Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Wir entschuldigen uns nicht dafür, Ihnen in dieser Woche fünf italienische Preziosen aus dem Classic Driver Markt vorzustellen. Für jeden Geldbeutel ist etwas dabei, doch zieht die „Italianità“ im Design tief durch alle glänzenden Karosserien...

Der Gandini Keil

Aus heutiger Sicht wirkt das Design des Lamborghini LP400 erfrischend unzerklüftet und klar, speziell im Vergleich zu modernen Hypercars mit ihren Diffusern und Splittern an allen Ecken und Enden. Dieses silbernes Exemplar aus 1974, mit seinem wunderschön kontrastierenden Interieur in Tobacco, ist Perfektion in Reinkultur und der einzige LP400, der in dieser Kombination das Werk verlassen hat. Eine seriöse Recherche ergab, dass kein Geringerer als Walter Wolf, der austro-kanadische Unternehmer und Ex-Formel 1-Rennstallbesitzer, einst im Besitz dieses betörenden Modells war. Nachdem der Lambo seine frühen Jahren in Amerika verbrachte, fand er den Weg zurück nach Europa und wurde Ende 2019 einer Teil-Restaurierung unterzogen. Zum Glück blieb dabei das Interieur unangetastet, so dass der neue Besitzer die Patina genießen kann.

Viersitziger Ferrari altert in Würde

Nur Ignoranten können den 612 Scaglietti unterschätzen, eine echter viersitziger Ferrari, der sehr würdevoll altert. Die Form des 612 ist sehr empfänglich für gewisse Farben und dieses von Joe Macari offerierte Exemplar in „Cana di Fucile“ ist ein Fest für die Augen. „One-to-One“ hieß Ferraris Personalisierungsprogramm für den 612, und der Erstbesitzer dieses Modells machte für sein Schmuckstück ordentlich Gebrauch davon. Ein visueller Kritikpunkt waren immer die relativ schmalen Serienfelgen. Doch mit den 20 Zöllern im „Challenge“ Stil wurde dieses Problem angegangen – womit der 612 nun perfekt proportioniert auf der Straße steht.

Zagatos stromlinienförmiges Meisterwerk

Dieser Lancia Flaminia Super Sport Zagato von 1966 in der Farbe Rosso Matador gilt vielen als ein echtes Zagato Meisterwerk und betört in der Tat mit dem geballten Charme seiner Epoche. Gekrönt von der für Zagato typischen „double bubble“ Karosserie, dem von drei Vergasern versorgten 2,8-Liter-Motor und den verschalten Scheinwerfern zeigt dieses spätere Modell den Einfluss von neun Jahren Weiterentwicklung. Dieser Lancia könnte die Art von Auto sein, in denen Ihr Lieblings-Filmstar der 60er-Jahre durch die Gegend cruist, ohne dabei zu viel Aufsehen zu erregen. Understatement mit Klasse! Nun liegt es an Ihnen.

Mühelos cool mit Filmstar-Vergangenheit

Ehe Sie weiterlesen, schauen Sie sich doch mal diesen Video Clip mit einem Lamborghini Espada an, der von einem Fiat 130 Coupé (mit Budd Spencer am Steuer!) gejagt wird. Okay, zu Ende? Wenn Sie jetzt noch immer nicht zum Telefon gegriffen haben, um dieses coole 70er-Jahre Coupé zu kaufen, dann interessiert Sie vielleicht die Tatsache, dass dieser große Fiat ein Lieblingsmodell von Fiat-Boss Gianni Agnelli war. Er besaß sogar eine speziell für ihn gebaute Shooting Brake-Version! Dieses Exemplar aus 1975 hat den späteren 3,2-Liter-Motor mit 165 PS und ein Handschaltgetriebe. Dazu eine filmische Vergangenheit – als automobiler Darsteller im italienischen Kult-B-Movie „Torino centrale del vizio“ von 1979.

Der Lancia mit Ferrari-Herz

Italienisch, Ferrari-Motor, Frontantrieb, Stufenhecklimousine...Hmmmm? Ja, der Lancia Thema 8.32 ist eine bizarre Kombination, doch bleibt es Fakt, dass selbst „Q“-Cars kaum exotischer sein können als dieser Ferrari im Lancia-Kleid. Subtile Stylingelemente, ein luxuriöses Lederinterieur, einzigartige Felgen im Ferrari 348-Stil, ein elektrisch ausfahrender Heckspoiler und dieser 32-Ventil-V8-Motor machen ihn so besonders. Angesichts der Tatsache, dass weniger als 4000 gebaut wurden, dürfte die Begehrlichkeit des 8.32 in Zukunft steigen. Dieses Exemplar von 1989 ist ein liebevoll gepflegtes und wenig gefahrenes Modell.

 

Fotos: Schaltkulisse GmbH, Joe Macari, Very Superior Old Cars, Auto Classic Italy, Emile Bakker Autos