Fünf Sammlerautos, die sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Unsere Auswahl aus dem Classic Driver Markt in dieser Woche ist ein echtes Potpourri, das sich vom weltweit einzigen, vom legendären britischen Autoschöpfer Dennis Healey getunten Ford Fiesta bis zu einer „Outlaw“-Version der ganz und gar nicht in diese Kategorie passenden Lancia Aurelia reicht.

Die schnellste Limousine der Welt

Alpina hat 1987 nur 236 Exemplare des B7 Turbo/1 gebaut, wovon 40 Stück als leistungsstärkere „Impulsgeber“-Modelle konzipiert worden waren. Auf der Basis der E28-Baureihe des BMW Fünfers wurden sie von dem Unternehmen als schnellste Limousine der Welt angepriesen. Mit 333 PS und einem Drehmoment von 509 Nm aus einem stark optimierten 3.5-Liter-Reihensechszyliner war diese Ansage alles andere als übertrieben. Dieser B7 Turbo/1 in Diamond Black mit prononciertem Karosseriedesign und den diskret aufgetragenen goldfarbenen Alpina-Stallfarben ist eines jener seltenen „Catalyst“-Autos. Es wurde nach Japan ausgeliefert, wo es bis 2017 blieb. Nun residiert das Auto in Großbritannien, wo es eine „umfassende Wiederinbetriebnahme“ erfuhr. Vielleicht kein Kandidat für den feinen Rasen eines Concours, aber dafür bietet dieser Alpina die ideale Balance athletischem Anspruch und Alltagstauglichkeit.

Projektil für die Straße

In düsterem Grigio Scuro lackiert und in der Nero-Spezifikation ähnelt dieser Ferrari 599 GTO von 2010 als limitierter V12 eher einer bedrohlichen Skud-Rakete. Mit den zur Verfügung stehenden 670 PS dürfte der Vergleich nicht allzu weit hergeholt sein. Das strenge Thema Grau wiederholt sich auch im kompromisslosen Interieur: Mehr Alcantara als Leder, jede Menge Karbonfaser-Elemente, Vierpunkt-Motorsportgurte und ein Feuerlöscher. Wir finden, dass dieser Ferrari absolut sensationell aussieht.

Fiesta by Healey

Erinnern Sie sich, Als Dennis Healey beauftragt wurde, so viel Leistung wie nur irgend möglich aus dem braven Ford Fiesta herauszupressen? Nein? Wir auch nicht! Diesen Einfall hatte Ende der siebziger Jahre ein Geschäftsmann aus Detroit, dass dieses Konzept eines „Hot Hatchback“ für einen Ansturm auf die amerikanischen Showrooms sorgen müsste. Healey scheute keine Mühen und versuchte alles, um diesen Leistungsanspruch zu erfüllen. Die Kraftentwicklung aus dem 1,6-Liter-Kentmotor wurde von 66 PS auf beachtliche 105 PS optimiert; Räder, Bremsen, Fahrwerk, Sitze und Karosserie erhielten gleichfalls das Healey-Treatment. Natürlich wurde für die Farbe British Racing Green mitgoldenen Akzenten gewählt. Aber in der Zentrale in Dearborn hatte man bereits über das Schicksal des Fiesta in den USA entschieden und dieses Exemplar als eines der frühesten Beispiele für ein getuntes Schrägheck blieb ein One-Off.

Quadrifoglio Verde

Diese 200 PS starke QV-Version – die Abkürzung für Quadrifoglio Verde – des Alfa Romeo 164 bietet alles, was man von einer italienischen Hochleistungslimousine der neunziger Jahre erwarten darf: Eine betörende Pininfarina-Karosserie in Two-Tone, die kantig und anziehend zugleich ist, ein berühmter Motor in Form des legendären 3.0-Liter-Busso-V6 und ein aufwändig in Leder gekleidetes Interieur. Dieses Exemplar von 1990 hat zwar seit es vom Band lief 230.000 Kilometer absolviert, aber es soll angeblich gut laufen und mit einem Schätzwert von 12.000 – 15.000 Euro ist es eine kleine Sünde wert.

Der ganz andere Ausreißer

„Outlaw“-Versionen des Porsche 356 – und sogar der Elfer – scheint es inzwischen gefühlt wie Sand am Meer zu geben, aber bei einer Lancia Aurelia? Nachdem er den berühmten ex-Mille Miglia/Le Mans „Bracco“ Aurelia B20GT gefunden und restauriert hat, wurde der Brite Thorney Kelham beauftragt, eine Restomod-Version dieses wunderbaren Grand Tourer zu bauen, die auf dem berühmten Rennwagen basieren und dennoch für die heutige Zeit straßentauglich sein sollte. Es würde den Rahmen sprengen, an dieser Stelle alle ausgeführten Modifikationen aufzuzählen, aber hier sind einige der wichtigsten Veränderungen wie ein umwerfender Dreizoll-Roof Chop, ein 180 PS starker V6 aus der Lancia Flaminia, Scheibenbremsen, die hinter den D-Type-Stil-Rädern und fetten Reifen verbaut sind und sogar eine Klimaanlage. Dieses Beispiel – das zweite von nur neun gebauten Exemplaren – wurde vom ehemaligen Indy 500-Sieger Danny Sullivan bestellt.

Fotos: Fast Classics, Classicmobilia Limited, Auctomobile.com, Canepa, Wim Prins