Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Ein Brite aus Luxemburg, ein Italiener aus Italien, ein Franzose aus England und zwei Deutsche aus den USA und Finnland. Diese Woche bietet der Classic Driver Markt eine wahrlich internationale Auswahl. Bei der man sich wünschen würde, eine Garage in jedem Land zu haben.

Brutale Raubkatze

In den 1980er-Jahren tunte Lister den sehr erfolgreichen Jaguar XJ-S. Dieses bombastische Modell hörte auf die Bezeichnung Lister-Jaguar XJS 7.0 Le Mans. Mit über 600 PS sollen ganz Mutige mit diesem ersten Jaguar Supersportwagen 320 km/h erreicht haben. Das rote Exemplar  hat noch seinen 7,0-Liter-V12 und das originale Fünfgang-Getriebe unter der wild bespoilerten Haut. Auch wenn der Lister-Jag nach längerer Standzeit erst noch etwas Pflege und Service benötigt, muten die aufgerufenen 50.000 Euro dennoch wie ein Schnäppchen an. 

Auf der Strecke geboren

Für den Einsatz im Motorsport konzipiert, haben viele Porsche 904 Carrera GTS ihr Autoleben tatsächlich bevorzugt auf Rennstrecken verbracht - die einen mehr, die anderen weniger. Dieses Modell war vier Jahre lang auf französischen Kursen unterwegs; beginnend mit den Le Mans-Vortests im April 1964 und endend mit dem Bergrennen Soissons von 1969. Das Auto ging 1997 für eine komplette Restaurierung zurück ans Werk und tauchte danach nur noch höchst selten in der Öffentlichkeit auf. Nun steht es in Kalifornien zum Verkauf – und wäre bereit für neue Taten bei historischen Rennmeetings...

Getunter Bayer

Als der Tuner und Rennsportenthusiast Willi Martini zum ersten Mal diesen BMW 700 CS sah, wusste er, dass er ihn in einen echten Rennwagen verwandeln könnte. Was er dann auch tat. Dieser kleine Bayer ist ein Original-Tuningmodell von Martini, das er 1963 nach Finnland verkaufte, wo der kleine Hecktriebler dann auch bei Rennen zum Einsatz kam. 1966 erhielt der 700er dann eine Straßenzulassung. Seit 1963 hat sich immer der gleiche Mechaniker um den BMW gekümmert; zugleich blieb es von 1977 bis 2016 im Besitz der gleichen Familie. Trotz Jahrzehnten im kalten Nordklima wirkt der grün/weiße Giftzwerg noch immer wunderschön – der guten Pflege seines Mechanikers und seiner Familie sei Dank.

Silberne Kugel

Der Lancia Appia erschien 1953 und erfuhr auf Anhieb regen Zuspruch. Während der Produktion der zweiten Serie begann Lancia, Chassis an Pinin Farina, Vignale und Zagato zu verkaufen. Während die von Pinin Farina und Vignale eingekleidete Modelle dann auch direkt von Lancia vertrieben wurden, traf dies auf die Zagato-Versionen nicht zu. Aus diesem Grund werden sie gewöhnlich auch als „out of series“-Appias geführt, wie auch dieser kleine silberne Wagen, der 1957 gebaut und 1958 zugelassen wurde. Er ist einer von vermutlich weniger als 40 Appia GTZ und beweist, warum Lancia und Zagato schon immer große Namen waren. 

Alpiner Renner

Als Reaktion auf das Hubraumlimit von 3,0 Liter für alle Starter in der Sportprototypen-Klasse der 24 Stunden von Le Mans 1968 baute Alpine die A220. Dieses Exemplar hier war eines von vier in den Ausgaben von 1968 und 1969 eingesetzten Werkswagen. 1968 gesteuert von Jean Guichet und Jean-Pierre Jabouille, 1969 von den Rallyestars Jean-Pierre Nicolas und Jean-Luc Thérier. Nach seiner Rennkarriere erwarb der frühere Alpine Chassis-Designer Jean-Pierre Buirette das Auto und brachte es innerhalb einer Zeitspanne von 20 Jahren zurück in den Neuzustand. Heute ist es die einzige von ursprünglich fünf gebauten A220, die noch existiert. Und das einzige Auto mit den ursprünglich seitlich montierten Kühlern. 

Fotos: Art & Revs / Symbolic International / Ove’s Garage / Route da Sogno / William I’Anson

Der Classic Driver Markt präsentiert Tausende von klassischen und für Sammler interessante Autos zum Verkauf, täglich kommen neue Angebote hinzu. Außerdem können Sie eine Auswahl an klassischen Motorrädern entdecken ebenso wie YachtenUhrenSammlerstücke und sogar Luxusimmobilien zum Verkauf.