Für Gooding & Co gibt es nach Pebble Beach genug Grund zur Freude

Mit einer feinen Sammlung von Ferrari 250 GTs, die als Zugpferde zusammen 31.65 Millionen Dollar erlösten, war die zweiteilige Gooding & Company-Auktion in Pebble Beach mit einem Resultat von 129.8 Millionen die erfolgreichste bisher. Das ist ein gutes Zeichen für den Sammlermarkt.

Der offizielle Versteigerer des Pebble Beach Concours d`Elegance konnte am vergangenen Wochenende in Kalifornien 114 von insgesamt 137 Losen verkaufen. Das entspricht zunächst einer Abverkaufsrate von 83 Prozent - das ist im gegenwärtig schwierigen Marktumfeld zwar ein gutes Ergebnis, aber doch sechs Prozent niedriger als 2015.

Begehrenswertes in Hülle und Fülle

Durchschnittlich kamen die meisten Auktionslose zum Schätzwert oder etwas niedriger unter den Hammer. Dieser Trend entspricht der Einschätzung des HAGI Indexes, die beobachten, dass Käufer den tatsächlichen Marktwert reeller beurteilen, als die Anbieter. Außerdem prüfen sie sehr genau, wo sie ihr Geld investieren. „Best of breed”-Exemplare, die nur seltene Gastspiele am Markt geben wie beispielsweise der Alfa Romeo 8C 2300 Monza Roadster (11.9 Millionen Dollar) und der Leichtbau-Ferrari 250 GT California Spider Competizione erzielen immer noch hohe Gewinne. 

Dieser fantastische offene Ferrari ist nur einer von neun Leichtbaumodellen mit langem Radstand des California Spider. Das Fahrzeug erzielte außerdem eine hervorragende Platzierung als Gesamtfünfter bei den 12 Stunden von Sebring 1960. Nach einer ausgedehnten Bieterschlacht kam der Ferrari schließlich für 16.5 Millionen Dollar unter den Hammer - das sind inklusive der Versteigerungsgebühren 18.15 Millionen. Weitere Ferraris, die bei der Auktion gute Ergebnisse einfuhren, war ein 250 GT „SWB” Competizione, der nach der Versteigerung weit unter seinem Schätzung von 13.5 Millionen Dollar noch verkauft werden konnte sowie der ungewöhnliche  Nocciola 275 GTB/4, der 3.245 Millionen Dollar erlöste (inklusive Premium). Vorgestellt als „einer letzten großen unrestaurierten Ferraris”, wechselte der 166 MM Berlinetta von 1950 für 5.445 Millionen Dollar den Besitzer.

Eine sehr bedeutende Provenienz

Unter diesen namhaften Klassikern gab es aber auch ausgesprochene Schnäppchen wie den Ferrari 512BBi zu 313.500 Dollar, den Maserati Ghibli Cup für nur 27.000 Dollar und den höchst seltenen Flachbau-Porsche 964 Turbo der inklusive Gebühren 1.1 Millionen Dollar erlöste. Wie zu erwarten war, schlugen sich die limitierten modernen Supercars bestens - der knallrote Porsche GT2RS kam für 539.000 Dollar unter den Hammer, während der Mercedes-Benz CLK DTM AMG für beachtliche 407.000 Dollar einen neuen Käufer fand. 

Der Porsche 935 von 1979 verkaufte sich mit 4.84 Millionen Dollar nicht nur sehr gut, weil er die 24 Stunden von Daytona gewonnen hatte, sondern weil er einst Filmstar und Rennfahrer Paul Newman gehört hatte. Zumindest war hier der Reigen der Bieter besonders lebhaft. Einige bedeutende Autos fanden an diesem Tag in einem positiven Umfeld allerdings keinen Höchstbieter, wie zum Beispiel ein wunderbarer Porsche 550A Spyder, ein Ferrari 250 GT "SWB" Lusso sowie der Maserati 3500 GT Spider.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Gooding & Co.

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