Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Die Marktauswahl für diese Woche ist zwar so vielfältig wie immer. Aber hat einen klaren Schwerpunkt auf getunte, gepimpte und umgemodelte Modelle. Es treten auf: ein galaktisches Sternen-Cabrio, ein Englishman in California und ein Italo-Amerikaner aus Modena....

Kalifornien trifft britische Noblesse

Diese unglaubliche Hochzeit zwischen britischer Opulenz und kalifornischer Custom Car-Kultur ist das Werk der hierzulande durch die MTV-Kultsendung „Pimp my Ride“ bekannt gewordenen Tuning Garage West Coast Customs aus Burbank (Kailfornien). Auftraggeber für diesen 1995 zum Kombi umgebauten Rolls-Royce Flying Spur war der Vorstand einer großen Musikproduktionsfirma. Auf Basis eines seltenen V8 Flying Spur mit Turboaufladung erhielt der rechtgelenkte RR eine im Vergleich zu anderen Rolls-Royce-Kombi-Umbauten elegantere Dachlinie. Der aus Aluminium gefertigte Anbau ist zusammen mit den Original-Karosserieblechen in den britischsten aller britischen Farben – Hellgrün-Metallic über British Racing Green – lackiert. Das Einzelstück bietet Alltagtauglichkeit, ohne den Charme und den gediegenen Luxus der Spender-Limousine zu schmälern. Sei es für ein Tontaubenschießen, einen Trip nach Südfrankreich oder einfach ein Picknick auf dem Land – wir könnten uns kein feineres Auto wünschen...

Nichts geht über Hubraum, außer....

Die Mercedes-Baureihe W111 hat in den letzten Jahren dank ihres zeitlos schönen Designs und der bulligen V8-Motoren einen fast schon meteoritenhaften Aufstieg erlebt – speziell das 280 SE 3.5 Cabrio steht bei Sammlern extrem hoch im Kurs. Dieses Modell hier spielt jedoch in einer nochmals höheren Liga. Denn bei diesem Mercedes-Benz 280SE Cabriolet Baujahr 1969 wurde der serienmäßige 3,5-Liter-V8 durch ein 6,9-Liter-Triebwerk ersetzt. Die Herztransplantation führten die Spezialisten von HK Engineering aus dem oberbayrischen Polling durch – bekannt geworden nicht zuletzt durch ihre famosen Arbeiten rund um den 300 SL Flügeltürer. Verbunden wurde der Motortausch mit einer zwölf Monate währenden Restaurierung. So strahlt dieser W111 aus einem Sternenmeer von Mercedes der gleichen Baureihe besonders hell heraus. Und lauter bollern tut er obendrein.

Simply Red

Dass Details oft den entscheidenden Unterschied machen – das zeigt wieder einmal dieser Ferrari 308 GTB von 1979. Sogar das vordere Nummernschild hat die richtige Größe, was kniffliger war, als man es sich vielleicht verstellen würde. Zusammen mit dem pfeilförmigen und ungekünstelten Pininfarina Design ist der 308 GTB bis heute ein Musterbeispiel an Einfachheit und zeitloser Schönheit. Das 47.000 Kilometer gelaufene Exemplar mit Trockensumpfschmierung wurde von GTO Engineering wieder in Bestform gebracht. Mit tief herunter gezogenem Frontspoiler und breiteren Felgen besitzt er alle Zutaten für einen perfekten Ferrari.

Spezialität aus Modena

Der von Altmeister Marcello Gandini gezeichnete Qvale Mangusta von 2001 ist eine wahrlich seltene Pflanze. Ursprünglich noch als de Tomaso angedacht (daher auch der Name Mangusta), wurden diese zweisitzigen Sportwagen in einem eigens für sie errichteten Werk in Modena als Qvale Mangusta gebaut und vertrieben. Die amerikanischen Besitzer wählten als Antrieb einen erdigen Ford Mustang-V8, doch reizvoller als dieser war das variable Karosseriekonzept. Denn das Coupé ließ sich nicht nur zu einem Targa mit stehenden B-Säulen, sondern dank einer elektrisch versenkbaren Heckscheibe auch zum Voll-Cabrio umwandeln. Nur 284 Einheiten wurden gebaut, dieses Modell ist eines von nur 55 mit Automatikgetriebe. Mit Gandini-Design und einem von Enrique Scalabroni angestimmten Fahrwerk hat diese Modeneser Spezialität schon etwas zu bieten – und eines ist sicher: Ihnen wird nie ein Zweiter entgegenkommen. 

Gesetzloser Ausbrecher geschnappt

Immer wieder mal passiert es, dass Autobauer berühmter werden als die von ihnen fabrizierten Autos. So geschehen mit Magnus Walker, der mit seinen Urban Outlaw Modellen eine weltweite Fangemeinde mit Vorliebe für in Hot Rod-Manier getunten Porsche in seinen Bann zog. Schade nur: Walker baut im Grunde nur Autos für sich selbst, trennt sich nur höchst selten von einem Modell aus seiner umfangreichen Sammlung. Wie durch ein Wunder hat nun Aston Martin of New England „STR 002“ erstanden. Ein Porsche 911 T von 1972, der als einer der bekanntesten Outlaws überhaupt gilt. Der mit zahlreichen Custom-Features und Hochleistungs-Bauteilen glänzende Elfer ist eine sehr seltene Gelegenheit, einen echten Helden des Custom Car-Marktes und eine mögliche künftige Ikone der Szene zu erstehen. 

Fotos: Desmond J Smail Ltd / GTO Engineering / Classic Youngtimers Consultancy / Aston Martin of New England

Der Classic Driver Markt bietet Tausende von klassischen und für Sammler interessante Autos zum Verkauf; täglich kommen neue Angebote hinzu. Sie finden auch eine Auswahl an klassischen Motorrädern sowie YachtenUhrenSammlerstücken und sogar Luxusimmobilienzum Verkauf.