Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen können

Ob Sie nun bei Classic Car Rallyes eine Sonderprüfung angehen oder mit Kind und Kegel samt preisgekröntem Haustier auf denkbar eleganteste Weise ausfahren wollen – der Classic Driver Markt von dieser Woche hat selbst für solch ausgefallene Wünsche etwas parat...

Zweiter Wind

Nach seiner Außerdienststellung als Pressefahrzeug trat dieser frühe Quattro in die Dienste des offiziellen englischen Audi-Teams. Unter Leitung von Teamchef David Sutton erfolgte der Umbau zu einem Trainingsauto für Rallyegrößen vom Kaliber eines Hannu Mikkola oder John Buffum. „BRP 223X“ kam aber auch bei einer Reihe von Rallyes zum Einsatz, unterem anderen 1983 beim Rothmans Circuit of Ireland. So, wie das Auto bei diesem Event optisch wie technisch startete, wird es nun heute zum Verkauf angeboten. Die Bedeutung dieses „überlebenden“ Quattro A1 ist nicht zu unterschätzen. 

Race on Sunday, sell on Monday? 

Man murmele nur das Wort „Gruppe A“ – und sofort tauchen vor den Augen von Motorsportfans Bilder von wild bespoilerten Ford Sierra RS 500 auf, die von Klaus Ludwig, Steve Soper oder Andy Rouse gebändigt um Kurse wie Brands Hatch oder Bathurst eilen. Immer kurz vor dem Abflug, schickte der Turbomotor der Heckklappen-Limousine doch gut 500 PS auf die Hinterachse. Was erklärt, warum der RS500 in verschiedenen Gruppe A-Serie so erfolgreich war – einmal gelangen sogar 40 Siege infolge! Dieses spezielle Exemplar aus 1988 wurde vom Team CMS Sweden bis nach Japan und Australien eingesetzt und gerade erst quasi auf Neuzustand restauriert. Wer durch die Fotogalerie scrollt, wird die exzellente Arbeit sofort erkennen. 

Verbesserung gegenüber dem Original? 

Jeder liebt einen Shooting Brake, speziell, wenn er einem englischen Auto eine noch etwas angelsächsischere Note verpasst. Der Jaguar XJS zeigt, warum. Die in Sussex beheimatete Firma Lynx begann in den frühen 80ern mit dem Umbau des V12 Coupés in einen Kombi. Damals behauptete das Magazin MotorSport, die Qualität des „Eventer“ getauften Umbaus würde auch einem direkt aus dem Jaguar Werk gerollten Fahrzeug zur Ehre gereichen. Dieser spezielle Eventer V12 ist das 62. von bis 2002 bei Lnyx gebauten 67 Modellen und scheint in fabelhaftem Zustand zu sein. 

Weniger ist manchmal mehr 

Der Lamborghini Murciélago ist ein treffliches Beispiel für die Richtigkeit obiger Lebensweisheit. Im Vergleich zum ersten Modell mit 6,2-Liter-Motor wirkte der 2006 eingeführte LP640 mit 6,5-Liter-V12 vergleichsweise altbacken, während der SV von 2009 mit seinem riesigen Heckspoiler und einem Übermaß an aerodynamischen Kohlefaser-Anbauteilen auch noch den letzten Rest an Eleganz verspielte. Für uns verkörpert daher dieser Murciélago Roadster von 2005 die schönsten Seiten des Modells. Dass er ohne das allgemein favorisierte Sechsganggetriebe kommt, ist verschmerzbar. Denn er hatte bislang erst zwei Besitzer, die gerade einmal 733 Meilen (1180 km) zusammenbrachten. 

 

Grüne Maschine

Wie beim aktuellen Alfa Romeo Giulia gelang es Giugiaro bei der ersten Giulia, eine relativ brave und nutzorientierte Limousine auf positive Weise exotisch wirken zu lassen. Diese Giulia Sprint GT 1600 von 1964 in der Farbe Verde Muschio ist ein frühes Modell mit Matching Numbers für Chassis und Motor. 

Fotos: International Collectables by Edward Lovett, Duncan Hamilton ROFGO, Wim Prins, Curated, Very Superior Old Cars