang mit einem Negroni in der Hand zu beobachten. Als ideales Auto für diese romantischen Momente bietet sich diese betörende Alfa Romeo Giulietta Baujahr 1959 an, die aktuell bei RSC Automobile zum Verkauf steht. Ein frühes Exemplar, wie  an den kleinen Heckleuchten, den fehlenden kleinen Seitenfenstern und am offenen Handschuhfach zu erkennen. Eine zuletzt im Jahr 2000 neu aufgetragene Farbe bot die Möglichkeit für eine schöne Patina dieses von Pininfarina designten Modells, das 25 Jahre im Besitz des gleichen Eigners war.